Ohne Titel (das erste) - von: Graf Zahl.

Poetisches · Amüsantes/Satirisches

Von:    Graf Zahl

Erstveröffentlichung: 28. November 2002
Bei Webstories eingestellt: 28. November 2002
Anzahl gesehen: 2.833
Erhaltene Punkte: 34
Seiten: < 1

Ich sitze hier
nicht mal ein leeres Blatt Papier blieb mir
mein Fuß rutscht ständig vom Stuhl.

Ja, ich liebe dich!
Damit du es weißt
mir zerfetzt es das Herz
und Seele und Geist.

Ja, ich brauche dich!
Vom ersten Moment an, als ich dich sah
brauchte ich dich
doch du warst nicht da.

Ja, ich verlange nach dir!
Setz deinen Fuß auf meine Brust!
Ich bin deine Beute!
Ich bin ein wehrloses Tier!

Ja, vernichte mich!
Hab Spaß an meiner Qual!
Stell einen Stein in deinen Garten
wenn ich nicht mehr bin
so will es die Moral.

Punktestand der Geschichte:   34

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Kommentare zur Story:

  Schreibt der Suchende über die Erkenntnis oder der Masochist über den männerfressenden Vamp?
Schwere Kost, genau richtig für kalte Winterabende.  
Kuft Wildebrunn  -  11.12.04 20:10

   Zustimmungen: 0

  1930 kann auch nix.... mein bestes hier auf webstories, was meine meinung angeht, ist zweifellos aero... aber danke für den tip, werde mal sehen was sich machen lässt :-)  
Graf Zahl  -  29.01.03 11:16

   Zustimmungen: 0

  Tja,
was mich dran stört ist eigentlich nur eine Kleinigkeit (die zu beheben ziemlich leicht sein dürfte ... falls du das überhaupt willst):
Der Sinn von Kunst ist es - in der Regel - das auszudrücken, wozu (gewöhnliche Alltags-) Sprache nicht oder nur ungenügend fähig ist. Lyrik kann oft besonders präzise ein Gefühl beschreiben oder hintergründig kritisch sein und ich vermute, daß du ganz einfach ab und zu den - für mich immer sehr wichtigen - Prozeß einer kritischen Selbstreflexion aussetzt, was dann unter Umständen dazu führt, daß ein Text an potentiellem Tiefgang einbüßt bzw. (wie im Fall von "1930", ich hab übrigens eine sehr melancholische Musik während des Lesens deiner Werke gehört, deshalb hat das gut gepaßt) ins Klischeehafte abzugleiten droht. Aber ich beurteile natürlich mehr als subjektiv, und bin auch hier jederzeit bereit meine Meinung zu ändern, falls ich auf was draufkomm.
Übrigens: Ich leide nicht besonders darunter geduzt zu werden *g*.  
Frittbert von Narrenthal  -  28.01.03 23:00

   Zustimmungen: 0

  Lieber Frittbert (verzeihe er mir diese infame persönliche duzende Anrede),
zunächst einmal ein herzliches Dankeschön für deine Lobrede. Hätte ich einen Spiegel hier, ich wette, ich könnte ein rotes Gesicht sehen. Es stört mich keineswegs, dass du deine Meinung zurückgenommen hast, das mag jeder für sich entscheiden; meine Frage: warum? was stört dich daran? Würde mich über eine Antwort sehr freuen!

Der Graf  
Graf Zahl  -  28.01.03 02:08

   Zustimmungen: 0

  Hoppla,
da hab ich mich jetzt noch mal an deine Texte rangemacht und muß meine Aussagen leider etwas revidieren. Meine Begeisterung über deine Texte hat jetzt plötzlich und ganz unvermutet nachgelassen (ich hätte beim ersten Lesen wohl besser keine Musik im Hintergrund hören sollen ...).
Trotzdem: Potential ist da.  
Frittbert von Narrenthal  -  27.01.03 23:44

   Zustimmungen: 0

  Der Edelmann vom Narrenthal
grüßt Euer Durchlaucht Graf von Zahl
und meint - wie stets im Worte frei -,
daß er ein ganz Besondrer sei,
ein wahrhaft feiner Dichterling
wie selten hier im Stories-Ring
und darum meint von Narrenthal:
fahr fort zu schreiben, Meister Zahl!

