Andacht
Du bist was du trägst…
Ihr Lieben
Auszug aus Psalm 109
17 Er liebte den Fluch, so komme er auch über ihn
Er wollte den Segen nicht,
so bleibe er auch fern von von ihm.
18 Er zog den Fluch an wie sein Hemd,
der dringe in ihn hinein wie Wasser
und wie Öl in seine Gebeine
19 Er werde ihm wie ein Kleid, das er anhat.
Und wie ein Gürtel, mit dem er allezeit sich gürtet.
Wir alle kennen sie; die oberflächlich daher gesagten Sprüche:
Du bist was du isst, du bist, was du denkst, du bist, was du lebst … usw. und es steckt tatsächlich mehr Wahrheit in ihnen als wir vielleicht ahnen.
Die „Gewohnheit“ macht´ s. Menschen, die ständig fluchen, die an wirklich allem etwas auszusetzen finden, Menschen, die spotten, über andere herziehen, verbreiten negative, schneidende, düstere, stickige Energie, vergleichbar mit einem Aschenbecher voll kalter verbrannter Asche. Wir alle haben jemanden von ihnen in der näheren oder ferneren Verwandtschaft oder Bekanntschaft. Wenn man sie darauf aufmerksam macht, kommt oft der standardisierte Spruch zurück: „So bin ich halt, ihr müsst mich eben so nehmen wie ich bin.“ Damit BESTÄTIGEN sie etwas unheimliches, nämlich ihr Wesen. Es geht nicht darum, 24/7 mit einem grinsenden Gesicht durch die Welt zu laufen und jeden höflich zu grüßen, während ringsum Mord und Totschlag grassieren. Und selbstverständlich hat jeder mal einen schlechten Tag oder geht gerade selbst durch eine schwere Zeit.
Die Textverfasser in der Bibel drücken sich kreativ aus und schreiben zb. von entsprechender „Garderobe.“
Matthäus 22. 11/12 Als aber der König hineinging, um sich die Gäste anzusehen, sah er dort einen Menschen, der kein hochzeitliches Gewand anhatte; und er sprach zu ihm: Freund, wie bist du hier hereingekommen und hast doch kein hochzeitliches Gewand an? Er aber verstummte.
Ist es euch auch schon mal so gegangen? Also mir passierte es ein paar Mal und – es ist wirklich hochnotpeinlich, wenn man zu einer Gesellschaft eingeladen ist und als „Dreckspatz“ dort auftaucht oder einfach mit den falschen Klamotten „reincrasht.“ Ich geb´s zu – ich bin ein Modemuffel. Die Seelen von Lagerfeld, Joop , (der ist ja noch hier) leben wirklich diagonal gesehen, am gegenüberliegenden Ende des Universums von mir ...
Natürlich kann man auch mit Klamotten falsche Eindrücke verbreiten. Wer kennt sie nicht, die geschniegelten, stets adrett gekleideten Damen und Herren, die den Himmel auf Erden versprechen und letztlich nur Nebelschwaden und das große Nichts hinterlassen … aber das ist ein anderes Thema ...
Wenn wir über Monate und Jahre eine entsprechende Ausrichtung an den Tag legen, uns ständig unreflektiert entsprechend verhalten, dann ziehen wir, zuerst unbewusst, ein entsprechend geistliches Gewand an, an dem uns die geistige und später (weil wir hier in der langsamsten Schwingungsebene sind) die irdische Welt „erkennt“. „Spätestens, wenn aus unserem Mund der Spruch ertönt: So bin ich halt, find dich damit ab“ bezeugen wir, dass wir nun BEWUSST diese „Kleidung“ tragen. Sie wurde sozusagen zu unserer Naturkleidung, unserem „Fell“ unserer zweiten „Haut“. Wie sind die Auswirkungen solcher Menschen auf andere? Ihr könnt es buchstäblich „erfühlen“. Im Hals – und Brustbereich legen sich zwei unsichtbare Hände um euch und drücken zu oder stoßen euch ab. Sie wirken wie
ätzende Säure durch ihre ihnen eigene Bitterkeit und sie hinterlassen nach jedem Treffen eine Aura der Schwere, der Dunkelheit, der Kälte die noch verstärkt wird durch ihre Position der Selbstgerechtigkeit. Sie kämen nicht im mindesten auf den Gedanken, dass, der Grund für ihr zunehmendes „Inselbewusstsein“, die Freunde die sich abwandten und sowieso „irgendwie ihrer nicht wert waren“ etwas mit ihnen zu tun haben könnte. „Wenn dir meine Art nicht passt, dann ….“
Diese Spezies kann zum „lone wolf“ werden; als solcher schlimmste, geistliche Schäden anrichten und buchstäblich zur Last und zum Fluch für Mitmenschen werden, die Ehen u. Freundschaften zerstören u. beenden, bzw. den Partner, die Partnerin zum Ehebruch und in die Flucht treiben. Was bleibt, ist ein einsames Leben, gefangen in der eigenen Kälte, in den eigenen hochgezogenen Mauern, die auch niemand mehr durchbrechen will, weil man weiß, dahinter wohnt die Bosheit die den Fluch als Kleidung trägt und alle, allein schon um des geistlichen Überlebens willen, Abstand halten.
