
"Es ist schwierig, die Narren zu befreien, aus den Ketten, die sie verehren." Voltaire
Unsere Welt, sie ist ein hässlicher Ort. Im Grunde genommen befinden wir uns in der allerscheußlichsten aller möglichen Welten. Nichts weniger als eine Vollzugsanstalt ist sie geworden, diese Welt, sie gleicht mehr und mehr einem Zuchthaus, einem Gefängnis... gerade in den Gefängniswochen, die sich zu Gefängnismonaten summieren, es können vielleicht auch einige Jahre daraus werden oder womöglich lebenslang… keineswegs habe ich irgendwelche Ahnung, für welches Vergehen, für welche Missetat, für welches Verbrechen man hierher... in dieses Totenhaus gekommen sein soll, weswegen ich oder irgendjemand sonst überhaupt in diesen Gefilden des verlegenen Schweigens sein Dasein fristen muss, dieses unaufhörliche Wofür, dieses Wozu, dieses Warum?… weswegen nur wurde man gezwungen, die grünlich flackernden Leuchtstoffröhren dieser Welt erblicken, warum nur ist man geboren, für welchen Zweck belasten die Füße überhaupt den Erdboden, wofür müht man sich denn eigentlich ab?… Ist es unsereins überhaupt gestattet, irgendwelche Fragen zu stellen?… oder gibt es da nicht irgendwo ein Ministerium, das einem vorschreiben kann, welche Fragen zu stellen einem noch huldvoll erlaubt ist und welche nicht?… Besser wird es sein, man hält einfach den Mund, man belästigt niemanden mit seinem Querulantentum, man hält sich bedeckt... insbesondere bedeckt man in den Tagen der Schnupfenpest seine Mundpartie, denn immerhin bedeutet es ja nicht viel weniger als Majestätsbeleidigung, wenn da irgendwo irgendjemand angelaufen kommt und unbefugterweise irgendwelche Fragen stellt… es sei ja ohnehin das alles lediglich eine Sache der persönlichen Einstellung, so wird man es nun an jeder gottverdammten Straßenecke zu hören bekommen, je nachdem, wie man zu den Dingen stehe... man könne das alles doch so oder so sehen… nun ja, so hatte man sich auch damals die Dinge schöngeredet, alle diese Scheußlichkeiten, die in unseren Geschichtsbüchern stehen, auf die gleiche Weise hatte man ebenfalls die Finsternis in vergangenen Zeiten rechtfertigt… mit der richtigen Einstellung, da schmeckt ja auch ein stinkiges Stück Hundescheiße ebenso lecker wie der Sahnekuchen, ein Häubchen Schlagrahm kommt obendrauf, ein paar Schokostreusel, eine kandierte Kirsche… fertig…
Doch weswegen beschwere ich mich überhaupt, habe ich wie die Majorität unseres Landes nun nach dem Verlust der Majorität der Arbeitsplätze doch wesentlich mehr Zeit, irgendwelchen Liebhabereien nachzugehen, endlich komme man einmal zu sich, so hört man es jetzt an jeder Ecke, so erzählen es einem die Lebensberater und die Wohlfühlapostel aus der Esoterikszene, man widme sich nun endlich einmal den eigentlich wichtigen Dingen... dem Sammeln von Flaschen beispielsweise, dem Ausfüllen von Anträgen beim Sozialamt, dem Sitzen hinter einem verschlissenen Hut in der Fußgängerzone… ist unser Dasein bisher eine so unerträgliche Tretmühle gewesen, so hat man nun endlich einmal die Muße, in den Abfalleimern zu wühlen und es damit den possierlichen Nagern gleichzutun, zurück zur Natur, ja, so hieß es doch immer... also, gehen wir doch endlich mal freudig zurück in den Urzustand als Jäger und Flaschensammler… der alte Rousseau hätte vielleicht auch noch seine helle Freude daran gehabt, oder er würde möglicherweise auch unverzüglich in seinem Grab zu rotieren beginnen, ganz so, wie man es sieht… alles ist doch lediglich eine Sache der Einstellung, man kann ja auch ein Seminar belegen zum Erlernen der dazu nötigen Unterwürfigkeit, zur Not gibt es ja ein Rollkommando von Weißkitteln, damit diese einem die richtige Einstellung schon eintrichtern werden, dass sie einem mit sanften Zwang ihre Glückspillen verabreichen, lauter wunderschöne leuchtend bunte Pillen gegen die Traurigkeit…
Gestatten Sie, dass ich mich vorstelle, mein Name ist Maximilian Mustermann, ich bin der personifizierte Durchschnitt dieses Landes. Ich verfüge über keinerlei Eigenschaften, ich bin eine fiktive Person, ich lebe an irgendeinem fiktiven Ort irgendwo im Irgendwie. Also im Nichts, in irgendeinem gesichtslosen Kaff, das in keinerlei Kartenwerken verzeichnet ist… Wozu eigentlich erhebt so eine fiktive Person aus dem Nirgendwo seine nicht vorhandene Stimme, weswegen bricht sie überhaupt das Schweigen, das unsereins ja nicht ohne Grund von Seiten der Obrigkeit auferlegt worden ist? Wenn sogar der kleinste gemeinsame Nenner sämtlicher Personen, die hier in Deutschland leben, vermeint, sich zu Wort zu melden zu müssen, wie also muss es denn bestellt sein um die Verhältnisse in diesem Land? Gerade jetzt, in den Zeiten der Schnupfenpest! Aber... so wird die Majorität dieses Landes ihm entgegenhalten, es sei doch gerade in der heutigen Lage alles zum Besten bestellt, unsereins würde doch auf die umsichtigste Weise behütet und beschützt vor dieser unsichtbaren Bedrohung, die unlängst aus einem lausig zubereiteten Fledermausgericht irgendwo im fernen China entsprungen sei und die sich nun anschicke, mit ihrem Totentanz den gesamten Erdball zu entvölkern… Und wenn irgendjemand nach so einer Terrine lauwarmer Fledermaussuppe unverhofft ins Delirium fallen solle, von heftigsten epileptischen Zuckungen begleitet, wenn so jemand unverhofft vor lauter Atemnot blau anliefe, wenn er verstohlen nach seinem Taschentuch zu greifen versuche und lediglich die bitterbösen Blicke der um ihn herumstehenden Blockwarte ihn davon abhielten… ja, und wenn er, sich in Pose werfend an den Herzschrittmacher greifend, wenn er nur einmal endlich lauthals herausschreien würde, unser geliebter Kaiser, der sei ja nackt!... nun ja, so jemand kann ja herumbrüllen, was auch immer er will, die Empörung wütender Menschenmengen, die würde ihn schon zum Schweigen bringen, denn es hat ja niemals in der Menschheitsgeschichte irgendwelche nackten Kaiser gegeben, es ist mehr als ein Unding, einen solchen Unfug überhaupt in Erwägung zu ziehen…
Nehme Er sich in acht! Mit dem Kaiser ist nicht zu spaßen, schon gar nicht in Fragen der Freikörperkultur… Anderen Falles sähe unsere Obrigkeit sich bemüßigt, ein strenges Regiment einzuführen, um solcherlei Umtrieben ein unverzügliches Ende zu bereiten. Maximilian Mustermann wird also seiner im Übermaß arbeitsamen Hasshormondrüse zum Trotze in die Reihe der Schweigenden zurückzutreten haben, er wird sich an seinen fiktiven Wohnort zurückziehen, er wird also still und leise parieren müssen, oder er wird sich, impertinent, wie es diese Mustermänner nun eben sind, auf seine Abstammung aus dem plebejischen Querulantenadel besinnen und um so lautstarker seine Stimme erheben, auch wenn dies nichts anderes bedeuten würde, als unzählige Schweißperlen vor die Säue zu werfen…
Es ist alles da… alles, was man sich ja nur hätte wünschen können, wenn es da noch irgendetwas zu erträumen gegeben hätte auf dieser sich so lautlos durch den Weltenraum drehenden Schreckenskugel … doch es gab und es gibt hier rein gar nichts mehr zu wünschen, es gibt keineswegs mehr irgendetwas zu erhoffen in der auf das Allerbeste eingerichteten aller Welten, es gibt überhaupt nichts mehr zu ersehnen inmitten dieses eiskalten Schweigens, das irgendwann einmal sich dem absoluten Nullpunkt anzunähern begonnen hat. Der Nullpunkt im Zeitalter der Nullen, die so lange schon das Zepter der Macht an sich gerissen haben und die nunmehr ihr geschwätziges Nichts in Form ihrer zunehmend absurder werdenden Verlautbarungen und Verordnungen von sich geben. Wenn Flaschen zu reden beginnen könnten, wenn eben solcherlei Flaschen die Tonart des allgemeinen Diskurses bestimmten, wenn Flaschen die öffentliche Meinung dominierten, wenn sie kulturelle Normen zu etablieren imstande wären, wenn sie darüber Verordnungen erlassen könnten, über das, was hierzulande zu sagen noch gestattet ist, was in unseren Gefilden überhaupt noch gedacht werden darf und was nicht, welche Gedanken hierzulande erwünscht und erfordert sind, welche erlaubt und welche illegal… es sind doch wieder und wieder die immergleichen Flaschen, die die allerlautesten Töne von sich geben, die nicht mal im Traum ihrer ursprünglichen Bestimmung nach zum Einschmelzen in die Glascontainer zu hüpfen gedenken, sondern die sich in impertinenter Weise aufgemacht haben zu den Schaltstellen der Macht. Diejenigen, die als Resultat einer Negativauslese in der obersten Etage unserer Gesellschaft angekommen sind, die sind nunmehr in der Lage, ihre ureigenen Dummheiten zur allgemeingültigen Norm erklären… nun ja, wie gesagt, es ist doch alles lediglich eine Frage der Einstellung, man kann sich sogar noch diese ganzen Flaschenbatterien schönreden, man kann sie ungestört schalten und walten lassen, ganz wie es denen beliebt, man wird vielleicht auch hin und wieder mal ein wenig Glasbruch erleben, wenn da einer von denen mal über seine eigene Dummheit stolpert, doch wird sich im Großen und Ganzen nicht allzu viel ändern, der Lauf dieser Welt wird zu allen Zeiten von der größtmöglichen Einfalt und der maximalen Impertinenz bestimmt.
Alles ist da. Unsere Welt vergeht ohne Lärm, sie verrinnt Stück für Stück, sie vergeht unter der Gleichgültigkeit eines von schwärzlich grauen Nebelschwaden verhüllten Firmaments. Wer wird es denn da überhaupt noch wagen, seinen Blick gen Himmel zu richten, wer hat denn heutzutage noch den Schneid, darauf zu warten, dass irgendwann vielleicht einmal der Nebel aufreißen wird und sich hinter dem allgegenwärtigen Dunst gnädigerweise eine weißlich leuchtende Kugel zeigt, deren Namen wir inzwischen leider vergessen haben. Wie nach und nach das alles vergessen sein wird, der Nebel von der anderen Seite der Rauchglasscheibe unweigerlich mehr und mehr in unsere Köpfe eingedrungen sein wird und das Dunkel der Schattenreiche Besitz ergriffen hat von dem Ort, an dem wir uns häuslich eingerichtet zu haben glaubten… Ja wir haben im Laufe der Zeit so unendlich vieles vergessen, so vieles ist ja nach und nach verflogen, falls wir überhaupt einmal irgendetwas gehabt haben sollen, was des Erinnerns hätte wert gewesen sein können, wenn da nicht schon immer so eine gähnende Leere zwischen den Ohren geherrscht hat. Halte einer dieser allgegenwärtigen Hohlbirnen einmal eine Taschenlampe ans Ohr oder stecke ihr ein brennendes Talglicht in den Rachen, so werden die Augen strahlend hell zu leuchten beginnen… nun ja, man kann sich doch so wunderbar echauffieren über diese allgegenwärtige Stumpfheit, über alle diese Vollidioten in den Machtpositionen, über die unausrottbare Apathie der Schlafbürger, man kann sich über das alles aufregen, man kann vor lauter Wut platzen, man kann auch in die unvernünftigste Raserei ausbrechen, man kann sein Blut in den Adern bis zum Platzen mit Hasshormonen übersättigen, dies alles wird keinesfalls auch nur ein Jota am Laufe der Dinge ändern, rein gar nichts… nichts und niemand wird hier mehr den Absturz in die Tiefe aufhalten können… Bald wird das alles ohnehin vergessen sein, niemand wird sich mehr daran erinnern können, dass es irgendwann einmal eine Welt vor der Eiszeit gegeben haben soll, ein Leben vor dem Tod, wozu also soll ich denn noch irgendwelche Worte verlieren, wo doch längst alles schon verloren ist und der Versuch, die Luft noch ein wenig mit meinen Schallwellen zu erschüttern, einem mehr als vergeblich erscheint… vielleicht kann man noch ein wenig als quasselnder Querulant auftreten, man könnte auch ebenso gut verbissen schweigen, man kann sich so weit wie nur irgendwie möglich aus diesem Irrenhaus herausnehmen, es kommt dann doch alles auf das Gleiche heraus… allerdings kann man auch in Windeseile in einem Irrenhaus landen, wenn man in dieser Welt der kollektiven Geistesgestörtheit als Einziger noch einigermaßen normal zu bleiben versucht, so etwas könnte ja die Schergen dieses Narrenhauses, in dem wir uns befinden, unverzüglich tätig werden lassen.
Die Narrenkönige an den Schaltstellen der Macht, die werden uns schon mit rekordverdächtiger Zielsicherheit in den sicheren Untergang führen, das ist gar keine Frage, jeder sieht das, der seine Augen nur einmal aufgemacht hat, allerdings ist die Blindheit gerade sehr in Mode gekommen… doch werden unsere Narrenkönige unsereins mit ihrer Rabulistik den allgemeinen Niedergang als Aufstieg verkaufen und wir Dummdödel werden ihnen auch noch Glauben schenken… auch daran besteht keinerlei Zweifel… Oder, sind die tumben Gestalten in den Machtpositionen vielleicht nicht einmal so hirnlos, wie sie uns erscheinen, sind sie nicht vielmehr böswillig, sind sie im Gegenteil nicht äußerst perfide, schauen wir womöglich gerade unbedacht in die Fratze des abgrundtief Bösen?… Haben die sich vielleicht eine Maske der tumben Harmlosigkeit aufgesetzt, sind sie reißende Wölfe unter dem Pelz eines saudummen Schafes, scheinbar zu blöde, um auch nur bis drei zählen zu können?… Solche Fragen stellt man sich doch besser nicht, schließlich leben wir ja in der allerbesten aller möglichen Welten und wir sollten uns deswegen mehr als glücklich schätzen… Ist es also die Dummheit oder ist es nicht vielmehr Bosheit, was war zuerst da, die Henne oder das Ei? Oder perpetuieren sie sich nicht gegenseitig, die Dummheit erzeugt die Bosheit, und die Bosheit lässt die allgemeine Verdummung ins Unermessliche steigen, es wird ein perfektes Perpetuum Mobile sein… das einzige, bei dem Gewissheit besteht, dass es überhaupt funktioniert… allen Physikprofessoren zum Trotz, die uns lauthals einreden, ein Perpetuum mobile sei ja ein Ding der Unmöglichkeit, hier haben wir den Gegenbeweis, der Energieerhaltungssatz ist außer Kraft gesetzt, die Dummheit und die Bosheit perpetuieren sich gegenseitig, mit fortwährender Eskalation der Idiotien und der Gemeinheiten, bis es irgendwann, irgendwie zum Absturz in die Barbarei kommen wird und danach kommen wieder einmal diese immergleichen abgedroschenen Rituale von Reue und von Zähneknirschen, dieses pathetisch herausgerufene „Nie wieder!“, und doch wird sich solch ein Perpetuum mobile mit Zwangsläufigkeit wieder in Bewegung setzen, mit exponentiell anwachsender Geschwindigkeit wird es auf die ewig gleiche Weise immer wieder neue Dummheiten, immer neue Gemeinheiten ausstoßen, wahrscheinlich gibt es ohnehin nur eine einzige Konstante im Universum, das Wechselspiel zwischen Dummheit und Niedertracht...
Nun ja, erfreuen wir uns doch der allgemeinen Einfalt, unterwerfen wir uns der allumfassenden Bosheit, bekannterweise kann man ja in einer Gesundheitsdiktatur Gemütszustände anordnen, mit Sicherheit wird man dies auch tun, zur Not auch unter Zuhilfenahme irgendwelcher Zwangsmaßnahmen, man gibt einen Erlass aus, man verordnet unsereins den allerheftigsten Freudentaumel, die mit der Ableistung der Freudentaumelpflichten Beschäftigten taumeln ein wenig bei der Erfüllung ihrer Jubelnorm, sie taumeln mehr als heftig... ja, sie geraten unter dem Einfluss der Glückspillen in ekstatische Zuckungen, sie taumeln am besten in den abgrundtiefen Abgrund, sie stürzen hinunter in die abgrundtiefe Tiefe und nur einige wenige Sekundenbruchteile vor dem Aufschlag, da werden die auch noch beklatschen, dass es bisher doch so gutgegangen ist… ach, wie sehr freuen wir uns, während wir so wunderbar frei und so herrlich ungebunden in die Tiefe sausen, die Ausschüttung an Glückshormonen im Rausche des Absturzes… und kurz vor dem allerletzten allerheftigsten Knall ist der Jubel am allerschönsten...
