Verdrängungsmoment
Eine Stimme. Eine fremde Stimme. In meinem Kopf? Nein, neben mir, über mir. Verdammt
Fantastisches · Kurzgeschichten · Zum Weiterschreiben
Von: Janus
Erstveröffentlichung: 24. März 2005
Bei Webstories eingestellt: 24. März 2005
Anzahl gesehen: 2.296
Erhaltene Punkte: 14
Beiträge: 2
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Benedikt am: 24. März 2005
Der Mann rammte mir dei Faust mit schier unbändiger Kraft in den Magen. Ich musste mich übergeben. Die Galle schmeckte scharf und veretzte meine Kehle wie Säure.
Die Gestalt aus den Schatten packte mich am Kragen und zog mich zu ihr hoch. Ihre Augen funkelten. Die Stimme war ein weit entferntes Dröhnen, das sich wie mit Messern in mein Bewusstsein fraß: "Steh endlich auf!"
Ich wusste weder, woher dieser Mann kam, noch, was er von mir wollte. Er war einfach da. Grob riss er mich herum und warf mich gegen die Wand.
Der Schmerz heulte in meinen Gliedern, und von einer Sekunde zur nächsten war jeglicher Rest Schlaf so gut wie weggeblasen.
"Verdammter Hurensohn!", schnauzte der Fremde und kam mit gheballten Fäusten auf mich zu.
In dem Moment durschströmte mich eine Welle Adrenalin, die mich wie von selbst auf die Füße zog. Mit einem wutentbrannten Schrei stürzte ich mich auf den Mann.
Die Attacke kam so schnell, dass ich sie nicht einmal hätte sehen können, wenn ich es gewollt hätte. Der Schlag traf mich genau in die Seite. Rippen knacksten und ein dumpfer Schmerz breitete sich aus. Keuchend sackte ich zusammen, die Kraft verflüchtigte sich. Ich musste husten. Auf der Zunge schmeckte ich den kupfernen Geschmack von Blut.
"Was...?"
In dem Moment riss der schwarzgewandete Fremde sein Knie hoch und zerschmetterte meinen Kiefer.
Janus am: 25. März 2005
Zumindest fühlte es sich so an. Blut und Speichel tropften aus meinem Mund, machten die Worte die ich sprach völlig unverständlich. Dieser dunklen Gestalt war sowieso nicht nach zuhören. "Zieh dich an und folge mir!" Diese Stimme war befehlsgewohnt und duldete keinen Widerspruch. Das was noch von mir übrig war zog sich an, mit den Kleidern die verstreut im Raum lagen. Ich verstand die Welt nicht mehr, hatte nicht das Gefühl das es meine Kleider wären, wusste nicht was dieser gewalttätige Mensch von mir wollte. In was für ein Leben war ich da erwacht?
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