Genesis - von: Middel.

Nachdenkliches · Kurzgeschichten

Von:    Middel

Erstveröffentlichung: 31. Dezember 2002
Bei Webstories eingestellt: 31. Dezember 2002
Anzahl gesehen: 2.930
Erhaltene Punkte: 130
Seiten: 2

Vor langer Zeit. Irgendwo. "Was tust du da?" "Ich baue eine Maschine, eine geniale Maschine. Eine Weltneuheit."
"Ja, ich weiß das du immer wieder irgendwelche Maschinen baust, aber bisher ist da nie was draus geworden Schatz, komm lieber essen!"
"Stimmt, aber diese wird anders, ganz anders. Sie wird alles bisher Dagewesene revolutionieren!"
"Was kann Deine supertolle Maschine denn so?"
"Ich werd's dir mal in vereinfachter Form erklären. Stell dir vor das alles Wissen dieser Erde, alle Gefühle, einfach alles Erfassbare in einer Maschine gespeichert wäre. Stell dir weiter vor, dass es möglich wäre, auf dieses Wissen, diese Erfahrungen usw. beliebig zurückzugreifen, um sie in neue Wesen zu integrieren."
"Ach ja, und wer sollen diese Wesen sein und wie sollen sie aussehen?"
"So wie wir...das heißt fast so. Sie sind, ich meine sie wären, eine Kopie von uns, nur viel viel kleiner. Mikroskopisch klein."
"Aha, hört sich ja interessant an. Und wo sollen diese 'Mikromenschen' leben. Etwa auf einer 'Mikroerde'?"
"Ja genau, ein Abbild unseres Planeten nur Millarden und Abermillardenfach kleiner. So klein, dass man sie selbst mit den besten Mikroskopen nur schwach erkennen kann."
"Du willst mich auf den Arm nehmen, oder? Du hast doch nicht wirklich ein Abbild der Erde geschaffen, auf dem Menschen leben?"
"Doch, das habe ich. Sieh doch nur mal durch dieses Mikroskop hier! Unglaublich was?"
Und was Eva Meinecke dann sah, lies ihr den Atem gefrieren. Eine Galaxie, etwa so groß wie eine Mandarine oder ein kleiner Apfel. Und in ihr Millionen von kleineren und noch kleineren Galaxien mit winzigen Sonnen, Sternen und Planeten. Es war unfassbar.
"Und das Beste ist, ich hab hier mit diesem Spezialmikroskop die Erde genau im Visier, sieh mal!"
"Oh mein Gott, unglaublich" fuhr es ihr aus den Knochen, "Oh mein G O T T". Und diesen Schrei hörte man in der ganzen Galaxie. Über Millarden Kilometer.
"Bist du verrückt Eva, wenn sie dich gehört haben."
"Es tut mir leid Adam, aber das ist ein Eingriff in die Natur, damit spaßt man nicht". "Aber, das ist doch mein Paradies, mein apfelgroßes Paradies. Und du gehst jetzt besser. Verschwinde und lass mein Paradies in Ruhe."
„Aber nur wenn du mitkommst!“
„Na gut", dachte Adam. Nach sechs Tagen Arbeit konnte er eine Pause gut gebrauchen ...“

Punktestand der Geschichte:   130

Dir hat die Geschichte gefallen? Unterstütze diese Story auf Webstories:      Wozu?


Ähnliche Stories

Niemand wird irgendwem schon helfen

3.493 Aufrufe • vor mehr als 25 Jahren, Punkte: 23, Favoriten: 0
 Kurzgeschichten - Nachdenkliches
Irgendwo im Nirgendwo, ich war auf dem Weg nach Ungewiss, da sah ich am Rand der Welt irgendjemanden sitzen. Ich wunderte mich, denn seit Tagen hatte ich überall
im Nirgendwo keinen, nicht einen einzigen Irgendwen getroffen.
 Vorauss. Lesedauer: ca. 2 Min.

Gefallener Engel

2.917 Aufrufe • vor mehr als 21 Jahren, Punkte: 8, Favoriten: 0
 Romane/Serien - Fantastisches
Kapitel 1:
Der gefallene Engel


Joanna öffnete die Augen. Um sie herum war es dunkel und kalt. Sie spürte keinen Schmerz, doch überall war Blut. Sie konnte sich an die Schreie und Rufe erinnern, doch wo war sie? Es gab eine Schlac
 Vorauss. Lesedauer: ca. 40 Min.

Stille

1.718 Aufrufe • vor mehr als 23 Jahren, Punkte: 19, Favoriten: 0
Profil gelöscht
 Poetisches - Nachdenkliches
Stille...





Leere...





Nichtexistenz.






