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12 Seiten

Radtour an die Küste der Maremma

Poetisches · Romantisches
Abends, als wir noch ein Weilchen auf der Terrasse saßen, meinte Eva, sie würde gerne noch einmal zur Ruine fahren, sie hätte noch Interesse an ein paar Pflanzen.
„Dann muss ich Beppe anrufen, ob er uns den Schlüssel gibt, oder selbst draußen ist. Das Gelände ist nämlich umzäunt und abgeschlossen."
Beppe meinte, die Arbeiter seien noch draußen und würden notfalls gerne helfen. Er selbst käme später selbst noch einmal zum Abbruchhaus.

Da wir niemanden hatten, der auf die Zwillinge aufpassen konnte, holte Eva Lena von der Schule mit der Giulia ab und sie machten noch einen Abstecher zum Abbruchhaus.

„Wenn wir was größeres finden, bitten wir Beppe, es mitzunehmen", meinte Eva.
Ich polierte derweil auf der Terrasse die Messinghandläufe, die Zwillinge schliefen brav vor der Werkstatttür.
Zwei Stunden später kamen Eva und Lena zurück. Sie hatten den Kofferraum vollgeladen. Eva hatte eine alte Weinkiste mit Pflanzen gefüllt. Lena zeigte mir einen schönen Wetterhahn.
„Den haben Manfredo und Lorenzo vom Dach der Kapelle geholt, Papa. Der soll auf mein Baumhaus. Ist der nicht wunderschön."
Er war wirklich sehr schön und filigran gearbeitet. Ich versprach Lena, ihn auf ihrem Dach zu befestigen.
„Beppe bringt dir morgen die alte Werkbank vorbei, die hat mir gefallen."
Ich war neugierig, setzte mich selbst ins Auto und fuhr noch einmal zum Abbruchhaus. Vielleicht gab es noch nicht entdeckte Schätze. Ich half Manfredo die Werkbank auf Beppes LKW zu laden. Den Keller hatte ich bis auf den Weinkeller, noch nicht gründlich durchsucht. Ein altes, zerbrochenes Holzschild lag in der Ecke auf dem die Buchstaben Fattoria eingebrannt waren. Das konnte ich noch verwerten. Ich entdeckte außerdem ein großes Sprossenfenster. Eva wollte schon immer ein Frühbeet haben. Ich zeigte es Beppe, doch er hatte keine Verwendung dafür. Jetzt suchte ich mir noch vier Bretter für die Kastenkonstruktion zusammen.
Ich kletterte wieder ans Tageslicht und durchstreifte den Garten. Mein Blick fiel auf einige junge Olivenbäume. Ich wußte, die ließen sich gut verpflanzen. Ich fragte Beppe, der nannte mir die Adresse eines Gartenbauunternehmens des CONSORZIO AGRARIO DI SIENA, S.coop.. Ich rief später dort an. Wir vereinbarten für übermorgen, dass sie mir die Olivenbäume ausheben und daheim wieder einsetzen würden. Der Kostenvoranschlag war durchaus tragbar.
Die Olivenbäume waren jung genug, um noch verpflanzt zu werden und alt genug um zu tragen.
Jetzt machte ich erst einmal Platz in der Werkstatt für die alte Werkbank. Dazu musste ich zwei Regale ausräumen und umstellen. Ich wirbelte reichlich Staub auf, zum Glück trug ich noch meine Arbeitskleidung, aber jedes Stück Haut, das nicht bedeckt war, war von einer Staubschicht überlagert.
