Kharsa - Gedanken vom 25.2.2007 - von: Felix Ephygenie.

Nachdenkliches · Kurzgeschichten

Von:    Felix Ephygenie

Erstveröffentlichung: 28. Februar 2007
Bei Webstories eingestellt: 28. Februar 2007
Anzahl gesehen: 2.221
Erhaltene Punkte: 0
Seiten: 4

Schon 1/2 Jahr ist es her. 1/2 Jahr... als ich bei dir war. Und doch brennt es heute noch...
>>Ich schätze du wirst langsam zum Tagebuch... tut mir leid..
1/2 Jahr da ich dich suchte.. Wie kam es bloß dazu... oh man..
Warum..sollte es sein? Musste es sein?
Warum.. war es so...?
Wenn ich daran denke wird mir ganz anders. Aber warum?
mein Herz schlägt schneller. ich könnte heulen. Und zittre...ich atme anders...
Ob es den anderen auffällt? Ich weiß es nicht... Mir fällt es auf...
Und alles wegen einem Lied... nein.. wegen dir. Da Lied war das Geringste. Eine Kleinigkeit. eine Nebensache.. Es hatte nicht einmal wirklich was damit zu tun, Es war einfach so...da...
Es war da als es geschah. Es war da, als du das tatest..
Wie denkst du heute darüber?
Wie ich denke, willst du wissen?
Ich weiß es nicht.. Mich überkommen kalte Schauer. ich zitter.. am liebsten würde ich sterben.. aber warum das alles? Wegen einem Kuss? Aber warum? Was ist denn schon ein Kuss!? Na komm! Stell dich nicht so an! Es war doch nur ein Kuss..
Ja - nur ein Kuss..
Für dich.. für dich war es mehr...damals...
ich war noch nicht so weit... wäre ich es heute? Keine Ahnung... ich weiß es nicht.. aber irgendwie... vermisse ich dich... Aber warum? Ich habe dich doch nur drei Mal gesehen..
warum.. wieso..
deine kleinen Brüder sind echt süß...
Und du? Ich weiß es nicht.. Ich weiß gar nichts... Darf es nicht... will es nicht?
Was ist bloß los? Wieder stöhne ich auf...
Aber warum? Weil ich an einen Kuss denke? Ein Kuss von jemandem, den ich kaum kenne...
Ein Kuss von dir?
Und was ist mit den anderen? Interessieren sie mich nicht? Sind mir die anderen denn gänzlich egal...
Was ist nur los...?
>>Jetzt bin ich ruhiger... und dennoch: ich zitter... wieder.. wieder und immer wieder.. Warum musste er dieses Lied hören...?
Damals musste ich die ganze Zeit zittern... konnte keinen klaren Gedanken fassen.. mir war zum Heulen zu Mute...
Und heute? Es ist wieder das selbe... fast...
Damals risst du mir mit diesem Kuss die Stimmbänder raus. Jedes wart war ein Schluchzen. Ein Zittern. Eine Träne. und wieder: ich hab mich nicht unter Kontrolle... Warum.. muss so etwas immer mir passieren... warum...
Du versuchtest mit mir zu reden... Du wolltest, dass ich spreche – dass ich mit dir spreche...
Aber ich konnte nichts mehr. Meine Glieder waren gefroren. Schwer wie Blei...
>>Und wieder.. hört es denn gar nicht mehr auf...? Konzentrieren.. ich muss mich konzentrieren... es geht nicht... und alles wegen dir...
Du warst besorgt... damals...
>>Jetzt kann ich nicht mal mehr schreiben... meine Worte verkommen.. Wegen dir…kein Buchstabe mehr zu erkennen… zu lesen... als sei ich unter Drogen..
Du hast dich gesorgt - gesorgt um mich... damals...
Nicht mal mehr Punkte kann ich schreiben... Es bringt mich um und frisst mich auf...
Du frisst mich auf.. 1000 Gedanken - nein... mehr – schossen mir durch meinen Kopf... schießen immer noch... nein..wieder.. wegen dir.. allein... wegen dir...
Du wolltest, dass ich aufhör - damals... Du wolltest wissen, weshalb ich so war... was war...
*Puppenmodus*
>>Und wieder... meine Sätze, Wörter, Buchstaben verkrüppeln...Jetzt nehm ich sogar schon die zweite Hand zum Schreiben...
Was wenn er das ließt? Er würde mich verlassen... wegen dir... wegen... damals...
>> Jetzt bin ich wieder ruhig; Worte und Buchstaben kurieren... genesen... heilen aus... und auch Punkte kann ich wieder schreiben... ruhig...
Aber.. wegen damals.. Nein.. fangen wir anders an:
In den letzten Tagen... eher gesagt, seit dem er dieses Lied im Auto abspielte, kommt mir alles falsch vor... alles was ich tue und je tat; Ich seufze nur noch... vergrab mich, in letzter Zeit ist mein Hund mein bester Freund... ich hab keinen oder kaum mehr Kontakt zu anderen...