Habe mich durch dein Werk gelesen und muß sagen, daß es tatsächlich nur wenige dermaßen große Talente wie dich auf dieser Site gibt, allerdings habe ich keine Bewertung vergeben, weil ... mal ehrlich ..... Wertungen sind doch irgendwie etwas ziemlich Kindisches und für Lyrik denkbar ungeeignet (Das zeigt schon allein die Tatsache, wieviele gute Texte schlecht bewertet sind und wieviel augenscheinlicher Schwachsinn maßlos überbewertet wird ... bin ja mit meinen Wertungen mehr als zufrieden, aber auch hier zeichnet sich ein Trend ab: Die Bewertungen meiner besten Texte sind oftmals die schlechtesten ... zum Glück ist es wenigstens umgekehrt nicht immer auch so ....).

Möchte dir nun freilich kurz meinen Eindruck von deinen Texten vermitteln: Stilistisch hast du wirklich einiges los (im Gegensatz zu einigen meiner spontaner entstandenen Gedichte hinkt bei dir tatsächlich kein einziger Vers), inhaltlich fehlt dir bisweilen etwas Dichte bzw. Tiefe (nur mein subjektiver Eindruck), aber andererseits gleichst du das mit brillanten lakonischen Einschüben immer wieder aus bzw. gibst dem Gesamtbild neue Schattierungen. Mein Tipp: Verwende noch mehr Zeit aufs Schreiben und bereichere somit diese Site ein wenig (es gibt leider so viele "Dichter" hier, die meiner Seele wirklich wehtun ....).
Ahja, meine persönlichen Lieblingstexte: "1930" und deine interessanten Gedanken um das Nichts .....  
Frittbert von Narrenthal  -  27.01.03 17:28

   Zustimmungen: 0

  Pinguin *lach*
Schlimm bei der Kälte ist nur, nach Naturgesetzen werden alle abstehenden Körperteile mit Zunahme an Kälte um einen herum... dauerhaft immer kleiner...
Das würde mich stören *smile*
Ich finds genial, ein Pinguin, hätte ich wohl am wenigsten mit gerechnet... bei dem Spitznamen denkt man doch an eine Elster oder einen Tausendfüßler...  
Teleny  -  03.12.02 16:54

   Zustimmungen: 0

  Hallo Teleny :-)
Erstmal lieben Dank für deinen Kommentar... was ich für ein Tier bin? Wohl am ehesten ein Pinguin... in seiner Aktivität drollig anzusehen, vergisst man sehr schnell, in welcher extremen Umgebung er es versteht zu überleben und sich soweit als nötig anzupassen... By the way: Die Dame, aufgrund derer dieses Gedicht entstanden ist, hat jedoch nur sehr wenig Ähnlichkeit mit einem Eisbär ;-)

Liebe Grüße,
der Graf  
Graf Zahl  -  02.12.02 22:20

   Zustimmungen: 0

  Hi Graf, *freu*

am besten gefällt mir die Aufforderung mit dem Stein im Garten, das sei Moral. Moral als die Butter für die, die kein Brot haben... ein tolles Wort für unverschämt komplizierte Aufsätze und am Ende doch so einfach gestrickte Aussagen wie Butter ohne Brot. Wer braucht sowas?!?!

Ich mag ja die Wortexperimente auch ab und an. Läßt man das "M" bei Moral weg, fällt man direkt in eine Freud'sche Phase, haben beide Worte etwas miteinander zu tun *grübel*

So und zum Schluss meiner Neugierde noch ein wenig Raum; wehrlos ggü. diesen Menschen, die mit uns spielen ...ja, aber als was für ein Tier würdest Du Dich denn nun sehen? Fabeln sind so genial, weil man unsere unwerten Eigenschaften auf ein Tier münzt und sich freut, wenn andere diese Eigenschaften dann entdecken... verrate doch mal, was biste denn für ein Tier?
*****  
Teleny  -  02.12.02 18:28

   Zustimmungen: 0

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