Sie, verehrtester Lesepöbel, und ich, der unselige Schreiberling dieser mehr als armseligen Zeilen, unsereins ist ja doch zum Schweigen gebracht worden, vielleicht kann ja der Eine oder der Andere noch ein klein wenig seine Wut in irgendein hermetisch verschlossenes Öhrchen hineinbrüllen, doch wird außer einer gewissen Emotionsentladung wohl nicht allzu viel geschehen, vielleicht gibt es noch ein wenig verständnisloses Kopfschütteln von Seiten der Umstehenden, das wird es dann aber auch gewesen sein… die mit einem solchen unverhofften Wutanfall konfrontierten Passanten werfen einem vielleicht noch einen kurzen, angsterfüllten Blick zu, dann huschen sie so hurtig wie die Mäuslein auf die andere Straßenseite, sie verdrücken sich in irgendwelche Hauseingänge, sie eilen schnell hinein in das heimische Mausloch, in die Gefilde der heimeligen Sofas, hinauf auf den schwerhörigen Ohrensessel. Die Ohrmuscheln, die sind hermetisch mit Korken verschlossen, das Maul ist vorschriftsgemäß hinter dem angeordneten Maulkorb verborgen, der resignierte Blick ist auf den allgegenwärtigen Straßendreck gerichtet… seht her, dies ist die Haltung, die unserem gegenwärtigen Status als Leibeigenen entspricht... nun ja, wir sollen ja schließlich Haltung zeigen, so seit Jahren die Verlautbarung unserer Eigentümer, wir sollen doch gefälligst Sklavenhaltung zeigen, wieder und wieder wird uns auch gesagt, wir sollten Gesicht zeigen, also genau das, was uns gerade verboten worden ist, am besten zeigen wir Gesicht, indem wir jetzt wie irgendein widerwärtiger Straßenköter diesen Maulkorb tragen, schwanzwedelnd vor der Macht, ach ja, die Widersprüche all‘ dessen, was man uns eintrichtert und alle diese Jubelparolen, was für ein Erfolgsmodell unser aller Niedergang doch sei, die finden ja keinerlei Ende, das kann ja auch nichts weiter sein als ein endloses Geschwurbel, es ist ein ermüdendes Gesülze, es sind ja wieder und wieder die immergleichen Worthülsen über irgendwelche Solidarität, die wir ausgerechnet jetzt zu zeigen hätten... ja, die liebe Solidarität, die roten Fahnen und die Parolen, die Schreihälse vor Mikrophonen, die Brüllaffen, die der Menge einheizen in irgendwelchen Sportpalästen… wollt Ihr den totalen Staat?… und das Jubelgeschrei dieser hirnlosen Massen, es nimmt kein Ende… alles steht jetzt auf und klatscht frenetisch Beifall, wenn mit Pathos und mit sentimentalen Phrasen die Totalversklavung des Menschengeschlechtes propagiert wird… soll ich jetzt etwa aus Solidarität mit denjenigen, die mit ihrem Sklavenstatus so einverstanden, die ja so voll und ganz zufrieden sind, auf jegliche Selbstbestimmung verzichten? Nichts auf dieser gottverdammten Welt sieht zufriedener aus als irgend so ein Schwein, das vollgefressen im Dreck liegt, soll ich jetzt aus Solidarität mit eben diesem blöden Schwein ebenfalls im Dreck liegen? Bin ich etwa solidarisch, wenn ich mich gleich den Anderen einsargen lasse, weil die Anderen einfach nur so widerwärtig feige, weil sie allesamt zu dumm und zu träge sind, sich doch gefälligst mal um ihren eigenen Krempel zu kümmern, wenn die zu viel Furcht haben, auch nur mal einen einzigen Schritt vor ihre dämliche Tür zu tun, soll ich dann aus lauter Angst mich jetzt etwa auch noch in den Keller verkriechen, soll ich mich dort einschließen und den Schlüssel wegwerfen, nur damit diese ewig Überängstlichen ihrer eigenen Feigheit nicht gewahr werden? Soll ich jetzt etwa so tun, als sei ich in einer Moribundenklinik und warte nur noch darauf, dass der Sperrmüllwagen komme und einen mitnähme? Oder soll ich jetzt aus lauter Solidarität mit den Anderen wie ein Lemming mit über die Klippe springen, wenn die doch allesamt darauf versessen sind, unterzugehen, soll ich dann… ebenfalls…?
Das Schweigen, ja, es hatte begonnen, als es rein gar nichts mehr zu sagen gegeben hatte, als sämtliche Worte verklungen, als alle Gedanken endgültig im luftleeren Raum verflogen waren. Eine tiefgefrorene Kugel, ein verschneiter Kirchhof, die Endlosigkeit unzähliger zu Ewigkeitskonfetti gerissenen Stunden, es sind lauter zerknüllte Tage, die sich in endloser Abfolge zu Wochen, zu Monaten, zu Jahrhunderten, möglicherweise auch zu Jahrtausenden aneinanderreihen. Was hätte man denn schon sagen können... angesichts dieser allumfassenden Sprachlosigkeit angesichts einer Welt, die sich scheinbar der Demenz ergeben hat, möglicherweise auch nicht nur scheinbar, sondern es ist ja auch tatsächlich zu befürchten, dass alles, was den Menschen bislang ausgemacht hatte, doch längst schon irgendwohin versickert ist, der Geist, die Emotion, die Willenskraft, dass wir schlussendlich nichts weiter mehr als ausgeleerte Hüllen vor uns haben, halbwegs biologische Roboter… ja, wir leben hier in einer lobotomierten Gesellschaft, in einer Ansammlung von mehr als hirnlosen Automaten… lauter Ameisen sind das... es ist eine mehr als widerwärtige Chineserei, die man hierzulande zu sehen bekommt, man kann sich ja überhaupt nur noch davor ekeln, in diesen unseligen Zeiten überhaupt noch raus auf die Straße zu gehen, sich unter alle diese Gesichtslosen zu mischen, unter diejenigen mit den weißen oder mit den türkisfarbenen Seuchenlappen vor der Fresse, mal sind die jetzt auch so herzhaft bunt oder zur Abwechslung in dekorativem Schwarz mit einem Hauch von Sado-Maso... Latex und Peitsche… ein Odeur von Perversität, von Siechtum und Verwesung schwebt über diesem Land, es ist eine allgegenwärtige Duftnote von Niedergang und Zerfall… manchmal zerreißt dann auch so ein Gummiband, welches diesen stinkigen Seuchenlappen festgehalten hat und das Ding liegt dann auf der Straße, unser liebes Deutschland wird durch Müll erst schön… Nun ja, mein heißgeliebter und hochverehrter Lesepöbel, wenn Sie mal so ein Ding auf der Straße liegen sehen, was hindert Sie denn eigentlich daran, eine Photographie davon anzufertigen und diese zusammen mit dem Standort an das zuständige Ordnungsamt oder an die Polizei zu schicken, damit diese Idioten mal ein wenig beschäftigt werden, die haben doch sonst nichts zu tun... Dass von diesen Spezialisten so eine Bazillenschleuder, anfassen dürfen Sie dieses Ding ja keineswegs wegen der Seuchengefahr, fachgerecht entsorgt werden kann. Die schicken dann einen Trupp im Ganzkörperkondom los, um solche Virenschleudern mit der Einwegzange von der Straße aufzulesen und in einer Sondermüllverbrennungsanlage unschädlich zu machen.
Seit Jahrzehnten wird man ja Tag für Tag mit diesen ganzen Parolen beschossen, man solle doch unter allen Umständen die Verwendung von Plastik vermeiden, man solle nur ja keine Kohlengase ausstoßen, man solle seine eigenen Bedürfnisse doch bedingungslos denen der Mutter Natur unterordnen. Ja, und dann liegen plötzlich massenhaft diese türkisfarbenen Baumwollfetzen mitsamt ihren Plastikringen und Gummibändern überall, wo man nur hinschaut, auf dem Boden, auf den Parkbänken, vor dem Geldautomaten, im Gebüsch und auf den Fensterbrettern… irgendwann, wenn diese Schnupfenpest nur einmal lange genug angehalten hat, dann schaut wohl alleine noch der Fernsehturm aus diesem aufgehäuften Maskenmüll heraus, oder diese Dinger werden allesamt in den Ozean hinausgespült, weißliche und türkisfarbene Fischschwärme durchpflügen den Atlantik, der Pazifik ist schon mehr als übersät damit, ein Gewimmel von Atemschutzmasken, die Netze der Fischer sind voll davon, die können dieses Zeugs dann einsammeln, die können es trocknen und erneut auf den Markt werfen, irgendwann landen die schon wieder bei uns, Billigimport aus Billigstan, niemand wird hier mehr wissen wollen, wer alle diese Dinger schon mal getragen hat… und erführe er auch noch, wie solche Masken überhaupt hergestellt worden sind in irgendwelchen Dreckslöchern, in welchen die Sklavenarbeiter an ihren Nähmaschinen unter den Nackenschlägen ihrer Antreiber verwest sind, wie dieses Zeug auch noch tonnenweise zwischen Straßendreck und den allgegenwärtigen Ratten gelagert wird, bis irgendwelche ungewaschenen Hände es in Pappkisten einpacken und in unser hygienebeflissenes Absurdistan verschiffen lassen, die Erreger der Schnupfenpest und noch ganz viele weitere Sauereien kleben schon daran... während der Überfahrt haben die dann mehr als genügend Zeit gehabt, sich fleißig zu vermehren, das alles ist doch Bazillenrecycling vom Allerfeinsten, aber darüber wird man nicht sprechen dürfen, man wird nur ein wenig verlegen schweigen, man wird mehr als süßlich lächeln unter diesen Lappen, man wird wieder und wieder abwiegeln, man wird das alles rechtfertigen. Man wird als freudiger Untertan in mausgrauer Fröhlichkeit lauthals das Glück der Unterwerfung preisen… falls man überhaupt noch einen Ton herausbekommt, falls diese ganzen Bazillen in diesen Lappen nicht schon längst ihre Arbeit geleistet haben, falls die Schimmelpilze in den Stofffetzen nicht schon auf die Stimmbänder und auf die Lungenflügel übergegangen sind, da hustet und da schnieft man und man kann keinesfalls mehr aufhören damit, und es ist nicht mal die Schnupfenpest, die einen so husten lässt, es ist das muntere Pilzwachstum in der Lunge, man verschimmelt zuerst an der Innenseite, von dem einen Organ bis zum nächsten und zum übernächsten, bis sich irgendwann der blaugrüne Rasen munter über die ganze Haut ausgebreitet hat, aber das alles hat ja nichts mit der Maske zu tun, nichts hat mit nichts niemals irgendetwas zu tun gehabt, schreiben Sie sich das nur hinter die Ohren, wenn Sie ein guter Untertan sein wollen!… Nichts hat mit der Maske zu tun, Sie können auch darunter ersticken und Sie können tot umfallen, dann sind Sie eben umgefallen und erstickt, aus schierer Langeweile, weil Sie schlicht und einfach nichts Besseres zu tun gehabt hatten, Ihre Kinder können auch in der Schule ohnmächtig von den Bänken plumpsen, nun ja, den Verordnungen muss buchstabengetreu Genüge getan werden… was schert denn die Staatsmacht schon das Schicksal Ihres Nachwuchses, wenn die Kindlein allesamt tot umfallen vor lauter Atemnot, dann ist das eben postnatale Schwangerschaftsunterbrechung, also ein Akt der Selbstbestimmung und der Emanzipation, ein erzreaktionäres Nazischwein, wer etwas dagegen einzuwenden hätte...
Niemand auf der ganzen Welt hat so edle Tyrannen wie unsereins. Nirgendwo ist die Unterwerfung so komfortabel, nirgendwo sonst ist das Joch der Entmündigung so leicht… ja, man gibt doch freiwillig seinen Mund an der Garderobe ab, man hängt ihn an den Haken, man hängt sich bereitwilligst diesen Lappen vor das nicht mehr vorhandene Gesicht, welches man ja vor so unendlich langer Zeit mal verloren hatte… man trägt jetzt sein Bazillenbiotop vor der Fresse und man glaubt, sich damit zu schützen. Schnuller würden einen vielleicht auch nicht viel weniger behüten, womöglich wird auch dieser Staat irgendwann einmal eine Schnullerpflicht verhängen über das ganze Land, um die böse Schnupfenpest einzudämmen… wenn ihr nicht so werdet wie die Kinder, so hieß es doch einmal in irgendeinem heiligen Buch… auch das werden wir Untertanen bereitwilligst mitzumachen haben, den allergrößten Blödsinn machen wir mit… und wehe, wehe, wehe, wenn dann sich da mal einer ohne seinen Schnuller auf die Straße wage… eine Horde von Straßenschlägern und Denunzianten und von Scheiterhaufenfetischisten wird sich an seine Fersen heften… und diesem Gefährder der öffentlichen Sicherheit ein gewaltsames Ende bereiten...
Man spricht hierzulande besser überhaupt nicht, bestenfalls wiederholt man alle diese offiziellen Verlautbarungen des Bundesverwirrungsministeriums. Am besten plappert man alles das nach, was einem von der allerhöchsten Stelle vorgegeben worden ist, unser aller Hofvirologe Dr. Osten mit seinen ewig ungewaschenen Haaren hat zu uns gesprochen, ex cathedra unter Berufung auf die virologische Unfehlbarkeit, er hat ja uns allen schließlich eine Extradosis Todesangst verordnet, die Pupillen weiten sich zu Saugnäpfen, werden wir jetzt allesamt zu sterben haben?… früher, in den fast schon vergessenen Zeiten vor der Schnupfenpest, da hatte man ja noch irgendwelches Drogenzeug einwerfen müssen, um solcherlei Augen bekommen zu können… heute bedarf es doch nur noch der Schlaftablettenstimme irgendeines Gesundheitsexperten… wie dieser mit seiner lächerlichen Fliege am Hals wieder und wieder in der Glotze seinen Wortmüll zum Besten geben darf… im Fernsehen spricht zu uns der hochehrwürdige Baldrian, fallen wir Nichtswürdigen vor ihm devot auf die Knie, lutschen wir ihn seinen hochheiligen Plüschpantoffel, lauschen wir seinem erhabenen Geschwurbel, unser geliebter Führer spricht... er ist ja wirklich eine Leuchte, ein wahrhaftiger Schwurbelgenerator ist das, ein bedeutendes Dunkellicht… beten wir es an… der allerhöchste, der erlauchte und gebenedeite Baldrian hat zu uns gesprochen, der Seuchenprophet mit der Schlaftablettenstimme, während unsereins vor den Volksempfängern sich devot die Kniescheiben durchgerieben hat und gebannt auf die ramponierten Zähne, auf die fettigen Haare und auf diese lächerliche Fliege am Hals starrte… der hocherhabene Baldrian, gepriesen sei sein Name, er wird uns retten… oder es spricht der Weißwurst-Churchill aus dem fernen Bayern, Blutwurst, Schweiß und Tränendrüsen, die fränkische Phrasendreschmaschine beweist wieder einmal ihre Krisenlösungskompetenzvortäuschungskompetenz, kann man solcherlei Gestalten eigentlich noch ernst nehmen…? Wo sind sie denn alle, diese unzähligen Toten, meterhoch auf den Straßen übereinandergestapelt, die der große Baldrian und sein Hygieneklerus uns wieder und wieder vorhergesagt haben, bis zum Erbrechen haben die ja ihre apokalyptischen Vorhersagen heruntergebetet, es sind doch in allen anderen Jahren auch irgendwelche Leute verreckt, ohne dass das irgendeine Sau gekratzt hätte… aber diese Toten werden ja erst dann wichtig, wenn sie denen an den Schaltstellen nützlich sind, nützlich im Sinne der Staatskrake, nützlich im Sinne der staatstragenden Hohlbirnen, der Nebochanten in den Entscheidungsgremien… Und manchmal, ja, da frage ich mich doch ernsthaft, werden die dann irgendwann losgehen und werden die ihr Gift zu streuen beginnen, damit die endlich ihre ersehnten Leichenberge bekommen, um ihr so jämmerliches Gesicht zu behalten, um ihr mehr als erbärmliches Leben zu bewahren, das ansonsten wohl unrettbar verloren wäre, wenn dieser ganze Schwindel endlich einmal auffliegen würde…?
Die entmündigten Papageien werden einem da natürlich widersprechen, sie werden im Chor losschnattern, dass das doch alles lediglich zu unserem Besten geschähe, dass wir doch nur deshalb entmündigt seien, um unsereins vor uns selbst zu schützen. Nun ja, mein Auge fällt auf dieses unappetitliche türkisfarbene Stückchen Baumwollstoff, welches das Gesicht zu einer angeschimmelten Kartoffel verunstaltet, ist so etwas noch ein Mensch, kann so ein Wesen überhaupt noch als ein Individuum angesehen werden, oder ist es nicht vielmehr ein behandlungsbedürftiges Etwas, das seine Unterwerfungslektionen so vorbildlich absolviert hat. In der Tat, es geht da wohl um nichts anderes mehr als um unsere Kapitulation, es geht um den Gehorsam, es geht um unsere Selbstaufgabe. Ob unsereins gesund ist oder nicht, den Oberen, den Machthabern, den Krisengewinnlern, denen ist das doch mehr als gleichgültig, für die sind wir ja eigentlich niemals irgend etwas anderes gewesen als Fußabtreter, ja, ich würde sagen, es ist denen doch um einiges lieber, wenn unsereins chronisch krank ist und dahinsiecht, dann können die sich da oben in aller Ruhe ihre Taschen vollstopfen und wir können denen auch keinerlei Konkurrenz mehr sein, das, was oben ist, das soll ja schließlich auch oben bleiben und das, was unten ist, nun ja, das tritt man in den Straßenstaub… da, in den Dreck, in dem auch schon diese Masken liegen… in dem Dreck, in dem auch wir bald liegen werden, wenn wir nicht aufpassen, wenn wir nicht endlich einmal aufzuhören beginnen, vor der Macht zu kriechen, wenn wir doch endlich einmal gefälligst aufhören würden, deren Verlautbarungen und Lügengeschichten überhaupt noch irgendwelchen Glauben zu schenken.