Selbsterkenntnis ist die halbe Miete!
Glücklicherweise können wir unsere Kleidung „wechseln“. Muss ja nicht gleich von der „Frisur bis zur Socke“ alles sofort geändert werden, sondern kann peu a peu, schrittweise ausgetauscht werden. Der Schneider nimmt auch erst mal Maß bevor er die neue Kleidung zuschneidet.
Falls jemand solche „Kleidung“ trägt, hilft ein Ausflug in einen geistlichen Spiegelsaal, Man frage sich, wie man sich selbst fühlt, wenn das Spiegelbild einen ständig anschreit: SO BIN ICH HALT. Fühlt man sich gut dabei? Gefällt es? Macht es ein gutes Gefühl? Ehrlich bleiben dabei! Auch wenn ´s weh tut.
„Jemand“ hat mal gesagt: ICH BIN DIE WAHRHEIT! Er würde dich fragen: Bist du wirklich so?
Was würdest du dann – ganz ehrlich – erwidern?
Anderes Feld: Mit welchen Dingen beschäftigen wir uns außerhalb unseres Berufsleben? Was zieht uns „magisch“ immer wieder an? Big Tech macht ´s mit dem Algorithmus vor und die „Cleverles“ unter den Verkäufern und Händlern wussten´ s schon immer: Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Man muss die interessierte Kundschaft nur an der richtigen Stelle „kitzeln“....
Alles ist Energie. WIR sind Energiewesen – Seelen in einem fleischlich/irdischen Körper, gebunden bis zu dessen natürlichem Ende oder seiner Zerstörung. Die Dinge die uns immer wieder anziehen, denen wir unsere Zeit freiwillig schenken und opfern ERNÄHREN sich von unserer Energie, werden größer, werden mächtiger und „bieten“ uns dadurch mehr und mehr Möglichkeiten „sie“ zu nutzen und langsam aber sicher wachsen sie um uns herum, inkorporieren uns und – eines Tages oder Nachts merken wir, dass wir ein Teil von ihnen wurden, wir gehören zu ihnen, identifizieren uns mit ihnen, übernehmen ihre Meinung u. Ansichten und TRAGEN IHRE KLEIDUNG, ihre UNIFORM. „Derjenige“ der mal sagte: ICH BIN DIE WAHRHEIT, würde euch fragen: Arbeitest du gerne dort? Unterstützt du wirklich von Herzen die Philosophie dieses Unternehmens, dieser Firma mit allen Konsequenzen? Bist du stolz, ihre Uniform zu tragen, ein Teil von ihnen zu sein? Was würdest du dann antworten – wieder schlage ich einen Spaziergang in den Spiegelsaal vor – und – bleib ehrlich dabei, auch wenn ´s weh tut!
Kinder, lasst uns auf unsere geistigen Klamotten achten! Lasst uns immer wieder mal im Schrank Ordnung schaffen, altes, zerlumptes Zeugs rausschmeißen und Platz schaffen für „passendere Kleidung“. Der Apostel Paulus u. Petrus gaben Tipps für passende geistliche Kleidung in ihren Briefen zb. dem Epheserbrief 6.10, Galater 3.26/27 Kolosser 3. 12 Petrus 3.3
Amen!