„Ein Busserl bekommst du jetzt nicht, du Dreckspatz. Wirf deine Kleidung gleich neben die Kellertür, ich wasche nachher noch. Dann rannte ich in Unterwäsche die Treppe hoch. Während ich das Wasser einließ, kam Lena aus ihrem Zimmer und setzte sich neugierig auf den Wannenrand. Ich streifte meinen Slip ab und glitt in die Wanne. Lena holte das Schaumbad und goss mir großzügig dazu in mein Wasser, dann lief sie in ihr Zimmer und kam mit drei quietschgelben Gummienten zurück, die sie mir ins Badewasser legte. Dann schnipste sie die Enten in meine Richtung und wollte sich ausschütten vor lachen, als ich sie zurückschwimmen ließ. Wir spielten eine Weile, bis ich genug eingeweicht war, um mich einzuseifen.
"So Mäuschen, geh bitte mal zur Mama und frag, ob wir noch spazieren gehen wollen."
Lena verschwand und ich stand auf, um mich gründlich einzuseifen. Ich rubbelte mich, dann spülte ich den Seifenschaum wieder ab, indem ich untertauchte. Ich stieg aus der Wanne und beobachtete das Wasser beim abfließen, dann schrubbte ich die Wanne. Jetzt musterte ich mich vorm großen Spiegel und streckte den Bauch heraus. Nein, so eine Wampe möchte ich nie haben, dachte ich. Ich kniff mir noch in die Pobacken, alles im grünen Bereich, auch die Waage zeigte kein Übergewicht an. Ich lief ins Schlafzimmer zog mir einen Slip an, als Lena hereinplatzte.
„Die Mama hat ja gesagt, du sollst ihr den roten Top und das weiße Höschen mitbringen." Ich suchte die Sachen heraus und drückte sie Lena in die Hand. Die Kleine lief brav wieder hinunter und ich konnte mich in Ruhe anziehen. Das Mikrofaserhöschen schmiegte sich dem Körper an, wie der Spiegel zeigte, dann streifte ich mir Shirt und Socken über, schlüpfte in meine Schuhe und lief die Treppe hinunter und auf den Hof. Eva beugte sich, nur mit knappster Unterwäsche bekleidet über Giulias Wagen und redete beruhigend auf sie ein. Ich gab Eva einen Klaps auf den verführerisch dargebotenen Po. Sie revanchierte sich natürlich mit einem Grabscher.
„Erzähl du der Kleinen irgend etwas, damit ich mich endlich anziehen kann Peterl."
Ich sang Giulia ein Kinderlied vor, das ihr zu gefallen schien, denn ihre Äuglein fielen langsam zu.
Unten bei Matteo setzten wir uns hin und dieses Mal durfte auch ich eine kleine Portion Eis schlecken.
„Hast du deine Diät erfolgreich beendet Peter", wollte sie wissen.
„Das hast du doch schon vorhin genau registriert, als Peter das Eis herausgeholt hat", schimpfte Eva und drohte Claudia mit dem Zeigefinger.
„Ich bin auch nur ein Weib", seufzte Claudia. Eva musste daraufhin lachen. Wenig später stoppte Beppes LKW an der Straße.
„Wir haben deine Werkbank dabei, wenn du mitkommen kannst."
Lorenzo stieg aus, verabschiedete sich und ging in die Bar.
„Wenn es dir recht ist, Eva, schiebe ich dir gerne einen Wagen hinauf. Matteo kann mal eine halbe Stunde ohne mich auskommen."
Ich stieg ein und wir fuhren den Hügel hinauf. Oben wuchteten Manfredo, Beppe und ich die Werkbank vom Wagen und trugen sie in die Werkstatt. Ich bedankte mich und der LKW fuhr wieder hinunter. Da kamen Eva, Claudia und Lena auch schon mit den Zwillingen auf den Hof.
