Am Steg - von: Benjamin Spirthahrm.

Poetisches · Schauriges · Herbst/Halloween

Von:    Benjamin Spirthahrm

Erstveröffentlichung: 19. Oktober 2007
Bei Webstories eingestellt: 19. Oktober 2007
Anzahl gesehen: 3.649
Erhaltene Punkte: 31
Seiten: < 1

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So rau die See sie macht mir Angst
vom Wasser trennt mich bloß ein Schritt
Und Boote treiben menschenleer
umher auf tiefem Grau

Hektisch schaue ich mich um
- niemand hinter mir

Es ist so einsam hier am Steg
In weiter Ferne Möwen schrei'n
Es ist so bitter kalt und nass
Geruch von Seetang in der Luft

Aber ich sehe es doch
wie könnt' ich vergessen

Morsche Pfähle deuten dürr
Zum Himmel Fingern gleich
zeigen auf die alte Tür
einst an die Wand gemalt

Einer dort er zeigt auf mich
Mein Hals wird zugeschnürt
von den keine leuchtet Latern'
nur der wunde Fleck

glüht rot gewaltig schmerzverzerrt
welch' wunderschön' Gesicht
ein letztes Mal zwei Augen roll'n
erloschen junges Licht

Nadel Faden eingepackt
der Rest rasch in den Müll
Zurück aus der Erinnerung
Ein Klemmen in der Brust

Wasser schmeckt salzig
So dunkel und grün
Ich höre die Möwen nicht mehr
Mein Körper sinkt tiefer
So rastlos die Well'n
Die graue Kälte versprüh'n

Punktestand der Geschichte:   31

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Kommentare zur Story:

  Ich finds voll krass die Texte zu lesen weil ich find da irgendwie immer Dinge wieder... Bei dem hab ich jetz an ein Mobilwohnheim gedacht  
anonym  -  31.10.08 22:07

   Zustimmungen: 0

  *schauder*
ein sehr schöner text. hier und da etwas holprig zu lesen, fand ich. dennoch überwiegend gelungen.
schön düster ist es auch und andeutungsweise mysthisch, das gefällt mir gut. folle vünv punkte!  
Killing Joke  -  02.11.07 03:26

   Zustimmungen: 0

  hallo, bejamin, wieder ein gedicht, das die äußere, und wohl auch die innere, form sprengt und mich magisch anzieht, und düstere , geheimnisvolle, mystische bilder entstehen lässt. und wieder haben nadel, faden und zwei wundervolle augen ihre rolle. sehr schön. wenn schön ein ausdruck dafür ist.
lg  
rosmarin  -  19.10.07 23:05

   Zustimmungen: 0

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