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Schwarz-Weiß Malerei beim Schreiben
Sheila McLane,
29.06.2004 |
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Aus gegebenen Anlass stellt sich mir nun folgende Frage:
Wie vermeidet Autor beim Erzählen von stattgefundenen Vorgängen den Vorwurf der 'Schwarz-Weiß'-Malerei?
Dem Bedienen von Klischees?
Was ist eine Schwarz-WEiß Malerei beim Schreiben?
Soll man schreckliche Dinge beschönigen?
Oder versuchen, für unverständliche/unfassbare/unentschuldbare Handlungen-Vorgänge Verständnis und Entschuldigungen zu finden? Zu konstruieren?
So ganz nach dem Motto: Der Arme, wenn er nicht das und das erlebt hätte, hätte er nicht so und so gehandelt. In Wirklichkeit ist ja der Täter das Opfer.
Also, wie geht ihr damit in euren Geschichte um?
Bin gespannt auf eure Antworten
liebe Grüße
Sheila |
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Alle Antworten |
|  | |  | |  | |  | |  | |  | |  |   | Das sehe ich anders | Lies 06.07.2004 [X] | | | Ein Beispiel.
Es soll eine Episode aus dem Leben eines Schuftes gezeigt werden.
Es mag durchaus sein, dass der ansonsten Katzen streichelt, aber menschlich ist er dennoch ein absolutes Monstrum.
Wenn dann der Leser meint, so bitterböse wie er da geschildert wird, könne er unmöglich sein, denn jeder habe doch irgendwo gute Seiten, dann ist die Bemerkung reiner Blödsinn.
a) Es geht um eine Episode und um grundsätzlich übles Verhalten.
2) Das dann abzumildern hieße, dem Leser sein möglicherweise empfindliches Gemüt zu kitzeln und dazu ist ein Autor nicht da.
Der berichtet und wenn es Übles zu berichten gibt und nur das, dann muss er das auch tun.
Wir sind ja in einer Geschichte nicht vor Gericht, wo sogar ein Kinderschänder mildernde Umstände kriegt.Da ist jemand durch und durch übel und das muss dann auch genau so da stehen.
Gruß Lies | antworten |  |
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