Aber, so tönt es aus den unzähligen Lautsprechern, wieder und wieder wird es uns ja vorgebetet, dass sämtliche Maßnahmen doch nur… ja, dass es die Fürsorglichkeit unserer Entscheidungsträger sein soll, die sich hierzulande Tag für Tag aufopfern, die für unser aller Wohl so unermüdlich tätig sind, dieses leuchtend gelbe Ding droben am Himmel würde ja unverzüglich aufhören, von Horizont zu Horizont zu eilen, würden die da oben nicht so emsig wirken, Tag und Nacht... unsere Welt würde sich ja nicht mehr weiter drehen können, gäbe es unsere Verwaltungen, gäbe es alle diese Tintenburgen nicht. Auch unsereins ist ja schließlich nur entstanden durch einen Verwaltungsakt, am Anfang des Lebens, da steht das Zeugungsformular, da steht die Geburtsurkunde, da steht der Impfpass, da steht die Respirationsbefugnis, da steht der Atemberechtigungsschein. Später dann die Mühlen der Festplattenformatierung, im Volksmund wird es auch Bildungssystem, da wird es Schule, wird es Universität genannt. Was dieser ganzen Sache noch eine besondere Würze verleiht, in der großen Kulturrevolution vor einigen Dekaden wurde unsereins der allgemeine Ungehorsam gepredigt und jetzt werden wir im Umkehrschluss darauf dressiert, ausgerechnet denen widerspruchslos zu gehorchen, die uns gerade eben erst den Ungehorsam beigebracht haben. Eine genormte Aufmüpfigkeit, das war die Kulturrevolution gewesen, die die Popkultur hervorgebracht hatte... es war nichts gewesen als Stürme in den Wassergläsern, die Oligarchen haben danebengestanden und wie rieben die sich die Hände… Forcierter Hedonismus als Werkzeug zur Deaktivierung des soziokulturellen Immunsystems… was sind das nur für Wortungetüme, die ja kein Mensch mehr versteht, seitdem unsere Sprache einem unartikuliertem Schweinegrunzen gewichen ist... das Versprechen einer Freiheit ohne jegliche Verantwortung… um mit umso größerer Sicherheit die Menschheit in eine konforme Masse ferngesteuerter Roboter zu verwandeln… pass‘ auf, Alter, ich weiß, wo Dein Haus wohnt... nun ja, wir sind jetzt allesamt so dumm geworden, wie die uns haben wollten, die Dummheit der Regierten ist ja die Voraussetzung für deren Versklavung.
Zumeist erkennt man den Betrug erst dann, wenn alles verloren ist, wenn das Leben verpfuscht, wenn die Kraft, das Steuer noch irgendwie herumzureißen, einem schon längst dahingeschwunden ist. Man ist sein Leben lang irgendeiner angeschimmelten Karotte hinterhergelaufen, und niemals hatte man danach geschaut, zu wem die Hand gehörte, die eben diese Karotte gehalten hatte...
Verstehe da einer die Welt! Mittels Unterwerfungsexamen geht es zum diplomierten Kadavergehorsam, um dann endlich, endlich ein mit unerhörten Privilegien ausgestatteter Funktionsträger werden zu dürfen in dieser Irrsinnsmaschine, da wird man im Laufe der Zeit ein saturiertes Zahnrad, wenn auch zahnlos... zumindest in mentaler Hinsicht sind wir das ja so lange schon, unser aller Denkvermögen ist doch durch die allgegenwärtige Propaganda ohnehin längst schon kastriert worden... manche entwickeln hierzulande gar eine Virtuosität der Demenzmaximierung, solcherlei Subjekte stellt man dann auf einen Sockel, man behängt sie mit blinkenden Orden und mit Auszeichnungen und sämtliche Bewohner unserer Irrenanstalt werden wieder einmal das tun, was sie schon immer gemacht haben, sie werden devot auf die Knie zu fallen und eifrig den vorgehaltenen Fußpilz abzulutschen...
Leibeigene, Sklaven also, nichts anderes als das sind wir doch in den Augen derer, die diese Menschenfarm betreiben, welche sich Deutschland, welche sich Europa, welche sich Weltgemeinschaft nennt und die ja doch nichts weiter als ein Sklavengehege ist, in welchem sie ihre Schergen losschicken, ihre Steuermelkknechte, die Blockwarte und die Ochsentreiber, doch darüber zu sprechen zu versuchen, das käme ja einem Sakrileg gleich, heißt es doch, wir seien doch immerhin frei und wir könnten nun mal tun und lassen, was immer wir nur wollten… ich hingegen wage zu behaupten, niemals in der Menschheitsgeschichte hat die Sklaverei aufgehört zu existieren, im Gegenteil, es gibt die Leibeigenschaft mehr denn je, von Tag zu Tag wächst die Anzahl derer, die in die Leibeigenschaft gefallen sind, es gibt jetzt so unendlich viele Sklaven, nahezu jeder ist jetzt einer, der Wert eines einzelnen Sklaven ist mittlerweile derartig in die Tiefe gerauscht, so dass es sich gar nicht mehr lohnt, eine Besitzurkunde für einen solchen auszustellen… lieber lässt man so einen depperten Sklaven für seinen Schlafplatz selber aufkommen, soll er sich doch nur selbst antreiben, soll er sich nur selbst überwachen, soll er seine Versklavung doch nur selbst organisieren, die effektivste Form der Sklaverei ist ja die Illusion einer Freiheit, die es gar nicht gibt...
Manchmal vielleicht gibt es sogar einen Sklavenaufstand, immer dann, wenn die Insassen eines Gemeinwesens sich auf die Gefängnishausordnung berufen, wenn sie mit dem Grundgesetz in der Hand auf der Straße stehen, wenn sie die Schergen zur Einhaltung der Gefängnisregeln auffordern, nun ja, wir sind ja hier schließlich die Gefangenen und die sind die Wärter… nicht umgekehrt... und so ein Gesetz gilt ja ohnehin nur so lange, solange es denen opportun ist, denn letztendlich ist ja ein jedes Staatswesen ein Gefangenenlager und damit ist es ein rechtsfreier Raum, eine Simulation des Rechts… In den Verfassungen ist das Sklavenhaltungsmonopol des Staates festgeschrieben, mehr oder weniger mit Euphemismen und mit feierlichen Erklärungen verbrämt, doch ändert dies nicht das Geringste an der Tatsache, dass die Staatsmacht unsereins als ihr Eigentum betrachtet. Ebenso der Vatikan, der in irgendwelchen päpstlichen Bullen sich als Eigentümer sämtlicher Staaten und damit aller Menschen betrachtet, wir alle sind ja Sklaven Gottes, genauer gesagt, Sklaven dessen Stellvertreters. Nur, wer beschäftigt sich denn schon mit diesem alten, in unverständlichem Kirchenlatein verfassten Zeug? Da gibt es irgendwo irgendwelche mittelalterlichen Pergamente, die in nasskalten Kellern vergammeln, auf denen unsere Leibeigenschaft für alle Zeiten festgeschrieben sein soll? Und dieses Geschreibsel stünde über unseren Gesetzeswerken? Gilt denn überhaupt noch dieses vielbeschworene Grundgesetz, gelten überhaupt alle diese anderen Gesetze? Befinden wir uns im Kirchenrecht, befinden wir uns im Seerecht, sind wir womöglich in der Piratenrechtsordnung oder haben wir in Wahrheit niemals irgendetwas anderes gehabt als das gute alte Faustrecht? Ist nicht irgendwann einmal der Artikel, der den Geltungsbereich dieses Grundgesetzes bestimmt hatte, gestrichen worden, sodass es vielleicht auf dem Mond oder auf dem Mars oder auf dem Saturn gegolten hätte, aber doch nicht hier? Und wenn das Recht nicht gilt, weil das Land, in dem es gelten soll, nicht einmal ordnungsgemäß definiert worden ist, wo leben wir dann, auf hoher See? Fragen, die man nicht stellen sollte, weil man mit solchen Fragestellungen sich als potentiell schädliches Element zu erkennen gibt. Jede Frage, so berechtigt sie auch wäre, die ist eine Störung des allgemeinen Gehorsams, dem täglichen Trott zu der Steuermelkmaschine. Eine Herde, die hat nicht zu denken, die hat keinerlei Fragen zu stellen. Eine Herde, die hat doch einfach nur in die vorgeschriebene Richtung zu trotten und die soll sich widerspruchslos die Haut abziehen lassen.
Man hält sich einigermaßen an eine Ordnung, die womöglich nicht wirklich gilt, aber von Seiten der Macht könnte es zeitweise opportun sein, die Illusion eines gültigen Rechtsrahmens aufrechtzuerhalten, im Ernstfall kann dann allerdings ohne irgendwelche Bedenken alles, was da schwarz auf weiß auf dem Papier gestanden hat, beiseite gewischt werden, ohne irgendwelche gültigen Gesetze zu verletzen, denn diese Gesetzeswerke haben doch so lange schon nicht mehr gegolten… Also, sie haben sich buchstabengetreu an Recht und Gesetz gehalten, als sie das Recht gebrochen hatten, eben, weil dieses Recht immer schon eine Illusion gewesen ist...
In einem solchen Sklavengehege, verfasst nach Grundgesetz, nach Landesverfassung, nach internationalem Seerecht, nach kanonischem Recht, nach monetärem Faustrecht, da wird man fassungslos, da wird man still, während alles ringsum stillschweigend tiefgefroren ist, man ergibt sich der allgemeinen Gleichgültigkeit, man wird da unweigerlich grau und gebeugt, so, wie hierzulande alles schon längst so grau und müde im Banne der Schnupfenpest geworden ist. Wobei Grau die einzige Farbe ist, die sie uns noch gelassen haben, man variiert vielleicht ein wenig zwischen Mausgrau, zwischen Tiefgrau, Aschgrau und Steingrau, solange einem diese Möglichkeit überhaupt noch bleibt, solange da noch nicht ein Erlass herausgegeben worden ist, dass nunmehr irgendwelches Einheitsgrau der einzig und alleine zugelassene Farbton sei… das alles ist doch lediglich eine Frage der Zeit… man resigniert und man gibt sich auf, wenn Tag für Tag, wenn Stunde für Stunde... wenn die fürsorglichen Tentakeln unserer Beschützer, in Wahrheit Eigentümer, einem die Luftzufuhr abdrücken... immer dann, wenn unsere Verwalter, wenn unsere Statthalter ihre Verlautbarungen abgeben werden in ihrer Seuchensprache, wenn sie da ihre allgegenwärtigen Spitzel und ihre Denunzianten aussenden, wenn sich schlussendlich die allerfinsterste Nacht herabgesenkt hat über dieses Land unter dem Leichentuch, wenn…, ja wenn… die Untertanen sitzen in den Tiefen ihrer Keller, die sind allesamt so kleinlaut und so schweigsam geworden, die sitzen so vorzeitig gealtert unter einer trübsinnigen Funzel in ihren Seuchenbunkern. Der schwarze Tod ist ausgebrochen, so wird man es jetzt überall zu hören und zu lesen bekommen, wenn da irgendjemand irgendetwas überhaupt noch hören und noch lesen will... allerdings sind solche Fähigkeiten doch den meisten Hohlbirnen in der allerschönsten aller Menschenfarmen doch längst schon abhandengekommen, sie hören nicht, sie sehen nicht und das Amt ernährt sie doch… zumindest, solange sie als verantwortungsbewusste Untertanen in vorauseilendem Gehorsam durch Tragen des Gesslerhutes über Mund und Nase ihren Demenzpflichten nachkommen…
Ja, alles ist da… vor allem in diesen Seuchentagen, die ja nicht wirklich Tage, sondern lediglich mühsam erhellte Nächte sind, während des trostlosesten Maskenballs, den unsere Welt bisher gesehen hatte… das alles ist da, die schönste und die beste aller Menschenfarmen ist mit den heißgeliebtesten und mit den hochverehrtesten Aufsehern und mit etlichen ein Quentchen weniger verehrten, aber umso mehr gefürchteten Kettenhunden ausgestattet, diese stürzen sich auf einen, sie beißen zu, und wenn sie das einmal nicht tun, so sind es doch die dienstwilligen und die unterwerfungsbeflissenen Mitsklaven, die solcherlei Tätigkeiten umso bereitwilliger ausführen... so dass es dieser Kettenhunde keineswegs bedarf... diese werden vielleicht im Hintergrund für alle Fälle an der Kette gehalten, sodass unsereins sich ganz ohne Zwang bereitwillig in das vorausbestimmte Schicksal als Verfügungsmasse fügen kann… Ja, als diensteifriger Sklave, da prügelt man sich um die Brosamen der Macht, bereitwillig übernimmt man da irgendwelche Verantwortung und man bespitzelt und denunziert seine Mitmenschen. Wenn irgendjemand es da nur wagen würde, seinen Saurüssel aus seiner Spaßmaske herauszustrecken, so etwas wäre ja nicht weniger unschicklich, als wenn hier irgendjemand auf der Straße seinen Hosenstall öffnen würde und seinen Pillemann munter an der frischen Luft baumeln ließe... Wahrscheinlich hätten sie für herausgestreckte Genitalien sogar noch wesentlich mehr Verständnis, bei ersterem, bei der Drecksnase im Freien, da kommen sie dann allesamt angelaufen, die selbsternannten Blockwarte, die Volksverpetzer, die Meldegänger, sie krakeelen und sie denunzieren, sie laufen zur Seuchenbehörde und sie denunzieren das schamlose Vorzeigen von Gesichtsgenitalien, und das Seuchenamt schickt unverzüglich, ganz ohne Zögern, eine Hundertschaft Marsmännchen im kleidsamen Ganzkörperkondom und mit der Gasmaske los, um den Renitenten einzufangen, diesen in ein Seuchenlager einzusperren oder am besten gleich prophylaktisch zu füsilieren...
Wozu das alles, wozu diese ganze brodelnde Wut, wozu alle diese maßlosen Übertreibungen, wozu dieser ganze Zorn über Dinge, die unsereins ja ohnehin nicht ändern kann, immerhin haben wir ja unsere Volkszertreter selber gewählt, und jedes Volk habe nun mal die Regierung, die es verdiene… nun ja, es gibt da einen Zynismus der Herrschenden, die sich da ins Fäustchen lachen über solcherlei Sprüche, mit denen ihre Untertanen klein gehalten werden… Demokratie ist ja nichts als die Illusion einer Mitbestimmung, die herrschende Klasse muss doch nur ein klein wenig tiefer in die Tasche greifen und sich sowohl den Amtsinhaber wie auch dessen Gegenkandidaten in die Tasche stecken, was alles im Gegenzug ließe sich dafür gewinnen?… Jeglicher ernsthafte Widerstand wäre doch im Keim erstickt, wenn man nur die Köpfe sämtlicher Bewegungen kontrolliert, die Opposition keinesfalls weniger korrupt als die Regierung und beide fressen sie ohnehin aus demselben Futternapf, den die wirklich Herrschenden ihnen hingestellt haben… Nicht aus Zufall tauchen im rechten Moment irgendwelche Bilder auf von dem drogenabhängigen Filius eines dementen Präsidentschaftskandidaten mit irgendwelchen kleinen Mädchen, ja, regt Euch nicht auf… dieser gute Mann lässt doch nur die Kindlein zu sich kommen,… was wollt Ihr denn, sexuelle Befreiung von erstickender Moral auch für die Kleinsten… er raucht ein wenig Crack dabei… die Chinesen können sich das in ihrer Glotze ansehen, seht doch nur die Verhältnisse im fernen Amiland, wie verkommen die dort alle sind,… was wollt Ihr denn, Ihr Bastarde, dieser Kerl schützt doch nur die Jugend, indem er denen dieses Teufelszeug vor der Nase wegraucht… und... wenn der berechtigte Zorn endlich einmal diesen Kandidaten hinweggespült haben sollte, dann tritt ein anderer auf, der nicht weniger Dreck am Stecken hat, Schießbudenfiguren produziert dieses System im Sekundentakt, die werden billigst in Fließbandarbeit hergestellt, hastig zusammengeschraubt von chinesischen Sklavenarbeitern, irgendwo werden noch die Korruptionsprogramme auf die Festplatte draufgespielt, dann kann man so einen Pappkameraden als Hoffnungsträger, als Volkstribun, als Erlösergestalt auf die tumbe Menschheit loslassen, und wieder gehen einige Jahre mit trügerischen Hoffnungen verloren, während sich die Oligarchen munter die Taschen vollstopfen und die Regelwerke, die unsere Totalversklavung für alle Zeiten festschreiben, der Vollendung näherbringen. Wahrscheinlich existieren von unzähligen Spitzenpolitikern kompromittierende Bilder, gibt es Dossiers, mit denen die allesamt an einer kurzen Leine gehalten werden, womöglich haben die ja nur deswegen auf der ganzen Welt mitgemacht, weil ansonsten über sämtliche chinesischen Bildschirme geflimmert wäre, was die da allesamt so machen, wenn die sich unbeobachtet glauben… wie würde der Lauf der Welt aussehen, wenn unsere Staatsoberhäupter einmal nur ihre dämlichen Runzelpimmel in ihren Hosen lassen könnten… aber das können die ja nicht, die löffeln wohl Karnickelpulver den ganzen Tag, bis die so richtig wild geworden sind und über alles herfallen müssen, was Körperöffnungen hat...
