Freundschaftskummer - von: Homo Faber.

Nachdenkliches · Poetisches

Von:    Homo Faber

Erstveröffentlichung: 1. April 2006
Bei Webstories eingestellt: 1. April 2006
Anzahl gesehen: 3.069
Erhaltene Punkte: 40
Seiten: < 1

Freunde waren wir,
alles haben wir uns anvertraut,
besser als meine Eltern kanntest du mich,
Dinge hab ich dir erzählt,
die ich sonst niemanden hätte erzählt.
Ging es mir schlecht, warst du da,
auch ich war da, wenn es dir ging schlecht.

Endlich konnte ich frei sein,
frei von der Angst, Fehler zu machen,
ich wusste, du nimmst mich so, wie ich bin,
du hast mir kein falsches Wort übel genommen,
noch nie habe ich jemandem so vertraut wie dir,
zum ersten Mal fühlte ich mich nicht allein,
all das weißt du.

Doch nun gibst du unsere Freundschaft auf,
für einen Mann, den du kaum kennst,
weil er es so wollte.
Und du willst eine echte Freundin gewesen sein?

Punktestand der Geschichte:   40

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Kommentare zur Story:

  Hallo, ich leide auch seit langem an Freundschaftskummer. Meine beste Freundin hat mich vollkommen links liegen gelassen, als sie eine andere Freundin hatte. Von einem Tag auf den anderen war da nichts mehr! Dabei waren wir mal wie Schwestern. Ich habe seitdem keine wirkliche Freundin mehr, weil ich Angst habe nochmal so enttäuscht zu werden. Ich weiss, dass das blöd ist, aber ich kanns nicht ändern. Ich liebe meine Freundin immer noch. ja, ich empfinde das wirklich als Liebe. Es tut sehr sehr weh. Wär schön, wenns irgendwann mal aufhört. Ich denke, mir gehts erst besser, wenn ich wieder eine beste Freundin habe. Aber da ich jede mit Ihr vergleiche, hat natürlich niemand eine chance. Das ist so verzwickt. Freunde können einem so großen Schaden zufügen.  
anja  -  06.04.07 10:43

   Zustimmungen: 0

  hi. Ich kann mich mit deinem gedankengang sehr schnell und sehr gut identifizieren, da ich weiß wie schnell auch eine langjährige freundschaft mit einem schlag sehr tiefe kratzer erleiden kann.
Lg.  
sternregen  -  06.05.06 15:48

   Zustimmungen: 5

  Hi,

danke, ich freu mich, dass du auch so denkst.  
Homo Faber  -  10.04.06 09:22

   Zustimmungen: 0

  Saubere Einstellung, Herr Kollege! Daumen hoch. Endlich denkt mal Jemand so wie ich darüber ;-)
lg Sabine  
Sabine Müller  -  10.04.06 08:14

   Zustimmungen: 0

  Hallo,

@Christa: ich frag mich auch, was das für eine freundschaft war, aber daraus hab ich (wieder einmal) dazu gelernt, war leider nicht das erste mal, dass ich mich in jemanden getäuscht hab.
Danke auch für die hinweise auf die schreibfehler :-).
@Bine: auf dem gebiet haben wir wohl die gleichen erfahrungen gemacht. Du hast vollkommen recht, dass freundschaft auch eine art liebe ist. Und daher finde ich, dass freundschaft genauso so viel wert und wichtig ist.
Ich weiß nicht, welche sorte schlimmer ist: diejenigen, die sich den kontakt zu ihren freunden verbieten lassen oder diejenigen, die von ihrer seite aus ihre alten freunde nicht mehr beachten, sobald sie in einer beziehung sind. Ich weiß nur, ich würde niemals den kontakt zu menschen, die ich mag, abbrechen, wenn ich mal wieder in einer beziehung bin.  
Unbekannt  -  03.04.06 19:01

   Zustimmungen: 0

  Hallo, trifft voll meinen Geschmack. Freundschaftskummer aller Art ist mir auch bekannt. Es gibt oft "Gegenstücke", die dann verbieten, mit alten Freunden/ Freundinnen rauszugehen. Oder die Experten, für die man dann plötzlich Luft ist, wenn was Neues am Start ist. Dass man einen großen Teil mit seinem Liebsten/ seiner Liebsten verbringt ist voll und ganz verständlich. Aber dann wieder Alles links liegen lassen (und womöglich später wieder angekrochen kommen) finde ich immer ziemlich assig, wenn man das mal so sagen darf.
Freundschaft ist auch eine Art "Liebe" und wenn man viel unternommen hat, sich Alles anvertraut hat, durch dick und dünn gegangen ist, ist es besonders hart finde ich. Leider täuscht man sich oft in Menschen. Aber da musst du einfach denken: Die haben dich eh nicht verdient.
lg Sabine  
Sabine Müller  -  02.04.06 13:00

   Zustimmungen: 5

  Hallo,
guter Inhalt, ich frage mich allerdings, was das für eine Freundschaft war, die von ihrer Seite her so schnell aufgegeben wurde. Jetzt bist Du enttäuscht. Ent-täuscht, bedeutet, Du hattest Dich getäuscht und siehst jetzt wieder klar. Nimm es als eine Lebenserfahrung.
Es hat ein paar Fehler:
besser als meine Eltern (kannst) du mich,
(Singe) hab ich dir erzählt,
LG
Christa  
CC Huber  -  02.04.06 10:04

   Zustimmungen: 0

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