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Ich flieg

Poetisches · Romantisches
© rosmarin
Ich flieg um den Erdball
Ich suche das Glück
Die Sehnsucht im Herzen
Treibt mich wieder zurück

Ich küsst' viele Männer
Ob jung oder alt
Ich hab sie besessen
Und vergessen schon bald

Ich pflückt' eine Rose
So leuchtend und rot
Singt ein Lied von der Liebe
Bis hin in den Tod

Ich schenkt' diese Rose
Alle Sterne den Mond
Noch heut meinem Liebsten
Wenn ich wüsst' wo er wohnt


***
 
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Kommentare  

gefällt mir wunderbar
(sieht so aus, als würde ich heute nur gutes lesen *g*)
5pkt.


jaana (22.06.2005)

ach, noch etwas. nicht alles, was man schreibt, muss auf persönlicher erfahrung beruhen. man hat ja noch seine fantasie und die umwelt. mach dir also keine sorgen. wie süß.
lg
rosmarin


rosmarin (22.06.2005)

oh, philemon, so ein wunderschön poetischer kommentar. todesverliebtheit - ja - schon in dieses wort könnte ich mich verlieben. tod und liebe, untrennbar miteinder verknüpft.
ja, man kann alles nur im vegleich sehen, beurteilen, genießen, erkennen und oder verwerfen. und uns messen. du hast vollkommen recht.
aber, was die form des gedichts betrifft, bleibe ich lieber bei meiner. ich find sie schon passend.
deine version habe ich immer wieder vor mich hingesagt und gelesen, doch ich kann mich nicht damit anfreunden, auch wenn die meine riskanter ist. trotzdem danke für den kritischen hinweis.
lg
rosmarin


rosmarin (22.06.2005)

Hallo rosmarin,

deine Gedichte nehmen langsam Züge der Todesverliebtheit an und ich weiß nicht, ob mich das beruhigen oder erfreuen soll. ;)

Jede Strophe ist geziert von den welkenden Blüten der Vergänglichkeit. Die Motive Sehnsucht, Vergessen, Liebe und Tod deuten an, dass hier jemand erkannt hat, dass Schönheit nur im Kontrast zu Alter und Vergehen seine Bedeutung erlangt, dass das Aufblühen einer Rose nur durch das Bewusstsein seines Niedergehens, ja des allgemeinen Niedergehens schön genannt werden kann. Man sagt, die Götter seien darum neidisch auf die Sterblichen, weil ihre eigene Schönheit nur einem Marmorbildnis gleicht, das ewig die selben Züge behalten wird und nichts offenbart von der Singularität jenes Moments, wo die Schönheit in ihrer Hochblüte steht.

Das war eine Betrachtung, die sehr tief in die Oberfläche gedrungen ist, ohne sie zu durchzustoßen. Aber wie könnte sie das auch. Persönliche Beweggründe werden dich dazu bewogen haben, das Gedicht zu schreiben (wie es bei jedem Gedicht ist) - ich nannte nur die außerpersönlichen Möglichkeiten. Ich hörte nur die Worte und dein musikalisches Geschick heraus - und all das hat mir gefallen.

Ein Kritikpunkt nur, der rein formal zu fassen ist:
Ich weiß das jetzt aus keinem Poesiekurs, sondern lediglich aus eigener Erfahrung, nämlich: ich glaube Präteritum in gekürzter Apostroph-Form zu verwenden, geht selten gut. "Ich küsst' viele Männer" - klingt sehr affektiert. Für: "Ich pflückt' eine Rose" gilt dasselbe.

Bei dem ersten würde mir spontan einfallen:
"Geküsst viele Männer
ob jung oder alt
hab ich sie besessen
doch vergessen schon bald"

ist sicher nicht die beste Möglichkeit und soll dir nur als Anregung dienen.


Im Großen und Ganzen hat mir dein Gedicht aber gut gefallen.

Liebe Grüße


Philemon (21.06.2005)

danke, ihr beiden, für eure netten kommentare.
ich hab mich verschrieben. es muss natürlich - schenkt' - heißen. - würde schenken, wenn ich wüsste -. ja.
lg
rosmarin


rosmarin (14.06.2005)

Hallo Rosmarin,
der Inhalt des Gedichtes spricht mich als gnadenlose Romantikerin sehr an, aber der letzte Absatz ist etwas schwieriger zu lesen als die vorangegangenen. "Ich schenk diese Rose, alle den Sterne den Mond" ?
4 Punkte
LG Christa


CCHuber (14.06.2005)

Wenn ich dein Gedicht nun richtig "verstanden" habe, dann ist dieses Gefühl von dem du schreibst (mal wieder) ein sehr bekanntes.
Es gefällt mir also, auch vom Aufbau her.
-Benjamin


-Spirthahrm- (14.06.2005)

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