„Trink doch ein Glas mit uns Claudia und vielen Dank", meinte Eva. Ich lief ins Haus und holte eine Karaffe Vernaccia, sowie drei Gläser heraus. Wir setzten uns auf die Terrasse und prosteten uns zu.
„Und was ist mit mir, krieg ich nichts zu trinken?" Ich entschuldigte mich bei Lena und lief noch einmal hinein, um ihre Apfelschorle zu holen.
„Du hast aber einen lieben Papa", sagte Claudia zu Lena. Die nickte und kletterte auf meinen Schoß.
„Langsam müssen unser beiden Racker versorgt werden", stellte Eva fest. In den Kinderwägen breitete sich Unruhe aus.
„Darf ich dir helfen Eva, ich habe das bei der Kleinen meiner Schwester auch schon gemacht und mich gar nicht mal so dumm angestellt." Eva nickte und die beiden schnappten sich jeweils einen Zwilling und gingen ins Haus. Ich brachte die Kinderwagen in die Werkstatt, deckte sie mit einem Laken ab und holte die Körbchen heraus.
„Ihr habt ja ein schönes Aquarell in eurem Schlafzimmer. Trudi kann gut mit Farben umgehen. Vielleicht kann sie meinen Marco und mich auch mal so malen", schwärmte Claudia.
„Willst du mal mein Baumhaus sehen Claudia?" Lena sprang auf und zog Claudia an der Hand hinter sich her.
„Wer hat dich denn da so gut getroffen Peter, die Statue ist umwerfend und so lebensecht." Eva erzählte von Donatella und wie sie mich modelliert hatte. Lena hatte sich in ihr Baumhaus zurückgezogen. Claudia verabschíedete sich von uns und schlenderte den Hügel hinunter.
„Na, da hat sie sich ja wieder sattsehen können, das Bild, die Statue und dir hat sie natürlich auch wieder hinterher gestarrt."
Eva tätschelte meinen Po „Der Stoff schmiegt sich so schön dem Körper an, hat sie noch geflötet."
„Ach Peterl, heute vertrage ich ein Glas mehr." Ich eilte ins Haus und holte uns noch eine Karaffe Vernaccia.
„Ist Tante Claudia schon wieder weg, wollte Lena neugierig wissen.
„Sie hat gefragt, ob ich die kleine Mütze gehäkelt habe. Du weißt schon, auf Papas......", Lena brach verlegen ab.
„Da hat sie natürlich wieder sehr genau hingesehen. Das Weib hat einen Narren an dir gefressen, dabei hat sie doch ihren Marco", schmunzelte Eva. "„Du brauchst gar nicht so selbstzufrieden zu grinsen, du eitler Bursche", Eva zwickte mich in die Seite.
„Lena, behältst du dein Zeug an. Dann machen wir noch einen Spaziergang zur Torre Dogana."
„Krieg ich dann noch ein Eis Mama?"
„Dann müssen wir auf dem Rückweg noch bei Claudia hineinschauen. Dann kann sie noch mal sehen, wie der Stoff sich anschmiegt Peterl." Eva tätschelte mir noch ein mal meinen Hintern. Wir liefen die Straße hinter dem Weinkeller hinunter, überquerten die Straße und bogen am Kreisel zur ehemaligen Papstvilla ein.
Ein großes Schild kündigte an – Qui l'hotel "Relais de Suvera" si pone - Hier entsteht das Relais La Suvera. Ein Luxushotel, wie es schien. Es war nahezu fertig, nur die Fassade und die Gärten wurden noch gestaltet. Wir schlenderten neugierig schauend vorbei und erreichten nach wenigen Momenten den Wirtsgarten von La Torre Dogana.

