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7 Seiten

Kopfbahnhöfe, Teil 18 - LIEBE, IKEA UND VERWANDTE

Kurzgeschichten · Romantisches
„Wir sollten deinen Vater endlich informieren.“ Georg küsst abwechselnd meine linke und meine rechte Brust und das lenkt mich ziemlich ab.
„Gut, von mir aus“, ächze ich, „der ist bestimmt froh, dass ich unter die Haube komme und wird noch ein paar Ziegen und Schweine drauflegen. Und 'ne Kuh noch dazu.“
Georg fängt an zu lachen und küsst dann weiterhin all meine empfindsamen Stellen und ich muss mich beherrschen, um nicht hemmungslos aufzustöhnen.
„Weißt du, wie ich dich ab jetzt nennen werde?“, frage ich ihn später.
„Du wirst es mir bestimmt kundtun“, Georg schaut mich bei diesen Worten aufmerksam an.
„Du bist mein King Georg. Der war damals König von Britannien und stammte aus Hannover. Ist echt irre. Viele Frauen wünschen sich einen Prinzen, aber ich habe jetzt einen Koning - und ich weiß immer noch nicht, womit ich ihn verdient habe.“ Das mit dem Koning habe ich in einer Illustrierten gelesen, da ging es um den Koninginnedag in den Niederlanden.
„Sei nicht so bescheiden, mein Stern. ‚King’ gefällt mir aber verdammt gut. Dein Vater weiß es übrigens schon. Und das ganze Dorf auch.“
Ich schmiege mich noch enger an ihn. Ich liebe diesen Kerl, viel mehr als ich andere Kerle vor ihm geliebt habe und mit den anderen Kerlen meine ich nur Hardy. Es war zuerst überwältigend mit ihm, aber auch bitter zum Ende hin. Und jetzt ist Georg da, mein über alles Geliebter! Georg, mein King!
Also erzähle ich es offiziell Daddy. Er grinst, zeigt sich überaus zufrieden und will die Hochzeitsfeier und auch das Brautkleid bezahlen. Brautkleid? Feier? Na gut, für Georg würde ich es tun. Der weiß gar nicht, wie sehr ich ihn liebe.
-*-*-
Alles ist geklärt, Wohnung und Job gekündigt. Mein Chef wollte mich nicht gern gehen lassen, aber als er von meiner Heirat erfuhr, hat der alte Chauvi sich gefreut. Und falls es schiefgehen sollte, könnte ich jederzeit wieder bei ihm arbeiten, hat er gesagt. Es wird aber nichts schiefgehen.
Freitags fahre ich direkt von der Firma aus los und bin am späten Nachmittag schon in Daarau. Und wenn ich am Sonntagabend zurückfahren muss, vermisse ich Georg schon während der Fahrt. Ich will für immer bei ihm bleiben, will mit ihm in seinem Bett liegen, will mit ihm schlafen und will mit ihm aufwachen.
Georg und ich, ein einziger Traum, ein erotischer Traum. Ein Traum voller Liebe, voller Zukunft und voller Verheißungen.
Manchmal, zwischen all diesen Träumen erinnere ich ihn an die Wirklichkeit: „Ich werde nur kochen, wenn ich Lust dazu habe, das weißt du doch.“
„Ist mir egal, ich weiß, dass es dann richtig gut schmecken wird, mein Stern.“
„Wir können jederzeit bei Tante Gertrud essen, die freut sich bestimmt. Mein King, ich hasse auch das Bügeln und das kann ich schlecht auf meine Tante abwälzen.“
„Ist mir auch egal“, sagt mein King, „es gibt in der Kleinstadt einen günstigen Laden, da bügeln sie alles, egal ob es Hemden sind oder Bettwäsche.“
„Man bügelt auch Bettwäsche? Das glaube ich nicht!“
Dann fällt mir noch etwas ein - und das ist echt erschreckend: „Und ich kann auch nicht tanzen, jedenfalls keinen Gesellschaftstanz. Und man sollte doch tanzen können bei einer Hochzeit. Hilfe! Ich kann dich nicht heiraten!“
„Keine Ausreden mehr, mein Stern! Ich bring es dir bei.“
„Ha, du hast bestimmt schon mit vielen Maiden getanzt.“
„Ist auf dem Dorf so üblich. Meistens musste man sich erst mit den älteren Jahrgängen vergnügen, um an die jüngeren ranzukommen ...“
„Verdammt, ich werde dir nur ältere Jahrgänge gönnen, weil ich total eifersüchtig bin!“
Georg muss lachen und sagt: „Ich liebe es, wenn du eifersüchtig bist.“
„Gib mir besser keinen Grund dazu.“
„Nein, das werde ich nicht tun, mein Stern.“ Georg verschließt meinen Mund mit einem Kuss.
