Ein Zahnrad rebelliert gegen die Maschine - von: Profil gelöscht.

Nachdenkliches · Kurzgeschichten

Von: Profil gelöscht

Erstveröffentlichung: 31. Oktober 2010
Bei Webstories eingestellt: 31. Oktober 2010
Anzahl gesehen: 2.979
Erhaltene Punkte: 129
Seiten: < 1

Das Zahnrad rebellierte einst gegen die Maschine:

"Das alles passt mir nicht.
Der stetige Gleichlauf!
Die ständige Rotation !
Und überhaupt die Zielrichtung dieses Apparates!
Weiß ich, was er plant ?
Habe ich Einfluss auf das, was er tut ?
Man profitiert von mir: Schmiert mich, damit ich besser
laufe. Der Mechanismus behagt mir nicht.
Ich weigere mich zu drehen".

Die Maschine versuchte es mit leisem Druck.
Das Zahnrad blieb standhaft.

Sie versuchte das Rad mit Schmieröl für sich zu gewinnen.
Das Teil schluckte alles tapfer, blieb jedoch seinen
Prinzipien treu.

"Du musst ihm eine wichtigere Position zuweisen", regte
der Konstrukteur an.
Und der Apparat berichtete dem Rad von seiner historischen
Aufgabe, der Bedeutung, die jedem Einzelteil zukomme.
Und grundsätzlich: "Ohne das Zahnrad ginge es überhaupt
nicht. Es sei sowieso das wichtigste und bedeutendste im
Getriebe".

Von Stolz erfüllt begann das Zahnrad zu strahlen.
Unter den neidvollen Blicken seiner Nebenräder nahm es
seine Punktion wieder auf, von seiner eigenen
Überlegenheit überzeugt.
Sendungsbewusst steigerte es seine Laufgeschwindigkeit,
die Tatsache ignorierend, dass jede Umdrehung an der
eigenen Substanz nagte.

Ein Zahnrad unter tausenden eines Getriebes.

Ein Getriebe unter tausenden eines Mechanismus.



<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<
Noch mehr Geschichten findet man unter:
http://www.bookrix.de/_title-de-andre-kasamarow-ufos

Punktestand der Geschichte:   129

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Kommentare zur Story:

  Wirklich etwas zum nachdenken. Ein kleines Märchen, das es in sich hat.  
   Doska Palifin  -  01.11.10 12:40

   Zustimmungen: 0

  Tolle Parabel. Gefällt auch mir.  
   Petra  -  01.11.10 12:13

   Zustimmungen: 0

  Drum sollte jedes Zahnrädchen erst einmal überprüfen für welche Maschine es eigentlich arbeitet. Sehr gelungen, dein Gedicht.  
   Jochen  -  31.10.10 21:19

   Zustimmungen: 0

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