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Das Fest

Nachdenkliches · Kurzgeschichten · Winter/Weihnachten/Silvester
Das Essen ist vorbei, die Gäste sind gegangen. Keiner hat den andern gekannt. Jeder hat für sich gegessen. Keiner ist mit einem andern gekommen, alle sind alleine gegangen. Das Essen hat jeder selbst mitgebracht. Es ist keinem der Anwesenden aufgestossen. Das Essen hat geschmeckt. Jeder hat es so für sich gedacht.

Alle sassen auf Stühlen, um sie herum war ein Käfig. Alle schauten während des Essens in den Teller oder in den Himmel. Keiner schaute dem andern ins Gesicht. Gespräche fanden nicht statt.

Das Essen ist vorbei, die Teller stehen noch immer da. Niemand weiss, wer sie auf den Tisch gestellt hat.
 
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Kommentare  

Wieder eine gute Parabel von dir. Ich denke, dass du mit dem Fest, Websiten meinst, wo jeder nur auf seine eigene Mahlzeit, sprich Story, konzentriert ist, ohne die anderen zu beachten. Und wie die Teller(Stories) dann zurückgelassen werden und niemand mehr weiß von wem die eigentlich sind. Das ist leider wirklich überall der Fall. Sehr schön bissig.

doska (30.12.2011)

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