„Wenn wir noch bei Matteo einkehren wollen, drehen wir besser um", schlug Eva vor.

„Meine Schwester meint, ihr wäre es lieber, wenn ihr morgen erst nach Zwei Uhr kämt." Das war kein Problem für uns.
„Eis für Alle, oder nur für Lena", wollte Claudia wissen. Wir Großen gönnten uns auch ein Eis und Lena löffelte wieder an einem großen bunten Eisbecher. Matteo kam heraus und begrüßte uns herzlich.
„Ich könnte wieder zwei Kästen von deinem Wein brauchen", meinte er.
„Heute noch, oder reicht Morgen Vormittag", wollte ich wissen. Wir einigten uns auf Morgen früh.

Als Eva am nächsten Früh wieder den Hof erreichte, war ich schon umgezogen, ich hatte zwei Kisten mit Wein für Matteo auf die Ladefläche der Ape geladen.
„Willst du Claudia wieder beeindrucken", neckte mich Eva. „Ich warte noch, bis du wieder da bist, bevor ich mich dusche und umziehe. Du hast die Kleinen ja schon heruntergeholt."
Claudia bat mich, die Kisten gleich in den Keller zu bringen. Sie lief vor, um die Kellertür zu öffnen. Ich stellte die Weinkisten ab und nahm mir die beiden leeren Kisten mit nach oben. Claudia folgte mir auf der Treppe.
„Hai muscoli attraenti e forti Peter, mi piace quando gli uomini hanno i culi così carnoso ”, lobte Claudia mich. Das durfte Eva natürlich nicht hören, sonst hätte sie Claudia die Augen ausgekratzt. Ich stieg, begleitet von ihren Blicken wieder ein und fuhr die Ape zurück auf unseren Hof. Ich brachte die leeren Kisten noch in den Keller, dann konnte Eva nach oben, um zu duschen und sich umzuziehen.
Ich lief los, Richtung La Suvera und Torre Dogana, dann ein Stückchen Richtung Scorgiano, bog auf den Weg ein, der mich am Gehege der Cinta Senese Schweine vorbeiführte. Heute kamen sie neugierig an den Zaun gelaufen und ignorierten mich nicht, wie beim letzten Mal, als sie mir ihre wohlgenährten Schinken präsentiert hatten.
Meine Po- und Schenkelmuskeln begannen zu schmerzen und ich hockte mich kurz auf einen Holzstapel am Wegesrand. Hatte ich noch Luft für einen Abstecher zur Casa Verniano? Ich lief langsam los, meine Beine fühlten sich wieder besser an und ich beschloss zur Casa Verniano hoch zulaufen. Ich traf oben Anna und Gaspare. Anna klopfte Gaspare auf den Bauch, dann bekam ich von ihr einen Klaps auf den Po.
„A differenza di te, Peter è stato disciplinato e è scaduto la sua pancetta.”
Gaspare protestierte „Immerhin bin ich Koch und muss das Essen probieren."
„Rede dich nur heraus, Peter hört eben auf seine Liebste."
Ich verabschiedete mich von den Beiden und lief den Waldweg zu unserem Anwesen zurück.
Von Eva bekam ich einen Klaps und ein Busserl.
„Wirf die Sachen vor die Kellertür, ich sammel sie nachher ein und lass eine Maschine laufen."
Nach dem Duschen hatte ich mir wieder die Mikrofasershorts und ein Shirt übergezogen. Eva umrundete mich und meinte „Der Stoff schmiegt sich wirklich den Körperformen an und reizt mich jetzt zum grabschen." Gesagt, getan, zielsicher attackierte Eva mich. Ich rieb mir den Hintern.
„Stell dich nicht so an, du bist immer noch gut gepolstert. Das macht mich eben an." So, jetzt kannst du Lenchen abholen, aber nicht trödeln und kein Eis mehr. Wir müssen bald los, um Lenas Fahrrad und die Rollschuhe abzuholen. Eis gibts später." Ich bekam von Eva noch einen Klaps zum Abschied, dann marschierte ich den Hügel hinunter zur Bushaltestelle.
Lena busselte mich ab.
„Fahren wir jetzt los, mein Fahrrad holen Papa und krieg ich noch ein Eis?" Dann drückte Lenchen mir ihre Schultasche in die Hand und wollte über die Straße laufen.
Später Mäuschen, später", tröstete ich sie.

