Busfahrten - Highlight oder Horror? |
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| © Sommertänzerin
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PoetySmurf am 16.01.2006 :
Das morgentliche Warten an der Bushaltestelle bedeutet für viele Kinder Langeweile, für mich und meinen guten Freund bedeutete es jedoch jede Menge Spass. Zudem war dies die einzige Zeit, abgesehen von den Pausen, die wir tagsüber miteinander verbringen konnten, da wir in unterschiedlichen Klassen waren. Um uns die Zeit zu vertreiben, wurden lustige Spiele erdacht. Eines ging so man stellte sich ganz ganz dicht an den hohen Bordstein der Haltestelle und spuckte so weit man konnte, wer übertat hatte sofort verloren. Natürlich gab es stets ältere Damen die sich über "diese Jugend" beschwerten, ich weiß bis heute natürlich nicht wen oder was sie meinte, wir hatten ja schließlich nur unseren Spass. Um eine höhere Reichweite zu erzielen wurden unmögliche Verrenkungen in Kauf genommen. Es half alles nichts, er war oder ist es besser gesagt noch Zungenroller und so sehr ich mich bemühte, ich konnte diesesn seinen genetischen Vorteil nicht einmal mit meinen angewachsenen Ohrläppchen, die im Vergleich zur Fähigkeit die Zunge rollen zu können total uncool sind, was sich später im Biologie-Unterricht noch einmal bewies, nicht ausgleichen.
Weitspucken war nur eines unser Rituale, immer Donnerstags, wenn wir zur dritten hatten, war der kleine Stadtbus nahezu leer und wir konnten surfen. Ich sage euch, das ist keine leichte Aufgabe, besonders nicht mit den genauso schweren, wie unförmigen Schulranzen. Das schwerste war es in den Kurven das Gleichgewicht zu halten und ohne angeben zu wollen, beim Surfen da schlug ich meinen Freund um Längen besser gesagt um Minuten des ohne einen Fuß zu bewegen im Bus stehenzubleiben. Wie sollte es auch anders sein, ab und an schafft man es nicht und rempelt gegen eine "diese Jugend" sagende nicht mehr ganz junge Dame. Spassbremsen sind das gewesen, die Fahrt war dann jeweils gelaufen, kein rumtoben mehr.
Auf den donnerstäglichen Rückfahrten nach der 6ten oder wenn man Nachsitzen musste nach der 7ten Stunde war der kleine Bus immer mehr als überfüllt, da war nichts mit surfen. Langeweile macht erfinderisch, so knotete man Turnbeutel an Geländerstangen fest, öffnete Schulranzen, Klaute Mützen und spielte , damit dann Schweinchen in der Mitte.
Das alles war schon eine tolle Zeit, das Beste allerdings war der osteuropäische Busfahrer, der glaube ich kein einziges Wort deutsch konnte was uns aber ziemlich egal war, da er ab und an diese Klebebilder aus Duplo und Hanuta dabei hatte und die an uns Kinder verschenkte. Kin müsste man noch einmal sein. Heute hasse ich busfahren, besonders wenn Schulschluss ist. Dies nervigen Gören bringen mich noch um den Verstand |
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Jakob am 24.01.2006 :
Für gewöhnlich ist es immer sehr deprimierend Rentnern im Bus bei ihren Gesprächen zu zu hören, denn sie kennen kein anderes Gesprächsthema als den Tod - jedenfalls nicht, wenn ich dabei bin. Ich versuche dann immer weg zu hören, aber irgendwann schnappe ich dann doch auf, dass ein Bekannter schon wieder einen Schlaganfall hatte usw.
Einmal machte es aber richtig Spaß bei so einer Konversation mit zu hören:
Rentner1: "Linie 22. Kenne ich nicht. Wohin fährt der?"
Rentner2: "Zum Waldfriedhof."
Rentner1: "Ach ja, da war ich noch nicht. Hab' mir noch kein Grab besorgt."
Rentner2: "Ja, ich auch nicht."
Rentner1: "Manchmal gehe ich ja auf Beerdigungen, wenn ein Bekannter stirbt."
usw. Ich musste mich auf dem Sitz hinter den beiden richtig zurückhalten, um nicht über ihr morbides Thema zu lachen. |
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Wie soll es weitergehen? Diese Story kannst du
selber weiterschreiben.
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