Aber unsereins will das alles ja gar nicht wissen, was schert uns der Sachsensumpf, was schert uns ein Dutroux im fernen Belgistan, was schert uns der Rotherham Skandal im mehr als perfiden Albion, was schert uns, dass da einige ganz oben ihre schützenden Patschhändchen über diese verkommenen Gestalten gehalten haben, wir halten ja in unserer Naivität die Regierenden für die wirklichen Machthaber und wir glauben doch tatsächlich, dass diese Kreuzchen auf diesen Stimmzetteln irgendetwas zu bedeuten hätten. Wir halten ja auch dieses Zeug, mit dem unsereins jahrzehntelang indoktriniert worden ist, für unsere ureigenste Meinung, sind wir doch nichts weiter als das Erzeugnis der allgegenwärtigen Beeinflussungen und der Propaganda, die unsereins zumeist unhinterfragt nachplappert, Papageien sind wir, die sich für Bürger halten, für mündige Bürger sogar… auch wenn der Mund derzeit nicht einmal zu sehen ist und vielleicht auch niemals wieder zum Vorschein kommen wird, die Machthaber kriegen wohl einen Zwerchfellriss vor lauter Lachen, wenn die sehen, wie sehr wir denen auf den Leim gehen. Wenn unsereins doch endlich einmal die Augen aufgehen würden… wir würden unverzüglich aufhören, so große Töne zu spucken, wie frei wir doch seien, wir würden es doch endlich einmal unterlassen, alle diese Parolen von Rechtsstaatlichkeit und von Demokratie zu repetieren, mit denen unsereins gefüttert worden ist, wenn wir doch endlich einmal erkannt hätten, welches Spiel die da mit uns spielen… Doch wir erkennen es nicht, die Schlachtschafe auf der Schlachtbank blöken auch weiterhin die Litanei von der Fürsorglichkeit ihrer Metzger mit, selbst wenn ihnen schon längst in Strömen rot und heiß das Blut aus der Kehle rinnt…
Und wenn dann sämtliche Stricke gerissen sind, so falten wir eben andachtsvoll unsere Händchen zum Gebet und erheben den Blick hinauf zu den Regenwolken, auf dass diese sich öffnen und irgend so ein Erlöserchen in seinem Strahlenglanz heruntersteige, um hier endlich einmal aufzuräumen mit dieser Misere… nichts da, lediglich der Abdecker mit seinem leuchtenden Messer wird angeflogen kommen und wir werden diesen, so einfältig, wie wir nun mal sind, für den Messias halten...
Wir haben ja auch niemals wissen wollen, dass der liebe Gott nicht im Himmel thront, sondern dass er in den Tiefen der Hölle haust. Und damit hatte es ja überhaupt begonnen, dem einen Irrtum folgten unzählige weitere und so ging es dann von dem einen Trugbild hin zum nächsten und von diesem bis zum übernächsten… ja, unsere Welt ist so alt geworden und sie ist sich des fortwährend um die eigene Achse Drehens müde, unsereins dreht sich ja auch nur noch um sich selbst, so, wie es ein alter Brummkreisel tut, immer nur geht es um das Bild, das man sich von sich selbst gemacht hat, um die Reputation in dieser Lügenwelt, um diese immergleichen Nichtigkeiten, um den Wettlauf um die Privilegien eines Obersklaven… und das angesichts einer Schnupfenpest, die der Herr als Strafgericht für unseren sündhaften Frevel, überhaupt zu existieren, auf die Erde geschickt hat? Oder ist es doch nur ein Labor gewesen, in dem hinter Panzerglas und Stacheldraht irgendwelche Frankensteinchen irgendwelchen Bioblödsinn zu ihrer Belustigung zusammengekocht haben... doch nehmen wir mal an, ich selbst, in eigener Person, ich wäre so ein Tyrann, der die Menschheit zu dezimieren beabsichtige, er selbst aber, perfide, wie er ist, am Leben zu bleiben gedenke... da würde ich doch nicht so ein dämliches Virus erschaffen, das mich ja auch selbst treffen könnte, sondern ich bräuchte doch lediglich irgendein Gerücht in Umlauf setzen von einem tödlichen Erreger, dem keineswegs beizukommen sei, und wenn ich das nur lange genug fortsetze, Seuchengelaber in Endlosschleife, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, die Leute stürben wie die Fliegen an nichts, aus der schieren Angst heraus, vielleicht sterben zu müssen…
Möglicherweise wird ein solcher Tyrann auch schön im Hintergrund zu bleiben gedenken, er wird schon seine Galionsfiguren haben, seine Statthalter, auf die seine verknechteten Massen dann ihre Wut konzentrieren können, wenn da irgendwie irgendwas schiefgeht, diese Pappkameraden werden dann entsorgt werden müssen, die werden dann wie alle diese durchgerotzten Seuchenlappen auf die Straße geschmissen werden, ein neues Spiel, ein neues Glück, ein neuer Karnevalsprinz zum Anhimmeln... immer wird das alles da sein, alle Ingredienzien zur Perpetuierung unserer Selbstversklavung bleiben im Überfluss vorhanden… ein neuer Trommler wird den Ruderern als Sieg verkauft werden, man wird demnächst alle diese alten, diese abgenutzten Funktionseliten entfernen, man wird sie den Hunden zum Fraß vorwerfen, unsere ehemaligen Obersklaven werden dann zur Belustigung von uns allen an den Straßenlaternen baumeln und unsereins wird diese Show genießen und lauthals in Jubel ausbrechen... und dann wird die altgewohnte Sklaverei weitergehen... mit neuen Antreibern, mit neuen Parolen, mit neugeschaffenen Wortmüllmaschinen, welche auf Hochtouren laufen. Die Schnupfenpest, das ist lediglich die Vorbereitung auf den Umsturz, der da unweigerlich kommen wird, der unser altes Unglück durch ein neues ersetzen wird, das wahrscheinlich eine noch perfektere Misere sein wird als die bisherige. Ich möchte nicht missverstanden werden, die meisten unserer Regierenden, die haben sich den Laternenorden redlich verdient, ich werde da auch keinerlei Mitgefühl aufbringen, wenn es einmal so weit gekommen ist, allerdings habe ich meine Illusionen so weit verloren, als dass ich mir nicht über eines klar bin: Wenn Revolutionen etwas bewirken würden, dann wären sie verboten…
Gott unten in den Tiefen seines Hades wird sich die Hände reiben, wenn das hier alles mal zu Bruch geht, wenn es demnächst zur ganz großen Abrechnung kommen wird, er wird sich dann zu nähren wissen von dem schweren Blutgeruch, der sich allzu bald herabsenken wird in seinen Höllenschlund, er wird sich aus dem kommenden Blutvergießen eine schöne fette, schwarzviolette Blutwurst kochen, die er dann unverzüglich auffressen wird, das ist seine ganz große Stunde… Not lehrt beten, also lasset uns für reichlich Leid und Elend sorgen, damit die Leute sich wieder an dieses grauenhafte Monstrum erinnern werden, das ja der Ursprung jeglichen Seins gewesen sein soll und sie werden vor ihm devot niederfallen bis an das Ende aller Tage.
Ja, Gott hat diese Welt erschaffen, mitsamt allem Ungeziefer, das sie bevölkert. Und die beiden ersten Menschen, progressive Theologen haben jetzt immerhin herausgefunden, dass das erste Menschenpaar nicht Adam und Eva, sondern Jens und Daniel geheißen hatte, ja, diese beiden hausten im Garten Eden, die hatten nichts zum Anziehen, die lebten mit Blick auf die Mauer, zum Essen gab es lediglich einen Apfel und sie wurden dazu angehalten, den unseligsten Ort der Welt als Paradies zu bezeichnen, so, wie es unsere Parteibonzen regelmäßig tun, je schlechter die ganzen Dinge laufen, desto allgegenwärtiger und aufdringlicher wird die Propaganda sein, desto hirnloser werden alle diese Parolen, desto vehementer werden auch die Gewaltmaßnahmen sein, die Illusion eines perfekt organisierten Gemeinwesens aufrechtzuerhalten.
Der oberste aller Sklaventreiber hat uns also seine Pestilenz geschickt, die nicht mal tatsächlich eine ist, wahrscheinlich genügt hier schon die pure Illusion einer Seuche, um die Leutchen in Massen umkippen zu lassen. Also, der Herr beliebt nicht nur ein Sadist zu sein, er ist auch Scharlatan, er ist ein gerissener Betrüger… jetzt aber werden die Schäfchen des Herrn allerdings wieder einwenden, es sei doch nicht der liebe Gott, der für all‘ unser Elend zuständig sei, sondern es seien ja die Menschen, die in ihrer Vermessenheit… jaja , diese alte Leier, wer hat denn alle diese Menschen mit ihrer saublöden Einfalt erschaffen, diese ganze Idiotenbande, angefangen bei Jens und Daniel, die ihren dämlichen Apfel zu fressen hatten und in diesem hauste so ein elender Wurm, der sich hochtrabend als Schlange bezeichnet hatte… „Betrug!“, ja so möchte man es laut herausschreien, eine elende Betrügerei ist das, nichts ist das als Hütchenspielerei... diese ganze Welt ist doch seit den Tagen von Adolf und Eva niemals etwas anderes als ein riesengroßer Schweinestall gewesen!
Die ganze Welt… der Garten Eden, das Wohlfühlgefängnis, das sich so ein durchgeknallter Allmächtiger zu seiner Belustigung hat erbauen lassen, der HERR baut, der HERR pflanzt, der HERR straft, der HERR pisst auf die ganze Welt und wir nennen das Regen, was tut der HERR denn nicht?… strafen tut der HERR ohnehin am liebsten… ein Gott ohne Blutgeruch, so einer wäre doch ein elendiger Schlappschwanz, eine Memme, eine Schnarchnase, ein Nasenbohrer, der sich ja nur zum Gespött der Unterwelt macht...
So erfolgte schlussendlich die Vertreibung aus dem Paradies, das nichts weiter als ein Affenkäfig gewesen war, in dem es unzählige Bananen zum Nulltarif gegeben hatte, all you can eat… Völlerei bis zum Abwinken, so lange, bis man schlussendlich platzt, bis man irgendwann einmal so fett geworden ist, dass man kaum mehr watscheln kann… Nun ja, das mit dem Paradies, das wird jetzt wohl für viele lange Jahre vorbei sein, es werden nun so einige Dekaden an Not und Elend folgen, in denen es den meisten am Allernötigsten mangeln wird, es sei denn, man ist hier Oberbonze oder man ist Hofschranze, Enddarmbewohner der Mächtigen, man ist williger Vollstrecker und Teilhaber des allergrößten Raubzuges, den die Menschheitsgeschichte bisher erlebt hatte...
Die Welt, die wir gekannt haben, das alte Leben, das uns genommen worden ist und das wir wohl niemals wieder zurückbekommen werden, das alles, dessen wir verlustig gegangen sind, das werden wir wohl als ein verlorenes Paradies empfinden müssen, diesem werden wir für lange Jahre nachzutrauern haben, denn diese Welt wird wohl niemals mehr dieselbe sein, die sie einst gewesen ist. Man hatte uns mit süßlichen Parolen gemästet, man hatte uns träge und fett werden lassen, jetzt hat man den Schnupfen genutzt, uns dieses leichtfertige Dahindämmern in der angenehmem Bewusstlosigkeit wieder wegzunehmen, alle diese Spielzeuge, mit denen wir unsere Kindheit bis ins hohe Alter hin verlängert haben. Denn die Herren dieser Welt haben festgestellt, dass der Energieaufwand nicht mehr zu leisten war, die Seifenblase, in der wir so wunderbar gemütlich geschlummert hatten, aufrechtzuerhalten... Das Wohlfühlgefängnis ist denen langsam ein wenig zu teuer geworden, deswegen wird es durch die Kerkerhaft ersetzt. Stück für Stück wird nun die Welt in ein Quarantänelager verwandelt, und diejenigen, die es hier noch wagen, renitent zu werden, die werden wohl über kurz oder lang durch den Schornstein gejagt werden. Wie gesagt, es gibt ja keinerlei Gesetze mehr, die Gültigkeit haben, weil die Bestimmung, die den Geltungsbereich festgelegt hat, seit Jahrzehnten nicht mehr existiert, im Ernstfall wird also nicht mehr wirklich etwas da sein, auf das man sich überhaupt noch berufen könnte.
Es ist schon ein kleines Weilchen her, vielleicht 2500 Jahre, vielleicht 2300, vielleicht ein wenig mehr oder weniger, wer weiß das denn schon?… da entdeckten die Araber, dass man, wenn man die unterworfenen Menschen dazu zwang, Mund und Nase zu bedecken, deren Willen und deren Individualität brechen konnte und ihnen ihre Persönlichkeit nahm. Die effektivste Methode, die Menschen unterwürfig zu machen. Wahrscheinlich hatten sie deswegen in einigen Teilen der islamischen Welt bis heute gerade bei den Frauen die obligatorische Verwendung eines Stoffes über ihrem Gesicht auferlegt, Symbol der Auslöschung, Symbol der Unterwerfung. Der Islam in seinen radikalsten Auslegungen behielt diese Methode bei, um die Frauen gefügig zu halten, um deren Individualität zu eliminieren, sie zu einem identitätslosen Etwas zu degradieren, nun bestimmen die Verwalter der Schnupfenpest, dass nunmehr sämtliche Geschlechter, die tradierten sowie auch die kürzlich neu ausgedachten, ein solches Symbol der Unterwerfung zu tragen haben. Ohne Gesicht, da sind die Lichter ausgeknipst, zumindest existieren wir da nicht als selbstbestimmte Wesen, da gibt es uns einfach nicht und es wird uns niemals mehr geben, jedenfalls nicht, solange wir noch diese saublöden Masken tragen… Unter einem solchen Lappen, da sind wir dann alle gleich, da gibt es kein oben und kein unten mehr, da gibt es kein links und kein rechts, da gibt es lediglich diese gesichtslosen Massen von Robotern, diese Entleerten, die Ausgelöschten und die Unterworfenen, man reißt angewidert den Lappen herunter... und darunter… darunter findet sich dann nichts mehr, nichts weiter als nurmehr diese endlos gähnende Leere… mundlos und nasenlos, da sind wir doch allesamt gleich…
Aber man braucht ja nicht so weit zu gehen, nicht nach Arabien, nicht so weit in die Vergangenheit, auch heute weiß man auch und vor allem in Militärkreisen, wie man Gefangene brechen kann, schließlich hatte unser so liebes Amerika, humanistisch und edelmütig bis ins Mark, nach dem Untergang des Nazireiches den Mengele (sein Doktortitel sei an dieser Stelle schamhaft verschwiegen) in die Vereinigten Staaten geholt, wo dieser dann seine Experimente fortsetzen konnte, jetzt nicht mehr für Führer, Volk und Vaterland, sondern für Freiheit und Demokratie, was dem Ganzen einen wesentlich edleren Anstrich gibt. Lange Jahre waren die durchsickernden Gerüchte ja nichts anderes als das Gefasel von durchgeknallten Wirrköpfen, bis die Regierung zu den Betroffenen irgendeine Entschuldigung gemurmelt hatte... tut uns leid, das war ja nicht so gemeint… und diejenigen, deren Biographien zu abscheulichen Krankengeschichten geworden sind, die gewährten großmütig Vergebung… oder auch nicht… vielleicht vegetierten die einfach weiter und haben es nicht mitbekommen… die Mengeles sind ja keineswegs ausgestorben, die haben ihre Methoden perfektioniert und die wenden sie jetzt an im gegenwärtigen Krieg der Eliten gegen die Menschheit. Ja, das sind keine Menschen… das sind Krokodile, das sind Echsen… die legen ihre Eier ab in den Gärten ihrer Bonzenvillen, und unser eigenes Versagen besteht wahrscheinlich darin, dass wir denen nicht gefolgt sind, um im rechten Moment diese ganzen Echseneier in den Blumenrabatten zu zertreten, bevor wieder unzählige neue Ungeheuer ausschlüpfen konnten...
Aber... es ist undenkbar, dass unsere mit den Kreuzchen auf den Stimmzetteln gewählten Regierungen so etwas tun, dass da unter der so biederen Oberfläche unserer Staatswesen solcherlei Gemeinheiten verübt werden. Und doch, niemand kann ja wirklich wissen, was in den unter der Erdoberfläche verborgenen Kellern geschieht. Niemand weiß, welche Schweinereien so ein Biedermann ausheckt. Biedermann, das ist der Brandstifter, das wäre doch mal eine Nachricht… diese würde allerdings niemals gesendet werden auf den Kanälen des staatlichen Rundfunks, denn dessen Aufgabe besteht ja nicht darin, das aufzudecken, was im Namen der Staatsmacht unter der Oberfläche geschieht. Doch solcherlei Fragen stellt man besser nicht, denn dieses Fragestellen wäre ja ein Indiz dafür, dass die Amputation des Rückgrats bisher noch nicht vollständig gelungen ist, man also ein Schädling ist, eine Gefahr für die öffentliche Friedhofsruhe. Also kann Biedermann nun mit seinem Feuerzeug und mit dem Benzinkanister durch die Stadt laufen, er kann ganze Straßenzüge in Schutt und Asche legen und doch bleibt er unbehelligt, denn manche Fragen stellt man besser nicht. Biedermann kann auch einen Folterkeller betreiben, wenn aus diesem die Schreie seiner Opfer aus den Lichtschächten herausdringen, dann verstopft man sich eben seine Ohren, denn manche Fragen stellt man besser nicht. Tagsüber steht Biedermann auf seinem Sockel und lässt sich von der nichtsahnenden und nichtsahnenwollenden Masse bewundern, in der Nacht schwärmt er dann aus und treibt sein Unwesen...
