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Kopfbahnhöfe, Teil 19 - BERGE, BURGEN, BOLZPLATZ ...

Kurzgeschichten · Romantisches
Wenn ich nach Daarau fahre, sehe ich immer in der Ferne den Großen Eberstein auftauchen und neben ihm seinen kleinen Bruderberg. Auf dem Gipfel des Großen Ebersteins liegt ein gewaltiger Geröllhaufen, der ehemals eine Burg war, errichtet von den Rittern von Eberstein. Ich war immer schon fasziniert von diesem Berg und den Sagen, die sich um ihn ranken. Es ging um Mord und Totschlag. Die Ritter von Eberstein waren die Bösen und ihre Widersacher, die Ritter von Holzeberg waren die Guten. Der Holzeberg gehört zum Dorf Daarau und erhebt sich von dort aus gemächlich in die Höhe. Auch auf seinem Gipfel finden sich riesige Steinblöcke, die Überreste einer Burg sind. Der Holzeberg sieht harmlos aus, aber auf der dem Dorf abgewandten Seite fällt er steil ab und war bestimmt gut zu verteidigen. Angeblich soll es einen unterirdischen Gang geben, der beide Burgen verbunden hat. Egal, immer wenn ich den Großen Eberstein sehen kann, weiß ich, dass mich nur 15 Kilometer von Georg trennen.
-*-*-
Heute ist Fußball angesagt. Die Leute in Daarau sind zwar nicht sehr religiös, aber der Sonntag ist ihnen heilig, und deshalb trage ich ein dezentes schwarzes Baumwollshirt und dazu eine dezente helle Leinenhose.
Georg ist schon weg, als seine Schwester Dagmar eintrifft. Sie ist groß, hübsch, in meinem Alter und seit zwei Jahren mit einem Freund ihres Bruders verheiratet. Sie drückt mich kurz an sich.
„Die Küche ist große Klasse“, sage ich, denn es war Dagmar die sie ausgesucht hat. „Ich hab ja gedacht, sie wäre für eine andere Frau bestimmt, aber Georg wollte mich nur veräppeln.“
„Tja, mein Brüderchen ist schon einer, aber kein schlechter.“
„Im Ruhrgebiet würde man sagen: Datt ist kein Schlechten, aber auch kein Guten.“
Dagmar fängt an zu kichern. Tja, wenn alle Frauen im Dorf so wären wie sie, dann würde ich mir nicht den Kopf drüber zerbrechen. Was meinte mein Vater einst zu mir: Tony, zerbrich dir nicht den Kopf, du hast nur einen. Ansonsten hat er sich in meiner Erziehung zurückgehalten und sie meiner Mutter überlassen. Mit den bekannten Folgen.
Dagmar und ich machen uns auf dem Weg zum Fußballplatz - er liegt um die Ecke wie alles im Dorf - und sie fängt an: „Du hast also meine Eltern schon kennengelernt?“
„Oh ja“, sage ich. „Dein lieber Bruder hat mich da unverhofft reingeworfen.“ Ich seufze auf und spreche weiter: „Es lief aber ganz gut ab. Und du bist echt zu faul zum Kinderkriegen?“
„Ach das ... Mutter ist etwas ungeduldig in dieser Beziehung. Ich will erst noch mein Eheleben genießen. Und wie steht's mit dir?“
„Ich hab mir noch keine Gedanken drüber gemacht - und lasse dir gerne den Vortritt.“
„Vielleicht sollten wir es gleichzeitig machen, dann könnten wir die Blagen abwechselnd versorgen - oder sie bei Verwandten auslagern, da gibt es jede Menge Tanten, die sich um unsere Sprösslinge streiten würden.“
Ich muss lachen. „Ich fange an dich zu lieben, meine zukünftige Schwägerin.“
Dagmar lacht auch, sieht mir interessiert ins Gesicht und fragt dann: „Woher kennst du meinen Bruder?“
„Ich kenne ihn schon seit Ewigkeiten“, gebe ich zu. „Ich war zwölf und er vielleicht vierzehn, da hat er mich geküsst und dann angespuckt. Es war mitten auf einer Wiese.“
„Kann ich mir gut vorstellen. Er war immer schon ein frühreifer Bengel, hat alle Chancen genutzt bei den Mädels und später bei den Frauen.“
Ich schaue sie frustriert an und sage: „Das gefällt mir nicht besonders.“
„Ist vorbei seit einiger Zeit, er ist erwachsen geworden. Und ich glaube, er war schon als Junge ein bisschen verliebt in dich. Aber was sollte er machen, du warst ja immer schnell weg.“
„Das stimmt“, muss ich zugeben. „Aber jetzt werde ich hierbleiben, ich habe zwar große Angst davor, aber ich ...“, ich kann nicht weitersprechen, weil ich es nicht gewohnt bin, Gefühle auszudrücken. Doch dann bezwinge ich mich.