-*-*-
Bei einem Mann zu liegen ... Eigentlich ein wunderschöner Ausdruck, egal ob biblisch oder nicht biblisch. Ich jedenfalls liege liebend gerne bei diesem Mann, denn er ist mein Mann und mit ihm ist es wunderbar. Keine Zweifel sind mehr möglich.
Aber ich habe andere Bedenken: Ich - aus der anonymen Großstadt - werde nun in ein Dorf mit circa 2000 Einwohnern ziehen, wo jeder jeden grüßt. Viele kenne ich noch von früher und sie kennen mich auch. Aber mit den meisten Gesichtern kann ich nichts anfangen.
„Es ist schon stressig“, vertraue ich Georg an, „ich kann mir zwar Gesichter merken, aber die Namen dazu nicht. Ich brauche Hilfe zur Navigation durch die dörflichen Verhältnisse. Ich schnall das einfach nicht!“
„Mein Stern“, er zieht mich an mich. „Ich weiß, es ist schwer für dich. Und deshalb habe ich meiner Schwester davon erzählt. Sie würde sich liebend gerne um dich kümmern.“
Stimmt ja, er hat eine Schwester und er hat auch Eltern. Oh je, jetzt geht's los mit der Verwandtschaft. Ich sage erstmal nichts.
„Tony, mein Stern, wenn wir heiraten, dann bist du Teil einer Familie. Entweder findest du dich damit ab oder wir ziehen weg von hier.“
Teil einer Familie sein? Das war ich auch bei Hardy und wie ist es ausgegangen? Doch hier wird es anders sein. „Dann mach mich um Himmels Willen mit deiner Schwester bekannt.“
„Ach komm schon, meine Schwester ist nett und sie wird dich mögen. Falls nicht, dann kann sie mich mal!“
Georg denkt nach und sagt dann: „Ach ja, am nächsten Sonntag findet ein Fußballspiel hier statt, ich spiele mit und würde dich gerne dabei haben. Bei der Gelegenheit kannst du Dagmar kennenlernen und ein paar ihrer Freundinnen vielleicht auch.“
„Hast du mit diesen Mädels rumgemacht?“, rutscht es aus mir raus.
Georg sieht etwas verlegen aus, doch dann antwortet er: „Na gut, mit einer von denen - oder vielleicht mit zweien.“
„Damit muss ich wohl klarkommen.“
„Ist alles schon länger her, mein Stern. Also kommst du mit und feuerst mich an als Spielerfrau?“
„Wow, ich bin jetzt eine Spielerfrau? Das gefällt mir, weil ich so einen Spieler wie dich habe, mein King.“ Ein bisschen Angst habe ich trotzdem davor und meine Stimme klingt sicher zaghaft.
„Die Frauen saufen sich dabei immer einen an“, sagt Georg in meine Bedenken hinein.
„Gott sei Dank! Dann könnte ich es ertragen.“ Ich bin erleichtert und umarme ihn. Wenn ich jetzt noch die Frauen rauskriegen würde, mit denen er rumgemacht hat, dann wäre es perfekt! Aber man muss ja nicht alles wissen.
-*-*-
Georg und ich fahren in Richtung Norden, um wieder bei IKEA einzukaufen. Dort haben wir schon ein gutes Bett erstanden - und schlafen seitdem darin.
Ich sehe Georg an meiner Seite und kann es nicht verhindern, ihn zu streicheln und ihn kurz darauf zu küssen. Er lässt es gnädig geschehen, ich glaube aber, er genießt es. Er ist mein King und ich liebe ihn so sehr...