Die Welt, die es nicht mehr gibt, seitdem wir Schnupfen haben und seitdem jedes kleine Hüsterchen das Ende bedeuten könnte… das endgültige Aus, so ultimativ und final, wie man es sich niemals hätte vorstellen können… die apokalyptischen Papiertaschentücher, der Engel des Herrn schnäuzte in seine Posaune und vier Ströme Rotz ergossen sich aus den Nasenlöchern, der erste war weiß wie Schnee, der zweite rot wie Blut, der dritte war schwarz und der vierte aschefarben… ja, dies ist der Tod, der uns alle erwartet, wenn der HERR die Schale seines Zorns ausgießt…
Haben Sie überhaupt schon mal einen Engel mit einem Papiertaschentuch gesehen? Wie wird denn so ein Engel in seine Posaune stoßen, wenn er dieses Ding wieder und wieder absetzen und nach seinem rotweiß karierten Schnupfenlappen greifen muss? Würde ein solcher dann nicht, als bedauerliches Opfer der Vogelgrippe, mitsamt seiner Harfe von seiner Wolke herabstürzen, irgendwo finden sich vielleicht noch ein paar Federn, ein paar Knochen und die verwitterten Überreste einer Harfe mit einigen kaum mehr leserlichen Buchstaben, die sich mit einiger Mühe vielleicht noch als „Gabriel“ entziffern lassen könnten… es hätte ebenso gut auch Michael heißen können… Engelbert oder Kurt oder irgendein anderer Name... aber... im Grunde genommen ist es auch egal, ein Engel, der Schnupfen hat und der von seiner Wolke herunter gepurzelt ist, ja, der hat doch so lange schon aufgehört, ein Engel zu sein. Und wenn alle diese Engel mit einem türkisfarbenem Maulkorb versehen da oben auf ihren Wolken sitzen, nun ja, dann wird es wohl mehr als schlecht um dieses ganze Himmelreich bestellt sein… wahrscheinlich kommt demnächst irgend so ein Gerichtsvollzieher angeflogen, der rollt den ganzen Himmel zusammen, der verstaut die Wolken in irgendwelchen Schachteln und nimmt sie allesamt mit… die Engel sind dann da unten auf der Erde zusammengepfercht und leben von der Fürsorge, die sitzen dann mit der Bierdose auf dem Sofa den ganzen lieben langen Tag vor der Glotze, die werden dick und fett von dem ganzen Dosenfraß, den das Sozialamt denen vor die Türe stellt, adipöse Quarantäneengel, die nicht einmal mehr durch das Ozonloch hindurchpassen würden… denen der Rückweg in das Himmelsgewölbe versperrt bleibt.......
Wie da oben, so auch unten. Die Engel sind krank und die siechen dahin und hin und wieder stürzt auch der eine oder der andere von denen in die Tiefe… hier unten schlagen sie dann auf, die Menschen trauen sich schon nicht mehr ins Freie, weil ihnen eventuell irgendwelche krank gewordenen Himmelsbewohner auf die Birne fallen könnten, es gibt ja auch so vieles, vor dem man sich zu fürchten hat, unendlich viele Gründe kann man anführen, wenn man verunsichert und verzagt durch sein Leben stolpern will, man hat ja immerhin die Hilflosigkeit in fortwährender Anstrengung erlernt und man ist bemüht, es auf diesem Gebiete zur Meisterschaft zu bringen. Zum Erlernen der Hilflosigkeit gibt es ja schließlich das Bildungssystem, da gibt es ja die Schule, in dieser sitzt man dann seine wohlverdiente Haftstrafe für das Verbrechen des Geborenseins ab, nach einem Jahrzehnt Schulknast hat man sich die Charakterstruktur eines Häftlings angeeignet, der Lehrplanvollzugsbeamte händigt einem irgendwann eine Bescheinigung aus, dass man nunmehr erfolgreich gehirngewaschen sei und... im praktischen Leben stellt sich das heraus… dass man niemals wieder zu irgendetwas mehr nütze sein kann, allerdings ist so eine Nutzlosigkeitsbescheinigung mit den vorgeschriebenen Unterschriften und Stempeln Voraussetzung dafür, überhaupt seinen Platz zu finden in diesem Narrenhaus, das sich Gesellschaft nennt und in dem die luxuriösere Gummizelle das allerhöchste Lebensziel zu sein hat.
Auf dem Weg vom Nichts ins Nichts komme ich an einer Kirche vorbei. Vor dem Portal eine Hochzeitsgesellschaft, die Gesichter sind allesamt unter der Spaßmaske verborgen. Was ist das nur für ein Freudentag! Das Lächeln der Braut bleibt verborgen unter Türkis, der Bräutigam ganz in Weiß… Ich wende mich ab, ziehe schnellen Schrittes weiter… wie traurig sind doch solche Tage, alle diese Feiern, die Leichenzügen gleichen, wie leer und wie würdelos ist das doch alles geworden… ja, wir erfreuen uns des Niederganges, wir reden uns die Tatsache schön, dass wir uns doch längst schon verabschiedet haben aus der Existenz, dass wir nurmehr ein Moribundendasein führen und dass wir im Laufe der Zeit unser schleichendes Ableben schönzureden gelernt haben. Derzeit zelebrieren wir unser Siechtum durch das Tragen irgendwelcher Verbandsstoffe im Gesicht, das Maul ist eine offene Wunde, die verschlossen werden muss, wer keinen Mund mehr hat, der hat die Konformitätsprüfung bestanden, der ist entmündigt, der wird eben für alle Zeiten keinesfalls mehr etwas zu sagen haben, das Leben ist unbarmherzig, es sortiert jeden aus, der sich hier beugt, der sich da kleinmachen lässt, es werden gerade die Übervorsichtigen sein, die Ängstlichen und die Kleinmütigen, die hier zuallererst abtreten werden, ihnen wird unweigerlich die Stärke fehlen, sich überhaupt noch zur Wehr setzen zu können, ihren Platz zu behaupten... diese werden dann einfach so hinweggefegt werden, sei es von irgendwelchen Mikroben oder von der Staatsmacht oder von irgendwelchen skrupellosen Geschäftemachern, wer die Hilflosigkeit einmal so richtig erlernt hat, der wird wohl niemals wieder aus ihr herauskommen…
Welche Zukunft kann also so eine Ehe haben, die mit einem so makabren Maskenball begonnen worden ist, unter welchem Stern steht das Zusammenleben, wenn es mit diesem Akt der Unterwerfung angefangen hat. Ist es nicht schaurig, wie sie da allesamt gesichtslos herumstehen, ihrer Individualität, ihrer Mimik beraubt, wie ihre Festkleidung durch das Verbergen des Gesichtes verunstaltet ist… wie soll man sich denn überhaupt noch verständigen können, wenn schon das Jawort unter der Gesichtswindel unverständlich genuschelt daherkommt?… irgendwann später in derselben Kirche, die Kindstaufe unter Einhaltung der Maskenpflicht und der Abstandsregeln, der Priester steht dann irgendwo im Nichts und zielt mit der Weihwasserspritze auf das Neugeborene… irgendwo habe ich schon solcherlei Bilder gesehen, die an Absurdität und an Ekelhaftigkeit nicht zu überbieten waren, hat sich da wohl jemand einen Scherz erlaubt, oder ist es nicht schon längst Wirklichkeit geworden in diesem psychotischen Haufen, der bei uns die Straßen und die Plätze bevölkert oder der sich in die Tiefen ihrer Katakomben verzogen hat… ab in die Seuchenbunker... verkriecht Euch doch alle miteinander in Eure Keller, zieht Euch doch Plastiktüten über die Birne, klebt Euch die Halsgegend nur sorgfältig ab, sodass keine Mikrobe mehr auch nur den Hauch einer Chance hat, Euch zu erreichen… Wenn Ihr dann mal erstickt seid, dann könnt Ihr auch niemals mehr krank werden, hört doch endlich zu atmen auf, wenn Ihr endlich mal nicht mehr am Leben seid, dann atmet Ihr auch keine Bazillen mehr ein...
In einer Stätte frühkindlicher Gehirnwäsche, im Volksmund seltsamerweise noch Schule genannt, da lernen die Kinder nun folgendes Verslein, die das Werk eines jeden Dichterfürsten vergangener Epochen in den Schatten stellen:
Lirum larum Löffelstiel,
Coronaviren infizieren viel.
Den Impfstoff gibt es leider nicht,
darum herrscht die Maskenpflicht.
Trag‘ immer Schutz für Nas und Mund,
sonst bist Du tot nach dieser Stund‘!
Ein Goethe, ein Schiller, ein Rilke, alle diese ganzen völlig zu Recht vergessenen Wortstümper, die wären ja vor lauter Neid erblasst angesichts der Schönheit und der Wahrhaftigkeit solcher Meilensteine der Dichtkunst, die ganze Welt wird unsereins zu beneiden haben um solche Dichter und Denker, um deren Wortwahl und Wortwitz, um die Kühnheit ihrer Ideen und um die Tiefe der Gedankenwelt...
Nun ja, mein geliebter Nachwuchs, Zukunft unseres Landes, trag‘ nur fleißig den Schnutendeckel, sorge dafür, dass das sich noch im Wachstum befindendliche Hirn mit Sauerstoff unterversorgt wird und dass es gar nicht erst zu wachsen beginnt. Dumm geborene oder dumm gewordene Menschen sind umso leichter zu regieren, je einfältiger die sind, schon deswegen hassen die Machthaber sämtlicher Regimes die Intelligenz, sie verabscheuen die Selbstbestimmung, sie wollen uns mehr als schwach und hilflos sehen, und um dies zu erreichen, da beanspruchen sie die Lufthoheit über den Kinderbetten und Schulbänken. Wenn der Staat vorgibt, sich um die Kinder kümmern zu wollen, so ist es eben langsam an der Zeit, diese in Sicherheit zu bringen… Leviathan schickt sich an, die Kinder zu verschlingen und er nennt dies Fürsorge, doch der Urnenpöbel in seiner unerschöpflichen Dummheit schenkt diesen Märchen von der Fürsorglichkeit unserer Staatsmacht immer noch Glauben. Ja, allzu perfekt ist unsere Dressur gewesen, allzu verführerisch sind alle diese ganzen Geschichten über die Freiheit und die Möglichkeiten der Mitbestimmung, welche wir angeblich haben, allzu wirksam ist doch dieses Ritual, alle paar Jährchen in irgendwelchen Rathäusern und Schulgebäuden irgendwelche Kreuzlein auf irgendwelche Zettelchen machen zu dürfen und sich damit der Illusion hingeben zu dürfen, als einfacher Mensch habe man da irgendetwas zu sagen in dieser Organisation, die Staat genannt wird und die ja alles Mögliche sein kann, ein Unternehmen, eine Nichtregierungsorganisation, ein Schützenverein, eine Mafiabande, ein Erziehungslager… alles, nur nicht das, was wir vermeinen zu wissen… Die Steuerleute dieses Narrenschiffs, auf dem wir uns befinden, die haben wir ja niemals zu Gesicht bekommen und wir werden das auch nicht, die werden sich wohlweislich verborgen halten und uns irgendwelche Pappkameraden in Kapitänsuniform präsentieren, an denen wir dann unser Mütchen ein wenig kühlen können, wenn es unsereins einmal ein wenig zu viel geworden ist...
Nun ja, meine liebe Zukunft, verkümmere in Frieden, lasse Dich einschüchtern, lasse Dich ängstigen von irgendwelchen Nichtigkeiten, Andere werden schon dastehen, Deinen Platz einzunehmen an den Futternäpfen, man wird Dir auch schon beizubringen wissen, ein guter Verlierer zu sein und Deinen eigenen Untergang gutzuheißen. Gerade in der Schule, da wird man ja von einer Heerschar Lehrplanvollzugsbeamten darauf getrimmt, am Leben zu scheitern, kläglich zu versagen, Schule, das ist die allgemeine Nivellierung auf das Niveau der größtmöglichen Unfähigkeit... Ein dummes Volk, geführt von einer aufgequollenen Nägelkauerin, das erleichtert unseren Schlächtern die Arbeit, also bedarf es kleinerer Hirne irgendwo an der Grenze zur Demenz und niemand wird dann mehr dazu in der Lage sein, die Weisheit unserer heißgeliebten und hochverehrten und gebenedeiten Staatsführung in Frage zu stellen. Zu doof zum Ungehorsam, so lautet das große Ziel… die Mächtigen reiben sich dann ihre fettgewordenen Fingerlein, sie lachen sich in ihre feister und feister werdenden Fäustchen über unsere Gefügigkeit, über unsere abgrundtiefe Dummheit, darüber, dass unsereins nicht in der Lage und noch weniger gewillt ist, das Einzige zu tun, das zu tun wäre, die Herrscher unserer Welt allesamt abzusägen und zu Konfetti zu verarbeiten, etwas, das längst überfällig gewesen wäre, weil es aber nicht passiert, weil wir nun mal nichts weiter als Wachs in deren Händen sind und dies auch zu bleiben gedenken, so werden wir von eben diesen Mächtigen geknetet, so werden wir geformt und in den Straßenstaub getreten, unweigerlich wird es dazu kommen…
Und in der Tat, es hatte ja niemals eine wirkliche Bedrohung durch die Schnupfenpest gegeben, es ist lediglich das geschehen, was bei uns in jedem Jahr geschieht, im Herbst, im Winter, an den Vorfrühlingstagen, da kann man sich erkälten, da kann man sich einen Schnupfen holen, da rotzt man einige Taschentücher voll, wenn es dann mal ganz schlimm kommt, da legt man sich für ein paar Tage ins Bett, man hat Fieber, dann steht man irgendwann wieder auf und alles ist vorbei, oder, wenn es noch schlimmer kommt, weil man am Ende seiner Lebenszeit angekommen ist, dann ist der Schnupfen lediglich der eine Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. In jedem Jahr sind so einige Leute am Schnupfen gestorben, irgendwann stirbt man eben an irgendetwas… niemand wird auch ernsthaft auf immer und ewig weiterleben können… niemand wird das auch wirklich wollen, immer weiter herumlaufen zu müssen in einer Welt, deren Lauf man ohnehin nicht mehr versteht, eine Welt, die für einen dermaßen absurd geworden ist, dass man sich keinesfalls mehr in ihr zurechtfinden würde. Irgendwann einmal hat man auch genug von dem Ganzen. Die Sterblichkeit, das ist doch die allerbeste Erfindung, die jemals gemacht worden ist, was wäre, wenn die Welt überfüllt wäre von Menschen, die dieses ganze Brimborium mehr als gestrichen satt haben, die doch nur allzu gerne endlich einmal abtreten würden, doch dieser Ausweg wäre ihnen für immer verschlossen, sie wären allesamt verdammt dazu, dieses bescheuerte Spiel bis in alle Ewigkeit mitzuspielen… Kein Sträfling, der irgendetwas auf sich hält, der wird bei der Knastverwaltung oder bei den Aufsehern um die Verlängerung seiner Haftstrafe betteln...
Ewiges Leben, das bedeutet ewige Versklavung, das bedeutet Gefangenschaft, welche niemals mehr ein Ende finden wird. Man hat sich an sein Gefängnis gewöhnt, man hat sich mit seinen Wärtern arrangiert, man hat den Gedanken an eine Welt außerhalb der Gefängniszelle aufgegeben, man beginnt, den täglichen Hofgang bei Regenwetter für die große Freiheit zu halten. Die derzeitige Schnupfenpest und die damit verbundenen Maßnahmen bedeuten lediglich eine Verschärfung des Arrests, in dem wir uns ohnehin befinden. Der Hofgang wird verweigert, die Gefängniskost wird da um einiges spärlicher, es gibt keinerlei Radiomusik mehr, kein Fernsehen, die Glimmstengel sind weg, die sind konfisziert, um unserer Gesundheit willen… Im Grunde genommen gibt es rein gar nichts mehr, außer diese allumfassende Hässlichkeit, die mit der Zeit so selbstverständlich geworden sein wird, dass wir das Abscheuliche daran nicht mehr wahrnehmen. Im Gegenteil, wir werden lernen, das alles als Normalität zu empfinden, alles das, was nur falsch sein kann, als „richtig“ zu empfinden, den eigenen Verstand fortwährend zu vergewaltigen, das Gehirn wird in die große Gehirnwaschmaschine gestopft, einen Riesenbeutel weißes Pulver oben rein... linksdrehende Buntwäsche... und es wird der Schleudergang eingestellt, mit dem Resultat, dass unsereins völlig verdreht sein wird und eben diese größtmögliche Verwirrung als Normalzustand empfunden werden muss. Ist es jemals anders gewesen? Oder wurden einem nicht wieder und wieder die Birne mit allerlei Absurditäten vollgestopft, mit allen diesen impertinenten Lügengeschichten, mit dieser allgegenwärtigen bescheuerten Propaganda und mit dümmlichen Verlautbarungen, mit der geringen Aussicht, vielleicht irgendwann noch ein klein wenig aufzuwachen, kurz bevor man in seine Holzkiste verschwindet, verpackt und vernagelt und hübsch dekoriert den Würmern zum Fraß vorgeworfen werden wird. Vielleicht wird einmal auch ein wenig dekorativer Granitzwieback obendrauf stehen… ruhe bloß in Frieden… halte nur das Maul bis in alle Ewigkeit!
Der nächste Akt im Pandemietheater, das wird dann der Zusammenbruch der Weltwirtschaft sein. Einzig und alleine deswegen gibt es die Schnupfenpest, das Falschgeldsystem, in dem wir uns seit langem bewegen, das ist wohl am Ende und jetzt braucht es den Übergang in eine andere Betrügerei. Die globale Pandemie als perfekter Sündenbock, als große Erzählung, warum eine Welt untergeht, die ohnehin an ihren inneren Widersprüchen zugrunde gegangen wäre. Kettenbriefspielchen funktionieren nur eine begrenzte Zeit und dieses wäre ja ohnehin an sein logisches Ende gekommen, irgendwann hätte es eben mächtig geknallt, der Schnupfen als einzige Alternative zum Weltkrieg...