„Ich werde hierbleiben, weil ich ihn liebe, Himmel, er ist das Beste in meinem Leben und ich will ihn einfach nur glücklich machen.“
Dagmar drückt kurz meine Hand - und schon sind wir auf dem Fußballplatz, oder eher an den Rändern des Platzes.
Die anderen Mädels sind auch schon da und Dagmar stellt mich ihnen vor: „Das ist meine zukünftige Schwägerin, sie heißt Antonie - kurz Tony genannt - und ich möchte, dass ihr sie freundlich begrüßt.“
Das tun sie. Dagmar gibt mir kurz Auskünfte über die Mädels, so was wie: Die da heißt Sophie und ist mit dem Torwart verheiratet, die Blonde da hinten heißt Stephanie und hat den unsäglichen Bäckermeister zum Mann.
Bäckermeister? Das weckt unangenehme Erinnerungen in mir. Ich verdränge die fürs Erste. Ich sollte nur die Namen von den Mädels behalten können und mir Eselsbrücken dazu bauen.
Wir stehen gespannt am Spielfeld, denn dort laufen gerade die Mannschaften auf. Oder ein? Georg sieht natürlich am besten aus in seinem Fußballtrikot. Der Rest der Spieler ist vollkommen uninteressant, egal in welcher Mannschaft sie spielen und welche Putzlappen sie anhaben.
Kleine Fläschchen werden verteilt und obwohl deren Inhalt nicht hochprozentig ist, trägt doch die heiße Sonne und die Begeisterung für die eigene Mannschaft viel dazu bei, um locker zu werden.
Ich jubele und klatsche in die Hände, als Georg das erste Tor schießt. Was für ein Mann! Und er ist mein! „Beim nächsten Mal bringe ich die Getränke mit“, verspreche ich den anderen Spielermädels. Die freuen sich natürlich.
In der Halbzeit steht es 2:0 für Daarau. Das ist gut, aber noch besser ist, dass Georg zu mir kommt. Er ist verschwitzt und riecht nach Mann, aber auf eine gute Weise. „Komm her, mein Stern“, sagt er. Ich lasse mich willig greifen, lasse mich von ihm küssen und umarme ihn zaghaft. Ich will auf keinen Fall die Lüsterne aus der Großstadt sein, aber ich werde dabei rot im Gesicht aus Lust oder aus Verlegenheit und das genügt meinen neuen Freundinnen.
„Ihr seid ja richtig süß zusammen.“
„Ich wünschte, mein Verlobter wäre auch so.“
„Der ist ja echt verliebt in dich.“
„Ich könnte neidisch werden bei diesem Anblick!“
„Halte ihn gut fest, der liebt dich!“
Ich liebe ihn ja auch. Wie könnte ich ihn nicht lieben? Das Spiel gewinnt übrigens die Mannschaft von Daarau mit 3:1 Toren. Und ich verabrede mich mit Dagmar für den nächsten Samstag, dann geht es ins Gemeindezentrum. Eventuell wieder eine Art Prüfung für mich?
Ich will den Platz schon verlassen, aber eine Frau steuert direkt auf mich zu. Es ist die Blonde, die Frau vom Bäckermeister. Sie ist hübsch, viel hübscher als ich und sie sieht mich provozierend an. Was will sie von mir?
Und dann quillt es aus ihr hervor: „Du hast meinen Mann angemacht vor ein paar Jahren und seitdem ist alles anders geworden!“
Wie meint sie das? Ist es besser oder schlechter geworden? Und Mann angemacht? Jetzt kommt es mir wieder in den Sinn: Ich total besoffen, lernte jemanden in der Kreisstadt-Disco kennen, habe ihn zwar nicht geküsst, aber er war fasziniert von meinem blöden Geschwätz. Hinterher erzählte meine Schwester mir, dass seine Frau direkt hinter uns gesessen hätte. Furchtbar peinlich war das. Vor allem, weil der Typ am nächsten Morgen vor Vaters Tür stand. Ich hatte ihm irgendwas versprochen, wusste aber nicht mehr was. Aua! Also verkroch mich in meinem Bett und schämte mich. Scheiß Alkohol!
