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Das Ende der gelebten westlichen Welt-Werteordnung?

Nachdenkliches · Poetisches
Die führende Macht der Welt benutzt die wirklich existierenden verheerenden Menschenrechtsverletzungen als Vorwand, um iranisches Territorium mit Raketen zu befeuern, obwohl die Versuche Demokratien nach deren Mustern in Afghanistan, im Irak, in Libyen und anderswo zu errichten, bereits die Gewaltspiralen in die gefühlte Ewigkeit getrieben hatten. Zahllose Menschen in Deutschland sahen es als selbstverständlich an, aufgrund des unbeschreiblich schrecklichen Blutvergießens im Zuge des 2. Weltkrieges, als Wiedergutmachung den Belangen der USA für immer und ewig dienen zu müssen. Die Luftbrücke der Alliierten während der Blockade Westberlins durch die Sowjets, aber auch die Unterstützungen der Bürger nach dem Bau der Berliner Mauer, stärkten diesen Glaube, der die barbarischen Bombardements der USA, z.B in Vietnam, weitgehend in den Hintergrund rücken ließ. Begründet wurden diese als Notwendigkeit beim Kampf gegen den Kommunismus und zur Stärkung von "unserer Demokratie!" Der real existierende Sozialismus ist seit mehr als fünfunddreißig Jahren Geschichte, was aber, leider anders als erhofft, nicht die weltweiten Spannungen minderte. Liegt den Machthabern in den Vereinigten Staaten wirklich ausschließlich das Leid der in den Kriegs- und Krisengebieten geschundenen Menschen zutiefst am Herzen?
Erinnert sei, dass Roman Herzog als amtierender Bundespräsident dessen Amtszeit nicht verlängert hatte, da er den Einsatz der NATO-Truppen in Afghanistan mit dem Ziel der Hebung von lukrativen Bodenschätzen begründet hatte. Ich fürchte, Deutschland und andere europäische Länder würden im Fall einer Kriegsbeteiligung wohl fürchten müssen, dass jene Schläfer, die sich aus taktischen Gründen zurück, nicht auf Kissen ausruhen werden. Streitkräfte sind normalerweise für die Verteidigung ihrer Länder im Rahmen ihrer Bündnisse zuständig. Jeder normal denkende Mensch sichert seine Haus- und Wohnungstüren vor ungebetenen Gästen. Käme aber die Bundeswehr ausschließlich zum Einsatz, um auf möglicherweise erpresserischem Druck der USA und anderer "Verbündeter" fremde Interessen zu befrieden, hat das mit der Verteidigung des eigenen Landes absolut nichts mehr im Sinn. Tausende junge Menschen haben das erkannt, und sind am heutigen Donnerstag erneut in einen Schulstreik getreten, um gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht, die vermutlich auch mit Einsätzen in Kriegsgebieten verknüpft wäre. Sogar eine Verlängerung der Wehrpflicht bis zum vollendeten siebzigsten Lebensjahr wurde zumindest vorgeschlagen.
Allerdings haben ja die deutschen Rüstungsschmieden noch nicht mal begonnen, Rollstühle, Rollatoren oder auch andere Gehhilfen mit den nötigen Halterungen, die es möglich machten Waffen anzubringen, auszurüsten. So bleibt es gegnerischen Rekruten wenigstens erspart, deutsche Seniorensoldaten wie winzige Pappenheimer, im Rahmen der Verteidigung "unserer Demokratie" im Bunde der westlichen Werteordnung, fallen zu sehen. Zudem dürften auch weitere, wohl kaum noch einzudämmende Flüchtlingswellen sich in Bewegung setzen. Aus meiner Sicht können Deutschland und Österreich allein nicht mehr imstande sein, das Gros dieser Menschen aufzunehmen. Die osteuropäischen Länder haben es bisher weitgehend abgelehnt (Ausnahme: Polen hatte zahlreiche Ukrainer aufgenommen). So könnte es durchaus bittere Realität werden, dass deutsche und österreichische Bewohner in eine Lage versetzt würden, aufgrund eines vom Zaum brechenden Bürgerkrieges, notgedrungen selbst flüchten müssten. Da stünde nämlich die Frage im Raum: "Wohin könnten wir flüchten?" Trump würde wohl kaum hunderttausende Deutsche aufnehmen und die osteuropäischen Länder vermutlich auch nicht!
Diesbezüglich erhebt sich von selbst die Frage; Wem gehört unsere einziger lebensfähiger Erdenstern? Der USA allein auf keinen Fall, aber auch nicht Russland, China, Deutschland oder Ukraine und anderen Völkern. Auch wenn die lebensnotwendigen Ressourcen ungerecht verteilt sind, sollte die Welt allen friedliebenden Menschen gehören. Nicht enden wollende Kriege, die in einen Weltenbrand münden, knipsen eines Tages allen Menschen der Welt das Lebenslicht aus! Die Tatsache, dass sich kein Mensch, der das Licht der Welt erblickt, sich aussuchen kann, in einem als gut oder böse klassifizierten Land aufwachsen zu müssen. Bälle voller Schuld und Unschuld prallen zumeist unversöhnlich von den Köpfen ab. Und das geschieht so lange und sooft, bis die Tatsache k.o zu sein, besiegelt ist!
 
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