Das Fahrrad war ein Klapprad und ich konnte es ohne weiteres im Kofferraum verstauen, die Rollschuhe waren in einem Beutel und Lena bekam zusätzlich noch Protektoren für die Knie und die Ellenbogen. Claudias Schwester nannte einen Freundschaftspreis, wir lehnten die Einladung zum Kaffetrinken aber ab und fuhren heim. Laura brach wieder auf und lief hüftschwenkend den Hügel hinunter.
„Morgen zeige ich dir, wie man Rollschuh fährt Lena", meinte Eva.
„Kannst du auch Rollschuhfahren Papa?" Ich schüttelte meinen Kopf. Ich hatte als Kind nie Interesse dafür gehabt, beim ersten Versuch hatte ich mich ungeschickt angestellt und mir die Knie aufgeschlagen. Dann hatte meine Mutter die Rollschuhe weiter verschenkt. Ich brachte Lenas Schultasche ins Haus, dann fuhren wir mit den Kinderwagen ins Dorf.
„Beppe kam über die Straße. Ich lud ihn ein, sich zu uns zu setzen.
„Claudia bringst du uns bitte eine Karaffe Roten und ein drittes Glas."
Beppe wollte wissen, ob ich morgen Zeit hätte, Lorenzo sei im Urlaub und sie wollten im Abbruchhaus noch einen Kaminaufsatz aus Sandstein abbauen. Dazu bräuchten sie noch einen kräftigen Mann.
„Treffen wir uns doch morgen Vormittag, wenn Eva vom laufen zurück ist, hier unten", schlug ich vor.
Ich hatte schon meine Arbeitssachen an und lief hinunter zur Bar. Manfredo rückte zur Seite und ich ließ mich auf der Sitzbank nieder.
Gemeinsam wuchteten wir den Kaminaufsatz aus seiner Verankerung und mit ein paar Pausen brachten wir ihn mit einiger Anstrengung auf der Ladefläche des LKWs unter. Beppe setzte mich wieder bei Matteo ab und ich lief unseren Hügel hinauf. Beppe würde den Kaminaufsatz auf seinem Hof mit einem Kran abladen. Eva hatte mir meine leichten Sachen bereit gelegt, ich legte meine Arbeitskleidung ab und stand nur mit String bekleidet auf der Terrasse.
„Zieh dich an, bevor ich dich hinter die Garage zerre Peterl." Ich kleidete mich also wieder schicklich an.
Lena möchte, dass du den Wetterhahn anbringst, hast du Lust Peter?" Ich nickte, holte den Wetterhahn aus der Werkstatt, ich hatte ihn vorhin noch poliert und legte ihn auf den Tisch. Dann holte ich die Leiter und brachte die Stange mit dem Hahn mit ein paar Schrauben am Giebel des Baumhauses an.
„Warum dreht der sich denn nicht", wollte Lena wissen.
„Weil kein Wind ist Mäuschen."
„Peterl, ich glaub unsere Kleinen werden unruhig. Kommst du mit nach oben?"
Ich schnappte mir Gianni und wir liefen mit unseren Zwergen nach oben. Heute war Gianni etwas zappelig, als ich ihn säuberte, der Po war etwas wund, also puderte ich ihn, bevor er neue Windeln bekam. Im Schlafzimmer hörte ich Giulia motzen. Dann fütterte ich Gianni, der kräftig am Nuckel zuzelte. Giulia wurde auch wieder ruhig, wahrscheinlich hatte das Fläschchen sie besänftigt. Wir legten unsere Kleinen in ihre Körbe, deckten sie zu und liefen dann wieder die Treppe hinunter. Paola und Bruno waren ja zurück aus Rom und wollten wieder eine anstrengende Radtour mit uns machen. Nur das Ziel war noch nicht ausgesucht.
Abends rief Paola an.
„Was haltet ihr von einer Tour weitestgehend am Meer entlang, wir könnten uns unterwegs erfrischen. Wir laden unsere Räder auf und fahren mit dem Auto bis Castiglione delle Pescaia und radeln durch den Naturpark bis Orbetello. Das sind ungefähr 70 km, das fahren wir locker, es ist ja weitgehend eben. Entweder wir holen euch ab, oder ihr kommt Freitag Abend zu uns, übernachtet und Sonnabend früh fahren wir los. Bringt Badesachen mit, oder wollt ihr lieber nackt baden?"
„Eigentlich können wir bis San Gimignano fahren und bei den Beiden übernachten, was meinst du Peterl? Knapp 30 km wären doch ein guter Aufgalopp, oder?"