Jetzt sind sie netter... Aber ich? Was tu ich? Genau wie früher.. Früher als ich auf diese Schule kam... alles was ich tat bereute ich. Jetzt wieder...
Es war mir egal, was alle sagten, dachten über mich. Ich interessierte mich nicht.
Und jetzt.. Seit diesem Lied.. Ich denke nur noch, wie früher,liege Stunden lang da, schreibe, denke, bin allein, will allein sein... Wenn ich andre treffe... irgendwas würde ich falsch machen... In letzter Zeit mache ich einiges falsch- finde ich...
Weißt du: ich wollte nicht, dass das geschieht - damals.Ich wollte es nicht... so häufig tat ich etwas dagegen... alles was ich an mir tat, war Selbstverstümmelung, gezielte... aber... Je mehr ich tat, umso mehr Schritte tat ich auf dich zu... Ich wusste es nicht - und nicht nur auf dich. Du warst eine Station... wie in der Bahn... Lichter blitzen auf und erblassen wieder – sekundenschnell... Die Bahn hält. Und eine Station lang warst du da... eine Station hast du mich begleitet... jetzt weiß ich nicht, ob das gut war oder schlecht; ich weiß es nicht..
Wer weiß wie sich das auswirkt... Doch diese Station bleibt... unvergessen… vor erst..
Ich schmiss dich raus... Raus aus meiner Bahn um die Lichter zu zählen.. Um die Dunkelheit über mich kommen zu lassen… Ich habe Angst im Dunkeln.
Warum erbebe ich so, wenn ich an diese Station denke und warum bleibe ich so gelassen, wenn ich jetzt einen Kontrolleur bei mir habe? Ich fahre schwarz.
Alles was ich je tat, um dies zu vermeiden... Alles was ich tat, damit ihr mich alle sein lasst - alles was ich tat damit ihr mich Kind sein ließt.. alles ist fehlgeschlagen.. zerschlagen in 1000 Scherben. Wie ein Spiegel… Die Splitter liegen dort... noch immer... Manchmal bemerk ich wie ich auf ihnen laufe – Barfuss; manchmal spür ich den Schmerz in meinen Füßen. Dann seh‚ ich hinab.. seh‚ sie mir an, sehe, dass es noch mehr Splitter geworden sind. Ich hebe einen auf.. zwei.. drei... und dann hebe ich deinen auf... ich sehe hinein und jeder Blick tötet mich... Jeder Blick ist ein weiterer Dolchstoß, eine weitere Nadel, die mir das Herz zerreist. Und dann sind da die anderen... sie lenken mich von dir ab, aber letzten Endes vergiften sie mich genauso.. letzten Endes führen sie mich wieder und wieder zu dir...
>>Nun tut mir schon der Arm weh vom Schreiben... aber ich bin ruhig... ruhig, weil ich nicht denke... nicht an damals…vor 1/2 Jahr...
Damals.. als ich dich suchte und dich fand. Damals nachdem Schwimmbad… Damals.. als ich dir das Bild gab. es sollte ein kleiner „Gute-Besserungs-Gruß“ sein...Deiner Genesung diente es... auch wenn du bereits genesen warst... deiner, aber mir... Mir tat es weh. Mir tut es jetzt noch weh,
alle rieten sie mir von dir ab. Aber: warum? Wollten sie dich aus dem Zug werfen.. aus meinem Zug werfen, damit sie selbst darin sitzen? Wollten sie verhindern, dass du dich neben mich setzt? Wollten sie… Was weiß ich, was sie wollten... was war war…
Doch diese „war“, dies 1/2 Jahr... dieser Tag holt mich ein... der Tag an dem du neben mir saßt.. Der Tag.. Es scheint mir als seien die Tunnel, durch die ic.h fahre beklebt. das Licht blitzt nicht mehr... nicht im Moment... seit drei Wochen fahre ich durch einen Tunnel... überall sind Plakate von dir... Nein.. nicht von dir.. von dem Lied.. von dem tag vor 1/2 Jahr... und das Lied spielt... es dröhnt von überall her...
Und was ist? Mein Kontrolleur sieht sie nicht… Er sieht nur den Himmel, 7 Wolken sieht er... und dich? Ich sehe dich – und spüre wie ich zitter...
Ohnmächtig liege ich am Boden doch er sieht nur den Himmel...
ich schleife hinter dem Zug her, angebunden. Dotze immer und immer wieder gegen die Gleise.. doch er sieht nur die Wolke...
Und überall bist du...
Überall ist der Tag vor 1/2Jahr...
Überall ist der Kuss….

*

Jetzt geht es mir besser... jetzt wo ich alles aufgeschrieben habe…
Gedanken die nicht nur dir bühren..
auch anderen…vielen.. so vielen.. tat ich weh…
andere Gedanken.. aber auch solche…
du bist nur einer von vielen...
nennt mich Monster…

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