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Kolumbianischer Winter

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© Christian Dolle   
   
Osterode. Forscher der University of Cambridge haben herausgefunden, warum der Winter in Deutschland in diesem Jahr derart warm ausfällt. Entlang der Söse im Harzstädtchen Osterode wurden mehrere Kaffeebecher aufgefunden, die dort von scheinbar ahnungslosen Passanten auf der Ufermauer abgestellt worden waren. Der heiße Kaffee sorgte für eine Erwärmung der umliegenden Gewässer und somit für einen ungewöhnlich lang andauernden Herbst. Prof. Dr. Dr. Justin A. Jokeman und sein Team konnten diesen lokalen Klimawandel anhand verschiedener Testreihen eindeutig nachweisen. „Vor allem der sogenannte Coffea Arabica wirkt sich nach unseren mehrfach überprüften Erkenntnissen direkt auf einen drohenden Wintereinbruch aus“, so Jokeman.
Außerdem beobachteten die Wissenschaftler, wie der südamerikanische Kaffeeduft Fotografen und andere Spaziergänger anlockte, so dass in den kommenden Wochen auch von einem überdurchschnittlichen Anstieg der Übernachtungszahlen im Harz auszugehen ist. Obwohl die Stadt die zunächst als Müll eingestuften Becher zunächst entsorgen lassen wollte, beschloss der Kreistag nun, die Chance zu nutzen und stattdessen Baugebiete für Hotels und Feriensiedlungen entlang der Söse auszuschreiben.
Während die Ratsmehrheit schon vom touristischen Aufschwung spricht, warnt die Opposition allerdings vor den ökologischen Folgen der Erwärmung und insbesondere der Umweltbelastung durch herumfliegende Plastikdeckel der Kaffeebecher. Im Rathaus möchte man von solchen Bedenken nichts wissen und teilte gegenüber der Presse heute mit: „Ach was, das ist doch alles kalter Kaffee.“
 

http://www.webstories.cc 24.09.2021 - 13:14:35