Wir brachten Freitag früh Lena und die Zwillinge zu Louisa, dann wieder daheim, machten wir uns reisefertig, steckten leichte Sachen für einen Stadtbummel und unser Badezeug ein und fuhren los, Richtung Scorgiano, dann Richtung Colle di Val d`Elsa. Wir umrundeten den Ort und jetzt wurde die Strecke anspruchsvoller. Wir kletterten die Hügel um den Poggio alla Staffa hinauf. Das ging ordentlich in die Waden. Schon bald sahen wir die Türme von San Gimignano vor uns. An der Stadtmauer bogen wir in die Via Piandornella ein, schoben unsere Räder durchs Tor, bogen die nächste links ab und standen vor Ihrem Palazzo. Bruno hatte das Tor zum Hof geöffnet und wir brachten unsere Räder unter. Der Taxibus stand schon warte bereit dort. Wir kletterten die Treppen hinauf und klingelten. Paola öffnete uns und umarmte uns, dann grabschte sie bei mir zu und wir gingen hinein, begrüßten Bruno, der sich in der Küche schon ums Abendessen kümmerte.
„Wollt ihr euch gleich frischmachen, nachher wartet die Sauna. Ihr dürft auch so mit auf die Terrasse." Wir gingen nur kurz zur Toilette, dann nahmen wir Geschirr und Bestecke mit, Paola hatte die Gläser und Getränke in einem Korb und Bruno wartete oben mit der Wurst- und Käseplatte auf uns.
„Nehmt Platz und laßt es euch schmecken."
Nach dem Essen liefen wir hinunter in den Saunabereich. Wir duschten, Paola umrundete uns und gab uns einen Klaps auf den Hintern.
„Sei in gran forma, solo un po 'più di pancetta inutile. ” Zuerst machte Bruno den Aufguss den zweiten Aufguss machte ich, Eva und Paola tuschelten. Was sie wohl wieder zu lästern hatten.
Nach dem Saunagang duschten wir und zogen unser mitgebrachten Sachen an.
„Dieser Stoff schmiegt sich sehr schön den Rundungen an”, meinte Paola.
„Jetzt du auch noch, Claudia hat schon ihre Kommentare angebracht”, meinte Eva.
Nach einer Stunde auf der Terrasse gingen wir schlafen. Eva hatte vorher noch mit Louisa und Lena telefoniert.
Sonnabend früh weckte uns Paola um sieben Uhr. Wir frühstückten und dann brachten wir unser Gepäck zum Auto, wo Bruno bereits die Räder untergebracht hatte. Eva und Paola trugen stolz ihre weißen Einteiler, während ich zu meiner weißen Hose ein dunkelblaues Shirt anhatte, Bruno war ganz in Schwarz.
Bruno fuhr los, als wir eingestiegen waren. Wir passierten Colle di Val d`Elsa und fuhren an Pievescola auf der Via Provinciale Traversa Maremmana Richtung Meer, durch Castelnuovo di Val di Cecina, streiften Follonica, wo Bruno auftankte. Von jetzt fuhren wir parallel zur Küste. Der Ausblick auf das Meer war wunderbar. Die Straße machte dann einen Schwenk ins Landesinnere, wir durchfuhren dichte Wälder und erreichten schon bald Castiglione delle Pescaia. Auf einem bewachten Parkplatz neben einer Tankstelle, stellten wir das Auto ab. Wir beluden unsere Räder und radelten dann die Uferpromenade lang, überquerten auf der Brücke die Bruma, erreichten den Parco Regionale della Maremma. Ein schöner Radweg führte durch die nahezu unberührte Landschaft, wir begegneten nur wenigen Menschen, die meisten ebenfalls zu Rade. Unweit des Fosso dei Pescatori, eines schmalen Flüsschens, bogen wir zum Strand ab. Hier wuchsen viele Fichten und der Sand war sauber. Wir stellten unsere Räder ab und zogen uns aus. Da keine Menschen in der Nähe war, badeten wir nackt. Eva und Paola schwammen weit hinaus. Bruno und ich hielten uns eher in Ufernähe auf, wir waren nicht so geübte Schwimmer. Hinterher ließen wir uns in der Sonne braten. Ich schreckte hoch, als Eva mir einen Klaps auf den Hintern gab.
„Umdrehen, dein Speck ist gut angebraten Peterl. Habt ihr nichts gerochen?" Ich musste wohl eingenickt sein. Nach einer guten Stunde brachen wir wieder auf, wir überquerten den Ombrone, der sich hier relativ breit ins Meer ergoss und radelten weiter bis Talamone, hier verließen wir den Park. Wir fuhren weiter an der Küste entlang, bis wir bei Albinia die Lagune erreichten. Wir fuhren in den Ort. Hier war unser Hotel, das Hotel Corallo. Wir meldeten uns an, stellte die Räder in einem Unterstand ab, bekamen die Schlüssel und bezogen mit unserem Gepäck die Zimmer.