Plötzlich: Ein Ungleichgewicht; eine Störung in der Homogenität.
- Gleich des alten Mythos "Es werde Licht." -


Denn es ward:


...Alles.


Der
 Vorauss. Lesedauer: < 1 Min.

Weitere Stories des Autoren

Im Park

10.361 Aufrufe • vor mehr als 18 Jahren, Punkte: 331, Favoriten: 0
 Kurzgeschichten - Schauriges
„Ich habe dem Wind versprochen, nicht zu weinen.“ Das traurige Mädchen sitzt auf einer Schaukel im Park. Es ist spät. Schon vor einiger Zeit ist die Sonne hinter dem Horizont
 Vorauss. Lesedauer: ca. 2 Min.

Marie

3.992 Aufrufe • vor mehr als 16 Jahren, Punkte: 255, Favoriten: 0
 Kurzgeschichten - Amüsantes/Satirisches
Sie sagt so Sachen wie: „Ich glaube wer im Schatten seiner subjektiven Realität Bezüge zum Fatalismus knüpft, verliert primär die Liebe zu sich selbst.“ Und ich schaue sie mit großen
 Vorauss. Lesedauer: ca. 1 Min.

Schatten der Vergangenheit

3.388 Aufrufe • vor mehr als 17 Jahren, Punkte: 283, Favoriten: 0
 Kurzgeschichten - Schauriges
Jetzt oder nie. Entweder er klingelt jetzt an dieser gottverdammten Tür und geht der ganzen Sache auf den Grund oder er lässt es und verschwindet in die schwarze Nacht, aus
 Vorauss. Lesedauer: ca. 9 Min.

User, die diese Story mochten, mochten auch

Das könnte dir auch gefallen

Kommentare zur Story:

  Ja, diesmal war das Ende ein bisschen weniger überraschend. Trotzdem gute Geschichte. Cool geschrieben. 4 Punkte ausnahmsweise.  
Lena N.  -  18.01.05 16:28

   Zustimmungen: 0

  keine schlechte geschichte. würde sie aber auch eher als satire sehen. fand sie jedenfalls ganz lustig.  
denise roßberg  -  02.01.03 15:32

   Zustimmungen: 0

  Du hast schon recht, aber man kann die Geschichte auch anders lesen, quasi als Satire auf die Entstehungsgeschichte und da müssen diese bestimmten Wörter einfach fallen ...  
Middel  -  01.01.03 18:05

   Zustimmungen: 0

  Die Versatzstücke (Mikrokosmos = Makrokosmos, Gott im Alltag) sind nicht neu, aber die Mischung macht's. Die Pointe geht allerdings etwas daneben, da Du meiner Meinung zu viele Hinweise im Vorab gibst. Noch ein Wermutstropfen: Der Verzicht auf Zeilenumbrüche macht es zu einer Tortur, dem Text zu folgen.

Prosit Neujahr,  
Martin Hoyer  -  01.01.03 13:56

   Zustimmungen: 0

Deine Lesezeichen

Deine Lesezeichen

An der Bushaltestelle, in der Kaffeepause und Abends im Bett.


Wenn du auf deinem Smartphone und Tablet, den selben Account nutzt wie am Laptop, Mac, oder PC,


kannst du - auf all deinen Geräten - über deine Lesezeichen, immer direkt da weiter machen, wo du aufgehört hast zu Lesen!

Aktuell gelesen

"Sünde einer Nacht/2/erotische Geschichte 11" von rosmarin

-2- ____ Am nächsten Tag konnte ich mich kaum auf meinen Text konzentrieren. Unentwegt dachte ich an den Idioten Siggi. An seine Bernsteinaugen, die Küsse, seine offene Hose. Den Sternenhimmel.

Zur Story  

Beliebte Kommentare

Kommentar von "Tintenkleckschen" zu "Kaputtke, unser Nachbar"

Ja, ich glaub jeder hat so nen Nachbarn. (Was wiederum unlogisch ist, weil es dann mehr Kaputtkes als normale Menschen gibt..) Skurill.

Zur Story  

Die neusten Kommentare

Kommentar von "Pseudo Nym" zu "Ohne Worte"

Wow. Kurz aber tiefgehend und wirklich ein Hammer Foto.

Zur Story  

Aktuell gelesen

"Mission Titanic - Kapitel 9" von Francis Dille

Kapitel 9 – Unfall im Dark Room United Europe, Jahr 2473 Eine Panzertür schnellte nach oben und der Oberbefehlshaber des UE-Secret-Service, der fünfundfünfzigjährige Henry...

Zur Story  

Beliebte Kommentare

Kommentar von "Sven Jaelin" zu "traumtanz auf den trümmern babylons"

schön knapp

Zur Story