Es wird das endgültige Aus sein für die Welt, die wir bisher gekannt hatten. Der Geldautomat wird keinerlei Scheinchen mehr ausspucken, das Konto wird fein säuberlich geleert sein, vielleicht sogar ist es überzogen, niemand wird mehr wissen, von wem und mit welcher Methode, von einer Minute zur anderen wird eben alles geplündert sein, mit irgendwelchen Euphemismen wird dieser Raub verschleiert werden, man wird aufwachen und feststellen müssen, dass der Kühlschrank leer ist und dass einem der Magen knurrt wie ein lausiger Straßenköter. Es ist der Tag, an dem die Banken wie Dominosteine umfallen werden, die eine Pleitebank reißt dann die andere mit in den Abgrund, es ist die Stunde, in der die Firmen reihenweise untergehen und von dieser Minute an die Arbeitslosigkeit der Normalfall sein wird. Die Staatsmacht wird dann ganz offen auf Raubzug gehen, jetzt, wo das Wasser denen bis zum Hals steht, da gibt es keinerlei Skrupel mehr. Der Dummdödel wird dann eben feststellen müssen, dass es keinerlei Recht mehr gibt, alle Gesetzeswerke sind nun endgültig Makulatur geworden, eigentlich sind sie es ja immer gewesen, es herrscht nunmehr das Recht des Stärkeren, das allgemeine Hauen und Stechen. Nun ja, so unendlich viele Male, da wurde es angekündigt, während die Wolkendecke über unseren Köpfen sich mehr und mehr verdichtet hatte, bis irgendwann einmal schlagartig die allerfinsterste Nacht eingetreten war oder sie noch eintreten wird, es wird nichts weniger als der Beginn einer Eiszeit werden, Dummdödel darf nicht nur ein wenig hungern, sondern er wird dazu auch reichlich zu frieren haben, vor allem dann, wenn ein Interdikt verhängt wird, seine Bude zu heizen, der abschmelzenden Eisschollen am Nordpol wegen… Unsereins wird eben vorgeführt werden, dass wir nicht mehr gebraucht werden, dass wir unerwünscht sind, dass wir weggeschafft, dass wir entsorgt gehören... auf die Abfallhalde mit allen diesen gottverdammten unnützen Fressern!… damit wird man uns kommen, mit unserer Entbehrlichkeit, mit unserer Nutzlosigkeit... alles, was bis dahin noch auf eigenen Füßen hatte stehen können, das wird jetzt auf die Kniescheiben gezwungen werden. Wer es hätte sehen wollen, der hätte es auch vor vielen Jahren schon sehen können, lange schon vor dem Ausbruch der Schnupfenpest, die Mächtigen haben ja auch niemals einen Hehl von ihren wahren Absichten gemacht…. sie haben uns ja wieder und wieder deutlich gesagt gehabt, was sie in Wirklichkeit vorgehabt haben, allerdings waren die Lügenmärchen, die sie uns gleichzeitig aufgetischt gehabt hatten, diese verführerischen Geschichten von einer lebendigen Demokratie, die von unser aller Freiheit und Mitbestimmung, von Wohlstand und von Menschenrechten, vom leichten Leben... allzu einschläfernd ist das alles gewesen, als dass unsereins einmal einen Blick hinter die Kulissen dieses Welttheaters geworfen hätte. Der Teufel fängt einen mit Bequemlichkeiten, wir hätten es ja wissen können, wenn wir es nur einmal gewollt hätten…
Die Schnupfenpest, das ist die Abrissbirne, mit der unser bisheriges Leben beseitigt wird. Den Süchtigen macht man gefügig, indem man ihm seinen Stoff wegnimmt, diese ganzen Bequemlichkeiten, die Leichtigkeit des Seins… Das frivole Zeitalter, dessen wir uns für einige Jahrzehnte erfreut hatten, das ist nun abgesagt worden, es wurde eine neue Gefängnisordnung ausgehängt und für das dummgehaltene Fußvolk wurde die allgemeine Einzelhaft eingeführt. Doch sind es nicht höhere Umstände, die die Regierenden zur Abwicklung der bisherigen Weltordnung gezwungen hatte, sondern es war die Gier der wirklich Mächtigen, die sich längst schon den Großteil der Welt eingesackt hatten, nun holen sie sich eben den Rest, den sie ohnehin immer schon als ihr rechtmäßiges Eigentum betrachtet hatten. Die Oligarchen haben es gegeben, die Oligarchen haben es genommen, die Anonymität der Oligarchen sei gepriesen bis in alle Ewigkeit… Amen!
Gerade erleben wir eine Machtübernahme, es ist der Weltoktober, der Anbruch des vierten Reiches, es findet nichts weniger als die Weltrevolution statt. Wovon die Kommunisten geträumt hatten, was die Kulturrevolutionäre vorbereitet, woran die Nationalsozialisten gescheitert, was die Globalisierer fortgeführt hatten, das vollenden nun die Gesundheitsfunktionäre, es ist die Gleichschaltung der gesamten Welt im Banne einer inszenierten Krise. Und es wird auch mehr als zwecklos sein, in irgendein anderes Land zu fliehen, denn andere Länder gibt es ja schon längst nicht mehr, es wird überall der gleiche Dreck sein, die Weltrepublik, die Vereinigung der gesamten Menschheit im globalen Konzentrationslager. Alle Menschen werden Brüder, es gibt keinerlei Grenzen mehr, keine Nationen, es gibt lediglich an jeder Stelle Straßensperren, Stacheldraht und Wachtürme und Myriaden von Schergen in weißen Kitteln, vielleicht auch noch irgendwelche dahergelaufene Jüngelchen, gerade dem Sandkasten entwachsene Rambos, denen irgendein Blödian in Amt und Würden Maschinenpistolen umgehängt hat. Es wird das allergrößte Verbrechen der Menschheitsgeschichte werden, die Untaten der Nationalsozialisten, die der Bolschewiki, die eines Mao und die eines Pol Pot, das alles wird ein Nasenpopel sein gegen das, was die wirklichen Beherrscher dieser Welt sich jetzt für unsereins ausgedacht haben… Doch darüber spricht man nicht, das wäre ja unanständig und es würde auch die Ruhe des Schlachtviehs stören. Ja, es würde den Halbschlaf stören, wenn die Schafe die bereitgehaltenen Fleischermesser erkennen würden, die Kirchhofstille wäre ja nicht mehr gewährleistet, die allgemeine Apathie. Die öffentliche Ordnung wäre in Gefahr, die allgemeine Schlachtung könnte womöglich nicht ordnungsgemäß stattfinden. Schäfchen für Schäfchen wird durch den Schornstein gejagt werden und die kümmerlichen Reste der Herde werden sich ihrer unerschütterlichen Treue zum Glauben an den guten Hirten rühmen, ja, einem Völkchen mit einer solchen Glaubensfestigkeit, diesem kann man seinen Respekt nicht versagen.
Ja, ich ziehe in aller Ehrfurcht meinen Aluhut vor dem so willigen Schlachtvieh, vor den künftigen Schnitzeln, vor den projektierten Koteletts und vor den potentiellen Würstchen, die in Kürze auf der Auslage eines Wurstladens zu bewundern sein werden, ecce homo!… seht, welch‘ ein Mensch!… und nun findet man ihn püriert und zu Frikadellen gepresst in irgendeinem Schnellrestaurant eingeklemmt zwischen zwei Scheibchen labberigen Brotes. Um der Gesundheit willen noch garniert mit einem leicht angewelkten Salatblatt und mit zwei trockenen Gurkenscheibchen dazu, ein wenig Alibi für die Zufriedenheit der Gesundheitsapostel muss sein. Dazu eine Tüte versalzener Kartoffelstäbchen und einen Riesenbecher eisgekühlten schwarzbraunen Blubberwassers.
Wie ekelhaft das alles doch ist... hatten unsere Vorfahren doch vor Jahrtausenden dem Kannibalismus abgeschworen und nehmen allenfalls noch auf Umwegen… in indirekter Form, als religiöse Ersatzbefriedigung für die zweifelhaften Genüsse der Anthropophagie... dies ist mein Fleisch... dies ist mein Blut, das vergossen wurde zur Vergebung der Bausünden… Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag... nun ja, wir alle kennen diese Geschichten… und Bausünden können ja keineswegs vergeben, sondern allenfalls niedergerissen werden… aber ich habe allerlei moderne Kirchengebäude in meinem Leben gesehen, die mit dem Charme eines Bahnhofsklos ausgestattet waren und in deren Mauern man zwangsläufig zum Atheisten werden musste, so widerwärtig war das alles… nun, ich neige nicht zur Hostienfresserei, die Tröstereien der Religion bedeuten mir ziemlich wenig, sie werden meiner Wenigkeit wohl für alle Zeiten versagt bleiben.
Im Grunde genommen besteht ja die Religion einzig und alleine zu dem Zweck, dem Menschen die immerwährende Unterwerfung zu lehren und ihn zu einem elenden Wurm zu degradieren. Was auch den Psychopathen in den Regierungsgebäuden goutiert und den Raubrittern der Hochfinanz ohnehin... halt Du sie dumm, ich halt sie arm… die alte Leier… die Pfaffen und die Politiker haben sich ja immer hervorragend verstanden, die allermeisten von ihnen sind Nulpen, Gauner und Flaschen, die noch halbwegs Anständigen unter ihnen nützliche Idioten eines diabolischen Todeskults. Nun ja, ich bin keinesfalls Atheist, ich bin Misotheist, ich bin überzeugt davon, dass es einen Gott gibt, aber ich halte dies für eine schlechte Nachricht. Denn der Gott der Bibel ist eine der unsympathichsten Gestalten der Weltliteratur, ein Psychopath, ein Sadist...
Wie gesagt, Gott lebt nicht im Himmel, er haust in den Tiefen der Hölle… und dort lebt er nicht mal schlecht, denn die Hölle ist ja nicht mehr mit den veralteten Kupferkesseln ausgestattet wie auf diesen alten Bildern eines Hieronymus Bosch oder Jan Breughel, sie ist mittlerweile zeitgemäß mit Schnellkochtöpfen und Mikrowellenherden ausgestattet, nun ja, dies ist doch ein wesentlicher spiritueller Fortschritt… heute wird hygienisch gefoltert im Namen Gottes oder der Ersatzgötter, im Namen der Vernunft oder der Gesundheit, im Namen der Ökologie und der Erhaltung des Schlechtwetters willen...
Wir Heutigen rühmen uns, der Religion abgeschworen zu haben, ja wir sind so stolz darauf, nicht mehr bewundernd zu irgendwelchen Scheintoten aufzuschauen, die hinter einem Altar ihre Messe zelebrieren, wir lassen uns auch nicht mehr von dem Wortgeklingel eines protestantischen Pastoren einlullen, alle diese inhaltsleer gewordenen Zeremonien sind unsereins ja mehr als fremd geworden, wir haben all dieses ganze Brimborium hinter uns gelassen, lediglich die Unterwerfung nicht. Hatte uns in früheren Zeiten die Religion die Selbstachtung ausgetrieben, so sind es jetzt politische, ökologische und humanitaristische Ideologien, die keineswegs weniger absurd sind als die Postulate des Christentums. Wir haben Gott abgeschworen und wir sind doch Wurm geblieben und als Zeichen unseres Wurmseins tragen wir jetzt den Unterwerfungslappen vor der Fresse… das ist die Wahrheit, die ungeschminkte, die nackte Wahrheit, wenn sie auch schmeckt wie ein paar Liter abgestandener Eiter aus einem Bierhumpen... Was macht es denn für einen Unterschied, ob unsereins mit den Parolen einer religiösen Lehre oder mit irgendwelchem aufklärerisch klingenden Wortmüll Wurm geworden ist, das Kriechen im Straßenstaub ist genau das Gleiche… das ewig gleiche Winden und Krümmen, lutscht man nun dem Papst in Rom seinen heiligen Ring oder seinen hochheiligen Fußpilz, oder man kriecht vor irgendwelchen Oberbürokraten zu Kreuze… es ist doch alles derselbe Dreck… man kriecht untertänig vor denjenigen, denen man irgendetwas schuldet, die gesamte Menschheit wird jetzt gerade in den Kriechgang gezwungen… denn alle sind sie bei den Geldbesitzern verschuldet, und dadurch, dass jetzt gerade die Wirtschaft ruiniert wird, so ist auch der Möglichkeit, der Überschuldung zu entkommen, ein Ende bereitet. Wir sollen allesamt mit einer bis in alle Ewigkeit untilgbaren Schuld belastet sein, auf diese Weise können die Geldgeber dann ihre Eigentumsrechte an unserer Person geltend machen, es ist eine Neuauflage der Sklaverei, die im Grunde genommen ja niemals wirklich geendet hat...
Die untilgbare Schuld, das ist das, was die Religion und unser derzeitiges Geldsystem gemeinsam haben. Und es ist im Grunde genommen die gleiche Scharlatanerie, eine nach Pappe schmeckende Backoblade für den lieben Gott auszugeben oder den Menschen glauben zu machen, bei den bunten Zettelchen, die wir in den Fingern halten und mit denen unsereins die Güter unseres täglichen Bedarfs erwirbt, da handle es sich um Geld. Nur Gold und Silber sind tatsächlich Geld, alles andere ist Kredit, alles andere sind doch nichts weiter als irgendwelche vagen Versprechungen, sind Hütchenspielereien, sind Illusionsgebäude, die just in dem Augenblick zusammenbrechen werden, in denen wir uns am meisten auf sie verlassen müssen. Und damit kommen wir dann wieder zurück zu der Schnupfenpest, diese ist in der Tat geeignet, das Kartenhaus der Geldillusion zum Einsturz zu bringen, in dem wir uns so häuslich eingerichtet haben. Unser liebes Geld wird in einem unverhofften Akt der Transsubstantiation zu Papier, es wird zu irgendwelchen Nullen und Einsen, die niemanden mehr interessieren, da der Wert des angezeigten Vermögens den Preis der Elektrizität unterschreitet, der dazu nötig gewesen wäre, den Bildschirm überhaupt zum Leuchten zu bringen. Man lässt seine Vermögensverhältnisse lieber im Dunkeln, denn man kann es sich nicht mehr leisten, seine Geräte anzustellen, nur um endgültig zu wissen, dass man ruiniert ist. Einen Geldschein, den kann man wenigstens noch mit zwei Bändeln versehen, links und rechts, und man kann ihn als Atemmaske verwenden, niemand wird sich dann mehr die Mühe machen, einem die Kohle vom Gesicht zu reißen, es lohnt nicht einmal mehr die Handbewegung… die ganzen Nullen und Einsen, diese versinken im digitalen Alzheimer, wenn die Rechenzentren durch den laufenden Strommangel ein wenig dement geworden sind.
Wird dann, wenn es soweit ist, die Anthropophagie wieder in Mode kommen, werden die Menschen einander gesittet mit Messer und Gabel in der Hand verfolgen oder werden die sich gegenseitig ohne jegliche Etikette auffressen? Die Katzen und Hunde, die werden ohnehin zuallererst im Kochtopf gelandet sein… in jeden Topf passt auch ein Dackel… niemand verträgt auch allzu viele Hungerjahre am Stück, der Mensch wird des Menschen Wolf sein, wir alle werden wohl die zweifelhaften Freuden der heraufziehenden Barbarei erleben dürfen, wie sagte doch unlängst eine prominente Politikerin: „Unser Land wird sich ändern und zwar drastisch, und ich freue mich darauf...“ Nun ja, sie ist füllig genug, um für ein paar Hungernde eine kräftigende Mahlzeit abzugeben, ein wenig kulinarische Abwechslung gegenüber diesen ewigen Katzen und Hunden aus dem Wok, die irgendwann weder gebraten noch gesotten munden, es wird auch ein Stückchen grimmiger Rache sein, denen gegenüber, die unsereins so lange Jahre belogen und genasführt haben. Oder werden sich diese Gestalten als Nutznießer eines allumfassenden Betruges im rechten Moment der Rache entziehen können, werden sie irgendwo dick und fett in irgendwelchen abgelegenen Bonzenvillen residieren, wie es irgendwelchen Gerüchten nach selbst der ehemalige Führer damals, nach der unvermeidlichen Niederlage im Krieg, auch getan haben soll, irgendwo im fernen Patagonien mit seiner Eva, wo er als Hundeführer noch für ein paar Jährchen ein bequemes Dasein geführt haben soll… ach, lassen wir das… er soll seine Frau schlecht behandelt haben, sagt man, er soll verbittert und reizbar gewesen sein in Argentinien, so heißt es… Geschichte wiederholt sich ja nicht, sie reimt sich nur, allerdings wird es der nächsten Generation wahrscheinlich ebenso unmöglich geworden sein, das Töchterchen Angela zu nennen wie heute den Sohnemann Adolf… es geschieht auf jeweils andere Weise dann doch wieder dasselbe… es ist immer dasselbe… das Beste an der Geschichte ist, dass sie vorübergeht...
Nun ja, das alles sind doch nur Gerüchte, an denen ja keinesfalls etwas dran sein darf, angesichts des schlechten Rufes, den man sich erwirbt, wenn man solcherlei Möglichkeiten auch nur in Erwägung zieht, deswegen tut auch jeder gut daran, in den Lügengebäuden zu verbleiben, die von offizieller Seite für uns eingerichtet worden sind. Mögen diese auch ziemlich windschief dastehen, mögen die noch so wurmstichig und ramponiert aussehen, der Schaden, der einem dadurch entsteht, dass man die Gemeinschaft der Hirnamputierten verlassen hat und unverschämterweise anfängt, seine eigene Birne zu benutzen, wenn man beginnt, das Unaussprechbare in seine Erwägungen miteinzubeziehen, der ist weit, weit größer als der Nutzen, den man davon zu erwarten hat. Man wird einsam, wenn man zu denken begonnen hat, wenn man anfängt, sich selbst mal ein Bild von den Dingen zu machen, anstatt wie ein Papagei die von oben vorgebeteten Parolen nachzuplappern. Man ist alleine außerhalb des kollektiven Wahns...
Die sichtbaren Figuren, also dieses Zeugs, welches uns tagtäglich auf den Bildschirmen vorgesetzt wird, die sind lediglich Staffage, das sind nichts weiter als Schießbudenfiguren und Watschenmänner, das sind ja eigentlich auch immer gewesen, die hatten wohl niemals irgend eine andere Rolle gespielt als die von Statisten, egal, wie mächtig sie uns erscheinen. Von einem Tag auf den anderen werden solche bislang so mächtig Aussehenden aus den Löchern, in die sie sich verkrochen haben werden, gezogen und von einer entfesselten Menschenmenge erschlagen. Auf diesem dreidimensionalen Bildschirm, der sich da Welttheater schimpft, da werden im Sekundentakt die Ereignisse vorüberflimmern, da wird es einem ganz schwindlig bei dem Tempo, in dem die Köpfe fallen werden, einer nach dem anderen werden sie rollen müssen, dabei wird die Litanei ihrer Verbrechen abgespult werden, wir werden uns allesamt zu übergeben haben angesichts der Niedertracht und Verkommenheit, die uns da präsentiert werden wird. Und doch wird das alles nur Theater sein, eine fürchterliche Vorstellung wird unsereins geboten, wer da nur irgendwie kann, der verlässt den Saal fluchtartig durch den Notausgang, wenn er diesen nur findet. Denjenigen, denen es vergönnt sein wird, in der Vorstellung bis an das bittere Ende ausharren zu müssen, die werden ihren letzten Rest an Verstand wohl endgültig verlieren...