Am kleinen Bahnhof von Albinia bestiegen wir den Nahverkehrszug und fuhren eine Station bis Orbetelo – Monteargentario. Von hier aus liefen wir die knapp drei Kilometer bis zum Ort.
Wir ließen uns vor einer Pizzeria nieder und aßen hungrig jeder eine Pizza, dazu gab es einen einheimischen Roten. Jetzt drehten wir noch eine Runde um den Ort und genoßssn die Atmosphäre dieses malerischen Städtchens. Die Fahrt hatte mir gefallen, obwohl mir Schenkel und Hintern weh taten. Ich schaute auf die Uhr, wir mussten langsam zur Bahnstation zurück. Die Alternative wäre, etwa 10 km zu laufen. Dazu hatten wir aber keine Lust. Wir ließen uns am Bahnhof noch einige Minuten auf einer Bank nieder, dann kam auch schon der Zug. Wir blieben am Ausgang stehen und verließen in Albinia die Bahn. Es waren nur wenige hundert Meter bis zum Hotel. Auf dem Zimmer duschten wir, dann legten wir uns nackt aufs Bett, wir waren platt. Wir tätschelten uns gegenseitig den Po und genossen die erotischen Berührungen. Mit leichter Kleidung verließen wir unser Zimmer und trafen uns unten an der Rezeption mit Paola und Bruno. Wir liefen zum Supermercato, erstanden einige Energieriegel und Eva nahm noch ein Fläschchen des Muskelfluids mit. Bruno kaufte eine Flasche einheimischen Rotwein, den wollten wir uns später noch auf dem Balkon teilen. Vorsichtshalber kaufte ich noch ein paar Salsicce, für etwaigen Hunger.
„Denk an die Kalorien Peter", mahnte Paola und tätschelte mir den Po.
Wir hielten uns noch zwei Stunden auf Paolas Balkon auf, genossen den Ausblick und tranken dazu unseren Wein.
„Laß uns morgen recht früh aufbrechen, dann können wir noch unterwegs ein Bad genießen. Wenns nicht zu spät wird, essen wir in Castiglione eine Kleinigkeit. Ihr wollt doch auch nicht so spät heimkommen. Benedetta bringt Guido vorbei und Bruno schafft euch heim." Uns gefiel das Programm.
Morgens hatten wir um halb sieben Frühstück und radelten kurz nach sieben los. Bis Talamone sollten wir gut durchkommen, und dann war es nahezu eben bis Castiglione. Am frühen Nachmittag sollten wir dort sein.
Trotz einer Badeunterbrechung waren wir um drei in Castiglione. Bruno zahlte die Gebühren, tankte auf und wir fuhren ohne weitere Pause heim. Gegen sechs setzte Bruno Paola ab und brachte uns nach Hause. Louisa und mein Vater saßen auf der Terrasse. Lena war im Baumhaus zusammen mit Max. Als die Beiden uns hörten, kletterten sie die Strickleiter herunter und umarmten uns. Mit Bruno lud ich unsere Räder aus, spürte meine strapazierten Muskeln, besonders Schulter, Oberschenkel und Hintern.
„Ich habe euch die Sauna eingeschaltet, wir müssen leider gleich wieder los."
Wir bedankten uns noch einmal bei Bruno, dann fuhr er wieder den Hügel hinunter. Mein Vater, Louisa und Max verabschiedeten sich ebenfalls und fuhren los.
„Darf ich mit in die Sauna", wollte Lena wissen. Wir nickten und gingen hinein. Zuerst wurden die Kleinen versorgt und zu Bett gelegt, dann liefen wir in den Keller, zogen uns aus, duschten und nahmen in der Kabine unsere Plätze ein.
Lena kniete hinter mir und wuschelte in meiner Frisur.
„Du musst zum Friseur Papilein, deine Haare sind so lang", kicherte sie. Erst letzte Woche hatte Eva sie zum Friseur mitgenommen, jetzt sollte ich wohl auch dran glauben. Als ich aufstand, um einen neuen Aufguss zu machen, patschte sie mit ihrer kleinen Hand auf meinen Hintern.
„Du gehst heute hungrig ins Bett, du bist zu gut gefüttert." Das war ihre Revanche dafür, dass wir ihr erst neulich gesagt hatten, wenn du weiterhin so viel Eis futterst, wird aus dem Frosch mal eine dicke Kröte. Bei Eva traute sie sich nicht. „Sei friedlich du Floh, sonst gibts was auf deinen runden kleinen Po", ermahnte ich sie.