„Sollen wir kurz bei meinen Eltern vorbeifahren?“
Was? Wie? Schock! Ich schaue ihn entsetzt an. „Bist du verrückt? Nein, das geht nicht! Ich bin überhaupt nicht vorbereitet auf so was!“
„Ach komm schon! Die sind nett und legen nicht viel Wert auf den ganzen Krempel. Und du kannst immer noch sagen, dass ich dich überrascht habe von wegen Besuch und so ...“
„Haha, hast du etwa nicht? Na, wenn das keine Überraschung ist! Aber okay, wenn du unbedingt willst, dann in Himmels Namen. Ich hoffe nur, dass ich bei IKEA irgendwas finde, ein kleines Blumensträußchen oder eine Topfpflanze ...“ Ich plappere vermutlich hysterisch vor mich hin.
„Mach dir keine Gedanken darüber, mein Stern!“
Der hat gut reden! Ich schaue an mir herunter. Ich bin absolut unpassend gekleidet für den ersten Schwiegerelternbesuch, trage ein schwarzes T-Shirt, meine Nato-Tarnhose mit den vielen Taschen und dazu Turnschuhe.
„Als was willst du mich vorstellen?“, frage ich Georg. „Als GI-Soldaten, der gerade auf Heimaturlaub ist?“
Georg fängt an zu lachen. „Quatsch, du siehst toll aus und so schlimm wird es nicht werden.“
„Haha! Ob deine Mutter das auch so sehen wird? Ich weiß nicht ...“
„Und du bist verliebt in mich. Das bringt ja wohl jedes Mutterherz zum Schmelzen.“
„Du bist ja ziemlich eingebildet!“ Natürlich bin ich verliebt in ihn und deswegen werde ich das alles ertragen.
„Mein Stern, ich dachte, wenn man dich unverhofft ins kalte Wasser hineinstupst, dann ist das erledigt. Und du musst dich nicht verstellen. Meine Mutter ist übrigens ein absoluter Großstadtfan. Und wenn sie dich in dieser Nato-Tarnhose sieht“, dabei grinst er mich an, „wird sie das als die neueste Mode kreieren wollen. Sei einfach so, wie du bist, mein Stern.“
Wenn ich nur wüsste, wie ich bin.
Gut, wir fahren zu IKEA, kaufen dort einiges, unter anderem eine wunderbare dunkelblaue Tapete, die noch in sich gesprenkelt ist mit Gold und anderen Farbtönen. Die würde einen guten Kontrast zu der weißen Küche bilden. Die Wand im Wohnzimmer, wo der Kamin steht, käme auch in Frage. Und Hammer, man muss diese Tapete gar nicht einkleistern, man kann sie einfach in der Badewanne einweichen und dann an die Wand klatschen. Wir kaufen noch einiges, ich bin aber nur halbherzig dabei. Kein Wunder, denn es fehlt noch das Mitbringsel für Georgs Eltern. Ich will keinen dekorativen Mist kaufen, der kurz darauf entsorgt wird. Das kenne ich von mir selber. Zum Glück gibt es bei IKEA gerade Orchideen im Topf, im letzten Augenblick entdeckt von mir. Dem Himmel sei Dank, denn alle Blumenläden haben schon geschlossen, es ist schließlich kein langer Samstag.
-*-*-
Die älteren Herrschaften sehen recht jung aus und begrüßen mich gar nicht verwundert. Hat Georg schon Vorarbeit geleistet? Ich bin ihm dankbar dafür. Das alles behagt mir zwar nicht, aber allmählich sollte ich mich daran gewöhnen. Wegen Georg und weil ich ihn liebe. Obwohl ich es ihm noch nie gesagt habe. Na gut, er mir aber auch nicht.
Meine Orchidee kommt gut an, ich gestehe aber nebenbei meiner zukünftigen Schwiegermutter, dass ich selber ganz andere Blumen mag, nämlich leichte Sommerblumen und vor allem Flieder.
Sie lächelt. „Ich auch“, sagt sie. Und ich fühle mich erleichtert. Die Frau teilt meinen Geschmack und das ist doch schon mal was. Wir gehen gemeinsam in die Küche. Dort steht Kuchen bereit und Kaffee wird gerade aufgebrüht.