Ich sage zaghaft: „Ja, ich kann mich noch dran erinnern. Es tut mir leid, ich wusste doch nicht, dass er verheiratet war. Ich war damals ziemlich verzweifelt und wollte ein bisschen flirten nach langen beschissenen Jahren, in denen kein Mann mich angeschaut hat, als wäre ich unsichtbar.“
„Warum sollte ich dir das glauben?“
„Himmel, ich hab auch viel Scheiße erlebt. Und Männer ... ich weiß immer noch nicht, ob man ihnen vertrauen kann. Ich hoffe es aber.“
„Das tröstet mich jetzt kein bisschen.“
Wir sind mittlerweile am äußersten Rand des Spielfelds angekommen, dort wo uns keiner hören und auch keiner sehen kann, denn alle sind weg.
Bitter gallig quillt es nun aus mir hervor: „Der Kerl hat mich betrogen von Anfang an ohne Skrupel. Es war wie ein Schema: Wenn er nichts Gekochtes von mir aß und üppig badete, dann war eine neue Liebe fällig. Irgendwann zog ich aus und wohnte für Wochen bei meiner Schwester, bis sich die Lage beruhigte.“
Himmel, das ist immer noch furchtbar im Nachhinein, ich habe das alles verdrängt. „Aber es änderte sich nichts und irgendwann ging es nicht mehr. Also Trennung. Und sogar dabei musste ich vorsichtig sein. Wegen meiner Kater, die ich beschützen wollte, denn er war ein rachsüchtiger Kerl.“ Oh Gott, ich will nicht mehr an diese Zeiten denken!
„Er ist ähnlich und auch unberechenbar“, sagt sie leise. „Er hat sich vor ein paar Jahren - da waren wir zur Silberhochzeit deiner Eltern eingeladen - in das Kellergeschoss geschlichen, wo du und deine Schwester geschlafen haben ...“
„Ach du Scheiße, er war das? Er wollte sich an meine kleine Schwester ranmachen und ich habe ihn rausgeschmissen!“
„Sag mir nun, was ich mit ihm anfangen soll.“
Oh je, ich habe jahrelang auch stillgehalten und deswegen kann ich dieser Frau keinen Rat geben.
„Ich weiß es auch nicht“, gebe ich zu, „so eine Trennung ist schwer. Und wenn man dann noch verheiratet ist, ist es bestimmt noch viel schwerer. Aber du kannst jederzeit zu mir kommen, falls du das willst. Denn wir haben vieles gemeinsam. Himmel, du bist so hübsch und liebenswert und solltest deine beste Zeit im Leben nicht mit so einem verplempern.“
„Ich überlege noch, denn wir haben zwei Söhne und der ältere hängt sehr an ihm“, sagt sie schließlich. „Aber ich will auch ehrlich zu dir sein: Ich habe mit Georg geschlafen, und das war auch eine Art Racheakt. An meinem Mann natürlich.“
Das trifft mich jetzt unerwartet. Sie ist eine von den Frauen, mit denen Georg geschlafen hat! Ich glaube, ich muss das erst mal verdauen. Aber ich kann sie verstehen. In der gleichen Lage, wie ich einst war, hat sie sich gewehrt und mit einem anderen Mann geschlafen, das muss ich akzeptieren. Dann fällt mir ein, dass ich Georg von dieser Bäckermeistersache geschrieben habe. Und er hat zurückgeschrieben, dass er einen Vorteil dadurch gehabt hätte. Ach! Das war der Vorteil? Ist ja interessant! Diese Frau ist viel hübscher als ich und bestimmt auch viel begehrenswerter.