„Mein Po ist nicht rund, deiner ist piuttosto paffuto e rotondo du böser Papa!”
Eva lachte „Wo sie das wohl wieder aufgeschnappt hat.”
„Du darfst sie eben nicht immer ärgern Peterl, du siehst ja, das deine Tochter nicht auf den Mund gefallen ist.”
Lena patschte noch einmal zu.
„Du sollst den Papa aber auch nicht ärgern Fräulein”, Eva drohte der Kleinen mit dem Finger.
„Das klatscht aber so schön Mama”, entgegnete die Kleine grinsend.
„Nun setz dich endlich auf deinen Hintern Peter, du musst die Kleine nicht noch provozieren.”
Da stand ich wohl wieder alleine gegen meine zwei Weiber. Ich seufzte tief. Später versorgten wir unsere Zwillinge und trugen sie in ihre Kinderwagen auf der Terrasse. Während Eva sich in ihre leichte Kleidung warf, trug ich erst mal meine Arbeitssachen, ich wollte noch ein paar unserer Schätze in der Werkstatt säubern. Das große Fenster , das fürs Frühbeet vorgesehen war, brauchte einen neuen Anstrich, aber vorher schliff ich die alte Farbe herunter. Mit einem kleinen Schleifaufsatz war das nicht schwer. Anschließend bekamen sie eine Grundierung, vorher hatte ich das Glas abgeklebt. Ich hatte die Werkstatttür hinter mir geschlossen, die Schleifmaschine sollte unsere Kleinen nicht stören. Nach einer Weile war ich fertig, genug für heute. Ich ging wieder hinaus und beugte mich über die Kinderwägen.
„Erschreck unsere Mäuse nicht Peter, du bist ganz voller Staub.” Eva hatte mir meine Mikrofaserhose, ein Shirt und Socken hingelegt. Ich zog mich wieder bis auf den Slip aus und trug die Arbeitssachen ins Haus, um zu duschen. Erfrischt und sauber ging ich wieder nach draußen, um mich anzuziehen.
„Jetzt ist dein Po auch schön braun”, meinte Eva und zupfte an meinem Slip, „und ein schmaler weißer Streifen als Kontrast." Ich zog mich wieder an und setzte mich neben Eva.
„Deine Tochter wollte noch etwas von dir Peterl."
Ich stand auf und schlenderte zum Baumhaus.
„Was wolltest du denn noch von mir Lieschen", rief ich hinauf. Lena streckte ihren Kopf heraus.
„Kannst du mir noch einen Blumenkasten ans Fenster machen Papilein?" Ich nickte und lief wieder zurück zu Eva und den Zwillingen. Ich erzählte Eva von Lenas Wunsch. Ich schaute in der Werkstatt nach einem passenden Blumenkasten und wurde auch schnell fündig. Jetzt mussten wir nur noch passende Blumen finden, Geranien schieden aus, weil das Baumhaus auch rot war.
„Wo warst du wieder mit deinem Hintern, dein Höschen ist ganz angestaubt, warte", meinte Eva und klopfte mich ab. Sie nutzte die Gelegenheit schamlos aus.
„Ich lade euch zu einer feinen Portion Knoblauch Champignon bei Matteo ein", lockte Eva. Wir waren einverstanden und schoben die Kinderwagen mit unseren Zwillingen den Hügel hinunter. Lena hüpfte wieder wie ein grasgrüner Frosch voraus.
„Schau mal, ich glaube unser Frosch braucht ein neues Kostüm, aber kein Wort von dir." Lena hatte unverkennbar zugelegt und hatte breitere Hüften und einen runderen Po bekommen. Ob sie langsam in die Pubertät kam?
„Ich rede mal mit ihr so von Frau zu Frau."
Unten hatte Lena schon an unserem Tisch Platz genommen. Claudia begrüßte uns und fragte nach unseren Wünschen. Wir bestellten die Knoblauch Champignons und eine Karaffe Vernaccia. Ich ging hinein, um bei Matteo das Geld für den Wein zu kassieren. Claudia tippte Matteo auf seinen Bauch.
„Prenditi un esempio, che stavi facendo qualche chilo meno bene. Ciclismo potrebbe anche fare il culo prendere te un esempio di culo di Peter”
Ich spürte Claudias Hand kurz auf meinem Hinterteil. Dann lief ich mit meinem Geld wieder nach draußen. Claudia folgte kurz darauf mit unserer Bestellung. Die Champignons waren Matteo wieder gut gelungen.
 
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Kommentare  

Es ist immer wieder schön - gerade in Coronazeiten - deine kleinen Abenteuer in Italien zu lesen und bei deinen Gerichten läuft einem das Wasser im Munde zusammen.
Hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht.


Evi Apfel (17.03.2021)

recht anstrengend, aber lohnenswert

Wolfgang scrittore (14.03.2021)

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