
Erste warme Sonnenstrahlen haben ihn geweckt. Den Frühling. Forsythien zeigen ihre gelben Blüten. Weiß leuchten die Schneeglöckchen. Blaue Veilchen lugen aus dem Gras hervor. Bunte Primeln tummeln auf den Beeten.
Die Amsel ist wieder da. Meisen, Stare. Das Taubenpaar. Zwitschern und Summen überall. Auch das Kind sitzt wieder auf der Wiese im Garten und lacht. Im weißen Kleid. Eine Blume unter Blumen. Zwischen Gänseblümchen und Vergissmeinnicht.
„Bald sind die Kirschen rot“, freut sich die Sonne.
„Und die Stare fressen sie alle weg“, lacht die Wolke.
„Ja“, wispert der Regen, der in der Tonne hockt und auf seinen Auftritt wartet, „sie sitzen schon jetzt auf den Telegrafenmasten.“
Warm weht der Wind heran.
„Und wenn ihr nicht aufpasst“, säuselt er,“ fressen die Schnecken die Erdbeeren. Hahaha. So wie im vorigen Jahr.“
Else und Ede stecken ihre Fischköpfe aus dem Teich, tanzen einen kleinen Salto, kichern:
„Aber sie passen doch auf.“
„Aber sie passen doch auf.“
Schnucki kommt angehoppelt, stellt sein linkes Ohr steil auf, zieht die Oberlippe kraus, zeigt seine langen gelben Schneidezähne, schnurrt in seinen Bart:
„Ich habe Hunger. Ich will ein dickes Bündel frischen, saftigen Löwenzahn.“
Das Kind streichelt zärtlich über sein glänzend braunes Fell.
„Aber ja doch, aber ja doch. Schnuckichen, du bekommst dein Bündel frischen, saftigen Löwenzahn.“
Mit dem Hasen auf dem Arm streckt sich das Kind auf der Wiese aus, schaut in den Himmel den vorüberziehenden Wolken nach, bis ihm die Augen zufallen.
Was mag es wohl träumen?
***
Und was beobachtet Ihr hinter dem Gartenzaun?