Nach dem zweiten Weltkrieg sind in Deutschland zwei Okkupationsverwaltungen installiert worden, die einen ruinierten die Wirtschaft, die anderen unterminierten die Seelen. Nach vierzig Jahren entschieden sich diejenigen, deren Wirtschaft zerstört worden war, für das Zersetzungswerk an ihren Seelen als das geringere Übel gegenüber dem Schlangestehen vor leeren Geschäften, mittlerweile sind wir in Gesamtdeutschland in den Genuss von beidem, der Vernichtung sowohl der Wirtschaft wie auch die der Seelen, gekommen… Wollt Ihr die Pest, oder wollt Ihr nicht lieber die Cholera? Wir können und wir werden auch beides haben können, wir bekommen die Cholera sowie die Pest... und Ebola gibt es als kleinen Bonus für unser unterwürfiges Wohlverhalten gratis dazu… seid doch ein wenig dankbar angesichts dieser Großzügigkeit... in materieller Hinsicht sind wir jetzt ruiniert und obendrein auch noch seelenlos geworden, da sieht es wohl weniger nach der längst überfälligen Revolution aus, als nach dem schleichenden Verebben in dem Krankenhaus, das unsere Welt mittlerweile geworden ist... Scheintote werden nun mal keine Revolutiönchen veranstalten, nur deswegen ist es bisher immer weiter und weiter gegangen, deswegen wird es auch weiter gehen, deswegen werden auch die Betrügereien immer dreister werden, die Lügen immer unverschämter, einem Volk von Hirnamputierten kann man ja alles erzählen…
Das postheroische Zeitalter, in dem wir uns seit langem befinden, das ist eine Ära der kollektiven Feigheit, des Duckmäusertums, der Denunzianten und der selbsternannten Blockwarte… nun ja, was kann man denn schon von einem Menschenschlag erwarten, dessen Seelenleben abhanden gekommen ist, der allzu lange schon sein Gesicht verloren hat und dieses auch mehr nicht im Fundbüro wiederbekommen wird… dem niemals etwas anderes vorgesetzt geworden ist als diese süßliche Pastete vom rosa Einhorn, zuckerkrank ist man davon geworden, dumm und fett und molluskenartig… nun ja, jetzt ist eine solche Qualle auch noch gesichtslos geworden, jetzt ist sie spätestens durch das Tragen der Sklavenmaske, anonymisiert, latent depressiv und verängstigt... die Staatsmacht und der industriell-pharmazeutische Komplex hat ganze Arbeit geleistet bei der Abrichtung des Menschengeschlechts zur universell verfügbaren Idiotenmasse…
Wer eine Diktatur etablieren will, der muss sich nur darauf verstehen, panische Angst zu verbreiten, denn lediglich die Angst ist dazu in der Lage, das kulturelle Immunsystem außer Kraft zu setzen. Und befindet sich eine Gesellschaft in einer kollektiven Panik, so wird jede rational nicht nachvollziehbare Maßnahme dazu beitragen, diese Angst zu verstärken… Je absurder die Staatsmacht agiert, desto effektiver wird die Angsterzeugung funktionieren, desto weniger Widerstand wird zu erwarten sein. Das Stockholmsyndrom als Regierungsmethode, jede Diktatur benötigt einen scheinbar übermächtigen Feind, den es mit allen Mitteln zu bekämpfen gibt, völlig egal, wer oder was dieser Feind ist, Hauptsache, das Stimmvieh, die Steuermelkkuh, der Staatssklave bleibt gefügig, wagt es ja nicht, nachzufragen, geschweige denn, aufzumucken… schon seit langem haben wir hierzulande diese Friedhofsstille, die von Monat zu Monat hermetischer wird, ein Leichentuch liegt über diesem Land, und nicht nur über diesem…
Die Menschheit hat sich selbst wegrationalisiert, wir brauchen uns doch selbst nicht mehr, wir sind ja mehr als nutzlos geworden, wir könnten auch ebenso gut verschwunden sein… der Maskenball, den wir gerade erleben, dieser bedeutet unser schleichendes Verschwinden, die Unerwünschten haben abzutreten… sie sollen aus lauter Angst vor der Schnupfenpest Selbstmord begehen, sie sollen sich in Desinfektionsmitteln ertränken… ja, sie begehen den ultimativen Seuchenschutz, indem sie unverzüglich das Atmen einstellen… wer jetzt angesichts dieser Bedrohung noch atmet, der ist ein Gefährder, ein Verräter, ein Sauerstoffdieb und der gehört füsiliert, so lautet die Parole dieses Tages, der morgen eine andere, eine noch dümmlichere folgen wird...
Wer jetzt noch an seinem überflüssigen Dasein festhält, der findet sich im digitalen Narrenhaus wieder. In diesem unschädlich gemacht, mit dem schleichend obligatorisch gewordenen Maulkorb versehen, in die Zwangsjacke der political correctness gezwängt, als Masseneremit mit dem kleinen Flimmerkästchen in der Hand… seht, dies ist kein Mensch… seht, das ist lediglich ein Atom Verfügungsmasse, es ist ein kleines Stäubchen im Winde… doch sein wunderbares Mäusekino wird ihn mit unzähligen Bildchen füttern, wie schön das doch alles sei, wie sicher er doch behütet werde von denjenigen, die sich da Tag für Tag aufopfern um unser aller Wohl willen… und wenn mal etwas schiefgeht, wenn einmal das Unrecht und die Absurdität offenkundig geworden sind, wenn…, wenn... ja, wenn das nur der Führer wüsste… oder die Führerin, die Kindergartenmutti der Nation… sie spricht zu uns, als wären wir Dreijährige, doch der Majorität dieser Irrenhausinsassen fällt nicht einmal auf, wie sehr wir alle zum Narren gehalten werden, sie nehmen die Kinderrolle dankbar an, sie stecken sich den Schnuller in den Mund… ein Zuckerl vom Onkel Kinderschänder… fürwahr, mir rollt sich der Aluhut zusammen angesichts dieses Ausmaßes an Dummheit, man schämt sich der Zugehörigkeit zu diesem Land, zum Menschengeschlecht, man unterlasse es lieber angesichts dieser vertrottelten Spezies Herz zu zeigen, man überziehe es mit einer Eisrinde gegen sie…
Irgendwo, irgendwie fällt mir eine Bilderserie aus dem Iran vor der Machtergreifung der Fledermäuse in die Hände, diese Bilder unterscheiden sich eigentlich nur unwesentlich von den Bildern, die wir aus der gleichen Zeit in unseren Ländern kennen, es war ein äußerlich unbeschwertes Dasein, welches so abrupt abgebrochen war, als die Religion das Zepter in die Hand genommen hatte. Leider hatten die Iraner es damals versäumt, die Fledermäuse zu einer leckeren Fledermaussuppe zu verarbeiten, sie hätten vielleicht ein wenig Schnupfen davon bekommen, aber was hätten die sich im Gegenzug alles erspart…? Erleben wir jetzt gerade auch so eine Zeitenwende? Die Machtergreifung der Lebenshasser in Form von Gesundheitsbürokraten und Ökotollahs? Das öffentliche Leben erstickt, die Welt, in der wir aufgewachsen sind und an die wir uns gewöhnt hatten, die existiert lediglich in alten Bildern weiter, auch wir haben unsere Fledermäuse, die unsereins ihr eigenes psychisches Elend aufzwingen und zur Lebensnorm machen wollen. Und werden nicht irgendwann die alten Bilder vernichtet, die Erinnerungen gelöscht, die Geschichtsschreibung zurechtgebogen, werden da nicht wieder mal Lügen gesponnen werden, dass es eine Welt vor der Herrschaft der Fledermäuse niemals gegeben haben wird, dass es ein mehr als barbarisches Zeitalter gewesen sein muss, als die Menschen sich noch unverschleiert gezeigt hatten?
Wie lebt es sich denn eigentlich weiter nach dem Endsieg der Hässlichkeit? Werden da nicht irgendwann die Lebenden die Toten zu beneiden haben? Und wird nicht irgendwann für jedermann das Unerträgliche zur Selbstverständlichkeit? Wird es nicht irgendwann einmal völlig normal sein, wird da eine neue kulturelle Norm etabliert, dass man keinen Mund mehr hat und keine Nase, keinerlei Mimik, dass die untere Hälfte des Gesichts mit einem Deckel versehen werden muss, weil es sonst unvollständig wäre? Ein nacktes Gesicht vorzuzeigen, die Gesichtsgenitalien, Nase, Mund, Zähne, wie ist das unfein, wie obszön! Da muss dann schleunigst die Sittenpolizei kommen und einen wegsperren, einen Gefährder der öffentlichen Ordnung und der Sittlichkeit… Schon heute vernehmen wir die erlauchten Worte des obersten aller Computerfritzen, von einem, der ausgezogen war, sich die Welt in die Tasche zu stecken, dass in Zukunft ein jeder, der ohne seinen Maulkorb vor der Fresse unterwegs ist, als Nudist zu betrachten sei… Nun ja, das picklige Gesicht vom selbsternannten Weltenherrscher ist ohne Maske kaum zu ertragen, sollen jetzt angesichts der Tatsache, dass manche Menschen eben unvorteilhaft aussehen, jetzt alle ihre Vorzüge verbergen?
Doch solcherlei Fragen zu stellen, das wird irgendwann einmal nicht ungefährlich sein, denn das Hassenswerte hat ja immerhin die Macht über die Gewehrläufe und unsereins bleibt nichts weiter als die ohnmächtige Wut. Ein Leben abseits des Zeitgeistes, abseits der verordneten Demenz, außerhalb der Gefilde des betreuten Denkens, so etwas wird dann ein Ding der Unmöglichkeit sein… Das Kindergartenkollektiv hat ja gefälligst zu parieren, es hat sich den Anweisungen der Kindergartentante in der Irrenhauszentrale widerspruchslos zu fügen, es hat die vorgebeteten Parolen nachzuplappern...
Wer sich jetzt noch im unzivilisierten Zustand der Freiheit befindet, der wird genötigt werden, sich unter das segensreiche Joch der Vernunft zu beugen. Die Menschheit muss man zu ihrem Glück zwingen, was das Glück sein soll, das bestimmt jetzt eine gesichtslose Kaste sämtlicher Eigenschaften entledigter Funktionäre. Die Niemandsherrschaft vorgeblicher Sachzwänge, kein Einzelner kann mehr für irgendwelche Zustände verantwortlich gemacht werden, da es keinerlei Gesichter, keine Identitäten mehr gibt. Der Mensch der Zukunft, der wird eine Maschine sein, eine Apparatur, welche ferngesteuert ihren Dienst verrichtet, reibungslos, unauffällig, eine myriadenfach reproduzierte Wanderameise, mal hierhin, mal dorthin geschoben… sämtlicher Bindungen entledigt, denn jeder menschliche Kontakt könnte ja ein Infektionsrisiko bedeuten, also Atom in einer Aerosolwolke aus Desinfektionsmitteln, aseptisches Elementarteilchen, durch den leeren Raum fliegend… das ist die neue Welt, die uns verheißen worden ist durch die Propheten aus dem Siliziumtal irgendwo im fernen Kalifornien.
Die vorsintflutlichen Zeiten der Individuen, die sind nun vorbei. Was zählt, das ist die Masse der Gesichtslosen, die Dominanz der arithmetischen Durchschnittsgröße. Man wird uns schon zurechthobeln, man wird uns schon beizubringen wissen, dass der gute Geschmack eines Einzelnen eine Sünde ist gegen das Ideal der Gleichheit. Schönheit ist ein todeswürdiges Verbrechen, die normative Dürftigkeit auf dem niedersten Niveau, das wird das Maß aller Dinge sein.
Wir sehen gerade den Kampf der Dystopien, Orwell versus Huxley, die schöne neue Welt, die hat nun endgültig abgewirtschaftet, gerade wird 1984 etabliert, das rigorose Durchgreifen im Ameisenstaat, in dem es nichts außer sinnlose Scheinbeschäftigung im Hamsterrad und forcierte Langeweile geben wird. Der Rohstoffverbrauch, der zur Aufrechterhaltung unserer bisherigen Konsumtrotteldemenz benötigt wird, der ist dauerhaft nicht zu verkraften, einige Rollen Stacheldraht, ein paar Wachtürme, ein Heer von Spitzeln und von Denunzianten, ein wenig Überwachungstechnologie, vom Dummdödel auch noch selbst bezahlt in Form seines Mobiltelefons oder einer elektronischen Zimmergenossin namens Alexa, das alles ist weniger kostenträchtig. Die Wohlstandsverblödung wird von der Robotisierung des Menschengeschlechts abgelöst, jeder ist ein willenloses Rädchen im Getriebe, von seinem in den Dummschädel implantierten Mobiltelefon gesteuert, eine verborgene Zentrale in irgendwelchen Bunkern in den Tiefen der Erde registriert einen jeden Gedanken, sie wertet ihn aus, sie sanktioniert oder spricht irgendwann ein ultimatives Todesurteil, oder die Gedankenwelt der Menschheit wird von einem Großrechner zentral gesteuert, es gäbe dann keinerlei Möglichkeiten mehr, falsch zu denken, denn eigene Gedanken, das ist dann ein Relikt aus der finsteren Vergangenheit, so etwas gibt es nicht mehr in dieser Welt, die das Siliziumtal für unsereins ausgedacht hat. Wir können dann nichts anderes mehr denken als das fortwährende Repetieren von Parolen, etwas anderes lässt der Funkrechner in unserer Birne nicht mehr zu. Es gibt dann keinerlei Freiheit der Gedanken mehr, keinen Bereich, der nicht dem Zugriff der Staatsmacht unterworfen ist. Dies wäre der Sieg der ferngesteuerten Masse über den selbstbestimmten Einzelnen. Der Mensch nicht mehr ein Mensch, sondern er ist lediglich eine Nummer, namenlos, gesichtslos, nasenlos, zahnlos schon lange, ja, die jahrzehntelange Zahnlosigkeit hat uns ohnehin dahin geführt, wo wir jetzt stehen… genauer gesagt, wo unsereins auf den Knien rutscht und diesen Zustand nicht mehr zu bemerken in der Lage ist. Weit oben über der normierten Misere, an der Spitze, da befindet sich die Nummer aller Nummern, das ist kein Mensch, sondern ein computergeneriertes Hologramm. Im erfolgreichen durchgeführten Entseelungsprozess, da stehen die Maschinen an der Spitze, die künstlichen Intelligenzen, der natürliche Mensch, das ist ein Auslaufmodell, welches vielleicht noch als Billigware verramscht, nach kurzer Zeit allerdings entsorgt werden wird. Soweit die Visionen derer, die in dieser Welt das Sagen haben.
Aber, so wird mir irgendein Tagträumer erzählen, den ich auf der Straße treffe… alles wird gut!… alles wird bestens!… nun ja, die Hoffnung ist die kleine, noch in den Windeln liegende Schwester der Verzweiflung, man wartet darauf, dass irgend jemand, der amerikanische, der russische Präsident, der langersehnte Messias, die Frequenzerhöhung des Universums, der von Geburtswehen begleitete Übergang in eine andere Dimension, das alles ganz von alleine richten werde… und da sitzt man nun in freudiger Erwartung kommender Ereignisse und legt die Hände in den Schoß, genießt die Show und frisst Popcorn... und es geschieht nichts, außer, dass dieser Betrug immer weiter geht und die Impertinenz der Hütchenspieler weiter und weiter ansteigt. Nun ja, es wird alles gut, ganz von alleine, wir müssen nur dasitzen in freudiger Erwartung einer Wende, die wohl niemals kommen wird… ja, wir werden wundervolle Dinge bekommen, wunderbare goldene Sklavenketten, mit denen man unsereins schmücken wird, hell leuchtende Eisenkugeln an den Fußgelenken, bedingungsloses Hubschraubergeld, das über unseren Köpfen abgeworfen wird zu unserer freien Verfügung, nun ja, der Honigfallen gibt es nicht wenige, mit irgendwelchen süßlichen Parolen wird die Sklaverei spirituell verbrämt, Hauptsache, die Menschheit wird zum Tagträumen angehalten, mit leuchtenden Verheißungen wird sie am Nasenring durch die Manege geführt… nun ja, der liebe Gott in den Tiefen der Hölle wird sich ein zweites Löchlein freuen dürfen in seinen hochheiligen Allerwertesten angesichts der unausrottbaren Einfalt dieses Menschengeschlechts.
Die meisten Menschen haben ja ohnehin nicht verstanden, was Leben ist. Leben, das bedeutet, Bewegung, der Zustand permanenter Veränderung, Leben bedeutet Ungleichheit, Unterschiede, groß, klein, schwach, stark, dick, dünn... nur dort, wo sich Gegensätze bilden, wo sich etwas voneinander unterscheidet, da gibt es Leben, da gibt es den fortwährenden Wechsel zwischen Wohlbefinden und Missbehagen, da gibt es das Wechselspiel von Siegen und Niederlagen. Im Leben gibt es keinen endgültigen Zustand, kein „Ende der Geschichte“, alles ist vorläufig, von Wechseln und Veränderungen bestimmt. Der derzeitige intellektuelle Gleichschritt ist der Versuch, einen statischen Zustand zu etablieren, doch gibt es in unserer Welt niemals etwas wirklich Bleibendes, alles ist dem Wechselspiel von Aufbau und Zerfall unterworfen. Die heraufziehende Tyrannei wird wahrscheinlich zwar kommen, aber sie wird nicht bleiben, im Moment der allergrößten Hybris, da wird sie kollabieren, nichts ist so sicher auf der Welt wie die Tatsache, dass statische Zustände mit den Gesetzmäßigkeiten des Lebens unvereinbar sind.