„Okay ...“, sage ich zögernd. „Ich nehme es dir nicht übel, aber wenn du jemals versuchst, Georg anzumachen, dann ist Schluss mit unserer Freundschaft! Und vielleicht solltest du nicht stumm in einer Ecke sitzen, während dein Mann mit anderen Frauen rummacht. Du hast doch alle Möglichkeiten, du bist hübsch und du bist klug, verdammt noch mal! Also spiel deine Karten aus, Stephanie!“
Wir umarmen uns zum Schluss und ich glaube, ich habe eine Freundin gewonnen, zwar eine, die mit meinem Mann geschlafen hat, doch das ist schon ein paar Jahre her. Und ich werde ihr helfen, den richtigen Kerl zu finden, oder einen anderen, um den unsagbaren Bäckerkerl damit zu beeindrucken. Sie muss selbstbewusster werden. Freund Ralf kommt mir in den Sinn, der wäre geeignet.
Also Stephanie mit Georg. Sollte ich ihn danach fragen? Nein, werde ich nicht tun. Er hat mir ja geschrieben, dass er es mir erzählen würde, falls es nötig wäre.
-*-*-
Eine Woche später: Georg begrüßt mich lieb. Will heißen, wir landen sofort in unserem Bett in unserem Haus. Und ich will mit ihm verschmelzen, er über mir und dann ich über ihm. Als zweites ich über ihm: „Halt still“, flehe ich ihn an. „Und mach die Beine breit! Ich will nämlich wissen, wie man sich als Mann so fühlt.“
Georg gehorcht mir und macht die Beine breit.
Ich bewege mich erst mit geöffneten, dann mit geschlossen Beinen auf ihm. Es ist gut, nein, es ist super, bis ich mich schließlich voll auf ihn sinken lasse. Es passiert: Ich kann nur noch keuchen vor Lust, es ist irre, es ist wunderbar, mein Körper ist, ja wo ist? Er löst sich auf in lustvolle Zuckungen, ich vergehe und stöhne nur noch in Georgs Mund hinein. Es hört einfach nicht auf und ich bin immer noch atemlos.
Wir liegen erschöpft und befriedigt nebeneinander.
„Wir sind doch jetzt verlobt, oder nicht?“, sagt er nach einer Weile.
„Ich denke schon. Warum? Hat das eine Bedeutung?“
„Ich werde dir einen Verlobungsring schenken.“
„Wozu? Ich brauche keinen Ring, ich brauche nur dich.“
„Mein Stern, ich will dich heiraten und du kriegst einen Ring von mir!“
Wenn er so bestimmend spricht, kann ich ihm kaum widerstehen. „Ich trage nicht gerne Schmuck, aber wenn er von dir wäre, könnte er aus einem Kaugummiautomaten kommen.“
Georg überlegt eine Weile und sagt dann: „Falls er also aus einem Kaugummiautomaten kommen könnte, wie sollte er dann aussehen?“
Ich habe keine Ahnung, doch dann fällt mir was ein: „Ich mag blaue Glassteine, sie passen zu meinen Augen. Vielleicht viereckig und abgerundet. Und Silber geht gut dazu. Ach was soll’s, ist doch egal.“
Georg küsst mich und ich denke nicht mehr an so einen Quatsch wie einen Verlobungsring.
Danach besuche ich meine Katzen. Werden sich die Katzen mit Georgs Hund Arnie verstehen? Müsste man antesten und wenn es nicht klappt, dann bleiben sie bei Daddy und seiner Djenny. Der bringe ich aus der Großstadt immer eine Bluse mit, die ihr vielleicht gefallen könnte, oder eine Handtasche. Sie kümmert sich ja um die Katzen und ich mag sie sehr.
Das Wochenende geht immer viel zu schnell vorbei. Georg und ich verabschieden uns zärtlich voneinander und ich fange fast an zu weinen. Er zieht mich an sich und sagt: „Nicht weinen, mein Stern! Es dauert ja nicht mehr lange.“
Ja, dem Himmel sei Dank dauert es nur noch vier Wochen, denn ich habe noch so viel Urlaub, dass ich mich früher vom Stadtacker machen kann.
-*-*-
Andrea ist zu Besuch bei mir. Sie wird meine Wohnung übernehmen mit fast allen Möbeln und sitzt schon mal Probe auf dem großen Sofa.
„Ich kann mich nicht dran gewöhnen, dass du fortziehst. Wir hatten doch so viel Spaß miteinander.“
„Ja, stimmt, hatten wir. Aber das geht so nicht mehr.“
In diesem Moment schellt es - ich öffne die Tür, sehe Georg vor mir und falle ihm um den Hals.
„Sachte, sachte, mein Stern“, sagt er. Er küsst mich und ich küsse ihn. Küsse ihn sehr intensiv, bevor ich mich von ihm löse.