„Ich kenne dich doch, trotz der jetzt dunklen Haare. Du bist während der Ferien immer in Daarau gewesen.“
„Ja, das stimmt, ich habe als Kind fast alle meine Ferien bei der Oma verbracht und ich fand es wunderbar!“
„Jetzt weiß ich es wieder: Du bist die Tochter vom Karl Lundberg! Ich bin mit dem zur Schule gegangen. Das ist ja erstaunlich! Und ich war mit deiner Tante Lisa befreundet, bevor sie in die Stadt gegangen ist. Nein, das stimmt so nicht, sie kommt mich immer noch besuchen. Mindestens einmal in Jahr macht sie eine Tour, die fängt an in Süddeutschland, geht dann über Hannover und endet in Daarau.“
„Tante Lisa hat mich zum Lesen gebracht, sie hat ja all ihre Bücher in Daarau gelassen, und ich habe sie alle verschlungen. Hoffentlich hat es keinen Schaden an meiner kindlichen Seele angerichtet.“ Ich muss lachen. „Und ihr Mann, mein Onkel Nobby, der ist einfach nur toll!“
„Oh ja, Norbert ist wirklich ein wundervoller Mann“, schwärmt Georgs Mutter. Sie zieht mich kurz an sich und sagt: „Du kannst mich gerne Hilde nennen.“
„Ich kann es versuchen. Himmel, wenn ich gewusst hätte, dass Georg mich zu euch schleppen will, hätte ich mich respektabler angezogen und hätte Zuckerkuchen und wunderschöne Blumen besorgt.“
„Du siehst entzückend aus, mein Kind! Diese an sich männliche Army-Hose macht dich sehr weiblich, macht dich verletzlich - und das mögen die Männer.“
„Echt jetzt? So habe ich das noch nie gesehen. Ich finde sie einfach nur praktisch.“ Die Frau ist gut und ich mag sie, obwohl mir bestimmt noch weitere Prüfungen bevorstehen.
Wir gehen zusammen ins Wohnzimmer, dort sitzen die Männer und schauen uns gespannt an. Haben die Angst, dass Hilde und ich uns in die Haare geraten sind?
„Weißt du, wer das ist, Heinz?“, fragt Hilde ihren Ehemann. Heinz schüttelt seinen noch gut behaarten Kopf. Georg wird also keine Glatze kriegen, obwohl mir das egal wäre.
„Das ist die Tochter vom Karl Lundberg - und somit auch die Nichte meiner Freundin Lisa!“
Heinz nickt zustimmend. Er hat bestimmt keine Ahnung, von wem ich abstamme, aber ich glaube, er wird mich mögen.
Ich setze mich neben Georg auf das Sofa, es ist zwar modern, aber auch komfortabel und das gefällt mir.
Hilde fragt mich, wie ich den Abschied aus der Großstadt verkraften könnte.
Ich sage: „Ist nicht so schlimm, nur die großen Kaufhäuser werden mir fehlen.“
„Ach das! Stimmt ja, in Daarau und Umgebung kann man kaum gute Sachen kaufen, aber du kannst ja öfter hierhin kommen, ich zeige dir dann die großen Kaufhäuser.“
Ich schaue sie dankbar an und lächele ihr zu. Sie hat kleidungsmäßig einen guten Geschmack, dezent ist er, sportlich und trotzdem elegant. Himmel, sie müsste doch schon über fünfzig sein, hat aber immer noch eine gute Figur.
„Und die kulturellen Sachen? Wird dir da nicht etwas fehlen?“
Ich wusste doch, dass da noch was kommt. Also Kultur ...