Leben ist untrennbar mit dem fortgesetzten Risiko des Scheiterns verbunden, es gibt weder Leben noch Liebe noch irgendwelche Schönheit ohne Gefahr. Die Alternative, ja, das wäre der bewegte Tod, das ist das, was uns die selbsternannten Beschützer unseres Daseins zu versprechen versuchen und was sie mit ihren Restriktionen und ihrem Repressionsapparat aufrechtzuerhalten versuchen. Aber das Vorhaben, das Ungewisse, die Gefahr aus dem Leben zu bannen, das bedeutet das Leben selbst aus unserem Dasein zu eliminieren, es abzuwürgen, es schleichend kalt absterben zu lassen. Wenn im Universum alle Gegenstände gleich warm oder gleich kalt wären, dann gäbe es keinerlei Bewegung mehr, dann gäbe es nicht das Streben nach Ausgleich, gäbe es nicht das Perpetuieren von Aufbau und Zerfallsprozessen, es gäbe einfach nichts weiter als die immerwährende Gleichförmigkeit, als die immergleiche Öde, in deren Genuss wir unweigerlich kommen werden, wenn wir uns den fürsorglichen Tentakeln der Gesundheitsbürokratie anvertrauen. Mit dem Lappen vor dem Gesicht, da sind wir dann allesamt unterschiedslos, da sind wir alle zusammen gleichermaßen verunstaltet, da sind wir allesamt entmündigt, alle befinden wir uns alle zusammen in der gleichen Ödnis, in der es weder heiß noch kalt, in der es auch keinerlei Begeisterung und keine Abscheu gibt, es gibt da nichts anderes mehr als diese einheitsgraue Masse, es ist eine Welt, in der es keinerlei Leben, sondern lediglich den verwalteten Tod gibt.
Die letzten Menschen dieser Welt, das werden die Wohlorganisierten sein, diejenigen, die in einer mehr als perfekt eingerichteten Gesellschaftsordnung als ferngesteuerte Roboter ihr Dasein verbringen. Sie werden so vollkommen wie die Mechanismen sein, es gibt dann keinerlei Unregelmäßigkeiten mehr, Unwägbarkeiten schon mal gar nicht…
Vielleicht wird es so weit kommen, aber es wird keinesfalls so bleiben, selbst jede noch so perfekt ausgerichtete Tyrannei hat ihr Ablaufdatum. Und dies wird die einzige Hoffnung sein, die unsereins bleibt, das Vertrauen darauf, dass auch die allergrößten Scheußlichkeiten der Vergänglichkeit anheimfallen werden. Die Welt dreht sich weiter, mag sie von Tyrannen regiert werden oder nicht. Die schlechten Ideen geraten an ihr logisches Ende, sie diskreditieren sich ganz von alleine, die Dummköpfe stehen auf, die sich den Staub von ihren Kleidern und machen mit neuen Dummheiten weiter...
Wenn das Weltall unendlich wäre, dann müsste seine mittlere Dichte gleich Null sein. Doch wenn das Universum endlich ist, was ist dort, wo das Weltall aufhört? Was ist eigentlich dort, wo es dann nichts mehr gibt, schon gar nicht mehr ein Subjekt, das überhaupt noch feststellen könnte, dass im Grunde genommen nichts mehr da ist. Wenn der Grad der menschlichen Dummheit unendlich wäre, dann wäre der durchschnittliche Intelligenzquotient gleich Null. Oder würde man vielleicht irgendwann feststellen können, es gäbe eine sagenhafte Negativintelligenz, analog zur Antimaterie in der Physik. Schwarze Löcher des Denkens, die alles das in sich einsaugen, was es einmal an Gedankenwelten gegeben hatte und die andernorts nichts weiteres als Unsinn und Worthülsen ausstoßen? Vieles von dem, was es da an Reden und Verlautbarungen gibt, das scheint ja tatsächlich einer solchen Negativintelligenz zu entspringen, es sind offenkundig sinnbefreite Aneinanderreihungen von Schlagworten, von Floskeln, oftmals mit reichlich moralischem Brimborium und mit heftigen Gefühlsergießungen garniert. Nun ja, es ist das alles ziemlich dumm und solcherlei Dummheiten sind zu nichts nütze. Wenn sich aus der menschlichen Dummheit wenigstens ein wenig Elektrizität erzeugen ließe, sämtliche Bewohner dieses Planeten liefen mit einem Rucksack umher, in welchem sich ein Generator befände, unser Energieproblem wäre wohl für alle Zeiten gelöst, wir hätten Strom in Hülle und Fülle, wir könnten sowohl die Atommeiler wie auch die Gas- und Kohlekraftwerke abstellen und die Vogelschredderanlagen auf den Hügeln unverzüglich absägen. Die menschliche Dummheit würde so uns viel Energie liefern, dass wir gar nicht mehr wüssten, wie wir all‘ diesen Strom überhaupt verbrauchen könnten...
Irgendwo hörte ich kürzlich die Erzählung eines Traumes, es war ein kleiner Gruß aus den virtuellen Gefilden, denen man sich mehr und mehr ergibt, weil einem das wirkliche Leben in der Schnupfenapokalypse nichts mehr zu anzubieten hat: Ein Greifvogel attackierte die Erdkugel und just in dem Augenblick, in dem er sich am Erdboden festkrallte, da wurde ihm die Kralle abgeschlagen und er ging in Flammen auf. Ein Windstoß blies das bisschen Asche davon, was von dieser Bedrohung der Welt übrig geblieben war. Wird es so kommen, werden die Aasgeier endlich abgefackelt werden, werden die Seilschaften, die jahrhundertelang die Staatswesen unterwandert, ausgehöhlt und zu ihren Zwecken fremdbestimmt haben... werden sie auffliegen, werden sie im Feuersturm untergehen? Haben sie es vielleicht so gewaltig übertrieben, dass irgendwann auch das allerletzte Schnarchschaf einmal bemerkt haben wird, dass hier etwas nicht stimmt, dass wir uns in irgendwelchen gewaltigen Lügenkonstrukten befinden. Schnupfen hat es ja immer gegeben und die Welt ist niemals untergegangen davon. Sie hat ja wesentlich Schlimmeres überlebt, den Schwarzen Tod des Mittelalters, die Religionskriege der frühen Neuzeit, die Weltkriege im vergangenen Jahrhundert. Das Versiegen des Erdöls vor einigen Jahrzehnten, das Ozonloch, das Waldsterben, den Atomtod, die Schweinegrippe, den Rinderwahn, wir haben das alles weggesteckt. Hurra, wir leben noch… und wir können immer noch zur Tankstelle fahren, es stehen immer noch Bäume im Wald, kein Hautkrebs hat uns hinweggerafft wegen diesem gelben Ding am Himmel mit seinen todbringenden Strahlen, wir sind weder an der Schweinepest noch am Rinderwahn verreckt… auch wenn wir gefühlt schon hunderttausende Tode gestorben sind, wenn unsereins Jahrzehnt um Jahrzehnt die allgegenwärtige Angst das Dasein vergiftet hat in irgendwelchen Weltuntergangsszenarien, die sich zumeist als Lappalien herausgestellt hatten. Wir leben noch… und wir werden auch weiterleben… irgendwann einmal wird auch der Allerdümmste sich den Lappen vom Gesicht streifen, wird er sich den unsinnigen Verordnungen widersetzen, wird er sich das Schnupfenpestgeschwafel aus den Medien nicht mehr anhören wollen, wird er die Angst verlieren, denn wenn es tatsächlich so schlimm gewesen wäre, wie propagiert, dann wäre er doch längst schon elendig verreckt und von den Würmlein aufgefressen, nun aber, er lebt noch und die Apokalypse fängt an, einen zu langweilen. Die Schnupfenpest, das war die eine Lüge zu viel, diese wird sich mit unabwendbarer Sicherheit gegen ihre Urheber wenden. Kaum jemand ist tatsächlich am Schnupfen gestorben, doch allzu viele haben wegen der unausgesetzten Lügen ihr Leben gelassen. Gott in den Tiefen des Hades reibt sich die Hände, bevor seine Engel ihm die Tür eintreten und ihn abführen werden, in dem Moment, als er sich allzu sicher gefühlt hatte, da ist die Stunde der Abrechnung gekommen.
Ich habe einige Messer vergraben, den Griff in der Erde, die Klinge schaut heraus, mit ein wenig Blut beschmiert, der Geruch des Blutes lockt die Wölfe herbei. Diese wittern ihre Beute, sie werfen ihre übergestülpten Schafspelze ab, sie beißen zu und sie geraten, während der Stahl des Messers ihnen die Zungen und die Schnauzen zerfetzt, in einen Blutrausch, der sie gieriger und gieriger werden lässt, bis sie sich in ihrer Agonie nach und nach zerfleischen. Auf diese Weise kann man einer Wolfsplage Herr werden. Möglicherweise ließe sich auch die gleiche Methode bei unseren Oligarchen anwenden, indem man ein scharfes Messer im Erdboden vergrabe und an dessen Spitze ein wenig Geld festmache. Werden sich die wirklichen Beherrscher dieser Welt an dem unter einem Geldscheinchen verborgenen Messer die Schnute zerschneiden, werden sie verbluten und wird die Welt endlich von dieser Pest erlöst werden? Oder ist das alles nur Illusion, wird es immer so weitergehen, mit den immergleichen Sklavenhaltern, mit wechselnden Bedrohungsszenarien und sich ändernden Parolen? Die Apokalypse ist auch nicht mehr das, was sie einst war… diesmal ist es äußerst viel Angst um nahezu nichts, an einem grippalen Infekt wird die Welt unterzugehen haben, und wenn es nicht so kommt, nun ja, irgendeine Massenpanik wird immer aufrechterhalten werden müssen, denn sie ist das Mittel, mit der die Beherrscher der Welt ihre Macht begründen. Ohne Angst, da gibt es keine Macht und es ist die Angst, die den Herrschenden das derzeit vorbereitete allergrößte Verbrechen der Menschheitsgeschichte ermöglichen wird.
Unsereins wird also die Angst verlieren müssen, wir müssen die Augen aufmachen und die Nulpen, Flaschen und Gauner an den Schalthebeln auszulachen beginnen, wir müssen sie unausgesetzt mit Hohn und Spott übergießen, wir können sie nur der Lächerlichkeit preisgeben. Doch wer im Schlachthaus sitzt, der sollte nicht mit Schweinen werfen. Wer hört denn schon auf einen guten Rat, möglicherweise auf den allerbesten, der je auf dieser Welt erteilt worden ist…
Nun ja, was haben Sie überhaupt davon, das alles zu lesen, was ich so in die Tastatur haue... es ist ja alles so leicht gesagt, es ist so unbedacht geschrieben, alle diese Worte sind so leichtfertig unter die Leute gebracht… man berauscht sich an ihrem Klang und, sobald sie einmal verklungen sind, da sitzt man hohl und leer auf der Wortmülldeponie.
Sie können sich ja, wenn es Ihnen in der analogen Welt zu unerträglich geworden ist, dauerhaft in die digitalen Gefilde verdünnisieren, Sie können googeln den ganzen Tag, bis Sie sich am irgendwann am Googlehupf überfressen haben, Sie können sich rund um die Uhr mit unzähligen Nullen und Einsen vollstopfen, bis irgendwann unter Ihrem von Adipositas geplagten Körper Ihr Sofa zusammenbricht. Und ich sage Ihnen, Sie werden alles erfahren, wenn Sie es nur wollen, Sie werden Ewigkeiten gebannt vor Ihrem Rechner sitzen und Sie werden tiefer und tiefer in den Kaninchenbau an Unverschämtheiten, an Lügen und Verwirrungen eindringen, Sie werden die Vereinsmeierei bei der UNO und bei den Bilderbergern und bei dem World Economic Forum kennenlernen, sie machen Bekanntschaft ein paar mächtigen Computerfritzen und mit einigen Großspekulanten, die sich als Philanthropen gebärden, Sie werden gewahr werden, wie es bei diesen selbsternannten Wohltätern unter deren Maske eines zur Schau gestellten Altruismus aussieht… ja, und dann werden Sie in der Lage sein, durch Ihren Mitteilungsdrang jeden Menschen in Ihrer Umgebung für alle Zeiten zu vergraulen. Sie haben die Wahl, entweder leben Sie mit all den Anderen in der Lüge oder Sie sind und Sie bleiben einsam, eine andere Wahl gibt es nicht. Sie können dann wie ein Gespenst durch die Straßen irren, wenn Ihnen ein kleines Kind mal über den Weg läuft, und Sie möchten es fragen, was es einmal werden wolle, da kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen: „Blockwart“.
Wie schon gesagt, und nach allen diesen doch mehr als sinnlosen und den endlosen überflüssigen verbalen Ergießungen sicherlich schon längst wieder vergessen, mein Name ist Maximilian Mustermann, ich bin eine fiktive Person an einem fiktiven Ort, lebend in einem Konglomerat von Kartenhäusern, welche, solange sie noch nicht eingestürzt sind, als Seelenkäfige fungieren. Stellen Sie sich irgendeine gesichtslose Reihenhaussiedlung vor, daneben eine Fäkalienwiese, die zu betreten strengstens verboten ist, in Fußnähe ein heruntergekommenes Einkaufszentrum, den obligatorischen Fressalienhändler mit der angeschlossenen Traditionsbäckerei Schimmelbrodt. Eine Mustersiedlung eben für Mustermänner und für Musterfrauen wie für sämtliche sonstigen gemusterten Geschlechter... von mir aus können es auch vielstöckige Seelenkäfige sein, Sperrmüllsalons, alles das ist unerheblich, es ist alles völlig gleich, es ist pragmatisch bis zum praktischen Ableben in der Verwahranstalt, niemanden wird das mehr stören, weil es ohnehin kein „jemand“ mehr gibt, weil wir allesamt Niemande geworden sind… es wird alles so sein, weil eben dies alles ohnehin gleichgültig geworden ist, die Gebäude ebenso wie deren Bewohner, auch das ist egal… denn diese Welt, in der unsereins seine Tage zu verbringen hat, die ist mehr als fiktiv, im Grunde genommen gibt es lange schon nicht mehr etwas Richtiges im Falschen, keinerlei Wahrheit im Lügenuniversum… alles ist lediglich eine mitunter luxuriöse Möblierung der Kartenhäuser, in denen unsereins sich häuslich eingerichtet hat und die nun einzustürzen begonnen haben… Unsere Welt, in der wir geglaubt hatten, zu Hause zu sein, die hat sich auf die Nullen und Einsen auf dem Display eines Mäusekinos reduziert und es sind wie immer die Nullen, die bei uns den Ton angeben, die unsereins dann schon sagen werden, wo es langzugehen hat. Und so ein Maximilian, dieser wird wohl endgültig zur Null degradiert werden, wenn Tag für Tag unter der Weltherrschaft der Nullen sich das, was hier noch ausgesprochen werden kann, schleichend Stück für Stück reduziert, bis irgendwann einmal die Sprache einem frenetischen Kopfnicken gewichen sein wird. Dies wird das Ende sein, die Vollendung der Sklaverei. Die glücklichen Untertanen, die werden es ohnehin nicht mitbekommen, die werden vor Freude strahlend ihren Untergang befürworten und sie werden sich mit dem Kakao vollsaufen, durch den sie gerade gezogen worden sind... Maximilian Mustermann wird sich also angeekelt schweigend abwenden müssen von den Feiernden, von denen, die ihren Schergen zujubeln und ihre Scharfrichter hochleben lassen. Er wird gehen, wird gehen müssen, das Angewidertsein treibt ihn fort. Nun wird er, Bleifußindianer, der er ist, auf seiner Flucht ins Nirgendwo an unzähligen Ortschaften vorbeirauschen, Trottelfingen, Wanzenburg, Intrigel, Bad Niedertracht, Oberspitzelhausen, er wird so lange auf die Tube drücken, bis irgendwann einmal unzählige Kilometer hinter dem Rosskurort Bad Blut eine rettende Grenze in dieser Welt des grenzenlosen Schwachsinns erreicht sein wird. Oder er wird diese Ortschaften nicht mehr finden, da sie unter dem türkisfarbenen Maskenmüll verschwunden sind, er wird der letzte Mensch sein, er wird alleine zwischen den Ruinen Europas umherirren müssen, während dessen Bewohner still und schleichend ausgestorben sind, erstickt unter den türkisfarbenen Seuchenlappen, vermodert in ihren Kellern, eingegangen an der Langeweile ihres Quarantänedaseins. Der Regen wird die Plakate mit den Verlautbarungen und Gesundheitsratschlägen durchweichen, der Wind wird die Papierfetzen verwehen, nichts außer ein paar Betonskelette wird mehr daran erinnern, dass es hier einmal eine Zivilisation gegeben hatte, die sich aus lauter Angst vor dem Schnupfen aus der Existenz verabschiedet hatte...
Gäbe es ein Fazit, leider wird es wohl niemals eines geben können, es geht lediglich immer nur weiter und weiter, man wird wohl auch keinerlei Gelegenheit finden, irgendwie noch einen Ausweg aus dieser unseligen Geschichte zu finden, doch wird dies mit Sicherheit nicht gelingen, Worte werden nutzlos sein, Taten bewirken nichts. Ich hätte also ebenso gut mich in Schweigen hüllen können, ich hätte mich einfach nur still und leise verdrücken sollen, alles Gerede dieser Welt hätte die Ereignisse, die gekommen sind und die wohl kommen werden, ohnehin nicht aufhalten können. Das Wort sei stärker als die Faust, so konnte ich von klein auf wieder und wieder hören, doch offenbarte sich mehr und mehr die Machtlosigkeit von beidem. Es bleibt also alles ungesagt, es bleibt ungeschrieben, es bleibt ungetan, während die Saturnzeit hereingebrochen ist und die bleierne Schwärze dieser wohl niemals mehr endenden Nacht wohl das allerletzte Wort behalten wird...