Wir gehen ins Wohnzimmer und ich stelle ihn vor: „Das ist Georg! Und ich freue mich unheimlich, dass er gekommen ist.“
Andrea schaut ihn anbetend an, Himmel, Georg ist super, Georg ist mein Geliebter - und demnächst auch mein Mann im wahrsten Sinne des Wortes.
Andrea meldet sich zu Wort: „Lieber Georg, gibt es von deiner Sorte noch mehr im Heimatdorf?“
„Nein“, fahre ich ihr empört ins Wort.
„Könnte sein“, sagt Georg gerade, „da sind Schätze zu heben, von denen du dir keine Ahnung machen kannst ...“
Ist das anzüglich gemeint? Ich denke ja, denn er kennt Andrea aus meinen Erzählungen.
„Jetzt verstehe ich auch, dass Tony mir damals Schläge angedroht hat für den Fall, dass ich dich jemals verführen sollte ...“
Ich schaue Andrea entsetzt an. Daran erinnert sie sich noch?
Georg fängt an zu lachen und zieht mich an sich: „Du warst damals schon eifersüchtig auf mich, mein Stern?“
Jetzt bin ich voll verlegen, druckse herum und muss schließlich zugeben: „Ja, vielleicht ein bisschen ...“
„Tony ist doch die Großstadt gewohnt. Kannst du es verantworten, sie in ein Dorf zu bringen, wo absolut nichts los ist?“
Georg antwortet unverzüglich: „Und was ist los in den Großstädten? Vielleicht gibt es mehr Kultur, mehr Restaurants und mehr Kontaktmöglichkeiten, die dann doch im Sande verlaufen. Das alles haben wir auch auf dem Lande, nur ist alles ein bisschen weiter weg. Und ich würde Tony nie zu etwas zwingen. Ich könnte genauso in der Großstadt arbeiten, möchte ich zwar nicht, aber falls Tony das will, dann gerne!“
„Andrea, es ist gut! Niemand hat mich gezwungen, nach Daarau zu ziehen. Kann sein, dass ich mir von Georg was erwartet habe. Aber auch wenn diese Träume sich nicht erfüllt hätten, würde ich trotzdem dort leben wollen. Alles klar? Du kannst aber jederzeit im Dorf vorbeikommen, und ich würde mich immer drüber freuen.“
Es dauert eine Weile, doch dann sagt Andrea: „Und ihr wollt wirklich heiraten? Finde ich toll!“ Es klingt irgendwie lüstern. Die Schätze, die in meinem Heimatdorf zu heben sind, haben sie wohl inspiriert dazu.
Und wieso komme ich immer an solch erfahrene Männer wie Hardy und Georg? Es hat zwar seine Vorzüge, aber ich mache mir auch Gedanken darüber, zum Beispiel wegen Stephanie, mit der Georg geschlafen hat. Georg scheint kein bisschen eifersüchtig auf Hardy zu sein. Und falls er es doch sein sollte, dann teilt er mir seine Bedenken nicht mit.
Kurz danach geht Andrea und ich bin endlich allein mit ihm. „Ich habe dich so vermisst!“ Ich fange an ihn zu streicheln, fange an ihn zu küssen...
„Warte“, sagt er. „Ich möchte dir etwas geben, denn ich will, dass es richtig ist.“
„Was kann denn richtiger sein als du und ich zusammen?“
„Es ist nur ein Symbol dafür.“ Es ist ein Ring, den er mir geben will. Wunderschön ist er, unauffällig und schlicht mit einem hellblauen achteckigen Stein, gefasst in Silber. Georg steckt ihn an meinen Finger. Er passt perfekt und beengt mich kein bisschen.
„Jetzt ist es offiziell mit unserer Verlobung. Willst du mich heiraten, mein Stern?“
„Oh ja, mein King, ich wünsche es mir so sehr, dass ich die Angst davor allmählich verliere.“ Georg küsst mich und ich küsse ihn.
„Warum bist du überhaupt hier?“, frage ich ihn schließlich. „Übermorgen wäre ich doch sowieso gekommen.“
„Es dauerte mir zu lange bis zum Freitag.“
„Mir auch. Sollen wir ins Bett gehen, oder hast du noch Hunger? Dann würde ich was für dich kochen.“
„Ich habe nur Hunger auf dich, mein Stern!“
 
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