Also sage ich: „Die Kinos werde ich kein bisschen vermissen, aber die Leihbüchereien schon. Davon gibt es im Umkreis von Daarau nicht viele.“ Dann fällt mir ein: „Und ich würde liebend gern mal eine Opernaufführung sehen, das habe ich bisher versäumt. Ich habe andere Musik bevorzugt, neuere ...“
„Das ist ja interessant. Und schwebt dir eine bestimmte Oper vor?“
„Ich glaube“, sage ich nach einiger Bedenkzeit, „es ist ‚Lucia di Lammermoor’, mein Vater hatte eine gewisse Arie auf einer Schallplatte und ich konnte diese Arie nie vergessen.“
Hilde schaut mich erfreut an. „Falls es jemals hier im Programm kommt, dann wirst du diese Oper sehen. Hast du sonst noch klassische Vorlieben?“
„Ich hab noch nicht viel kennengelernt. Aber Schubert liebe ich und Vivaldi und Händel auch. Und Meister Bach natürlich. Und alle italienischen Komponisten mit ihren Opern. Und Beethoven.“ Wie gut, dass ich alles im Radio hören konnte, Klassik sowie auch John Peel's Musik mit wirklich irren neuen Sachen. Hoffentlich gibt es im NDR ähnliches.
Hilde schaut mich daraufhin beeindruckt an. Woran liegt das? Vielleicht weil ich mich hilfesuchend an Georg schmiege?
Später in der Küche - ich habe darauf bestanden, das Geschirr abzutrocknen - fragt Hilde mich unerwartet: „Wirst du mir Enkel schenken? Meine Tochter Dagmar ist ja zu faul dazu, die fährt lieber mit ihrem Mann in Urlaub.“
Stimmt ja, Georgs jüngere Schwester lebt im Nachbardorf - und ich werde sie morgen kennenlernen bei diesem Fußballspiel. Oh je, auf diese Frage bin ich nun gar nicht vorbereitet, da kann ich mir mein musikalisches Halbwissen an den Popo stecken, denn jetzt kommt die Realität auf den Verwandtschaftstisch. Was soll ich sagen? Und was will ich überhaupt?
Zögernd fange ich an: „Noch nicht sofort vielleicht, aber Georg ist der erste Mann, mit dem ich mir das vorstellen kann. Ich glaube, ich bin bereit dazu. Aber will er das auch? Himmel, er war doch der totale Junggeselle ...“ Ich glaube, mir steigen Tränen in die Augen, aber ich kann sie gerade noch unterdrücken.
„Mach dir keine Sorgen deswegen, meine Tony! Ich habe gesehen, wie Georg dich angeschaut hat. Und ich glaube, ich werde dich sehr lieb gewinnen, mein zukünftiges Töchterchen.“
-*-*-
„Mein Stern, du tust dich mit meiner Mutter zusammen?“
„Warum auch nicht? Du hast mich ja hineingeworfen in den Familienkrempel! Aber deine Mutter ist schon toll, sie interessiert sich für Literatur und Musik genauso wie ich. Wo also ist das Problem?“
„Du wirst mich alleine lassen, wenn du mit ihr in die Oper gehst.“
„Quatsch, du willst doch lieber in der Kneipe mit deinen Kumpels Karten spielen und saufen.“
„Stimmt, mein Stern, ich werde von meiner Frau nicht in kulturelle Veranstaltungen geschleppt, ich darf stattdessen in einer verräucherten Kneipe Karten spielen und saufen. Weißt du was: Ich bin verrückt nach dir, Tony!“
„Und ich bin verrückt nach dir, mein King. Ich will aber keinen unzufriedenen Mann, der nur mir zuliebe eine Oper anschaut. Und du willst sicher keine Frau haben, die dir bei deinen Männerabenden in die Schnapsgläser guckt ...“
„Ich will nicht, dass dich ein anderer Mann anbaggert.“
„Warum bin ich überhaupt in Discos gegangen, um Männer abzugreifen? Die Oper wäre doch viel besser gewesen.“ Ich muss lachen.
„Verarsch mich nicht, es ist mir ernst damit!“
„Gut, beim ersten Mal darfst du mitkommen und danach gucken wir mal.“
Ich streichele seine Hand, er schaut kurz zu mir hin und sein Blick ist so liebevoll, dass ich einfach nur glücklich bin.
 
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Kommentare  

Danke lieber Gerald! Es gibt zwar nur noch drei Teile, aber die haben es in sich, von wegen, dass doch noch was dazwischen kommen könnte. Hat es mit einer Frau zu tun oder mit ganz anderen Sachen? ;-)

Ingrid Alias I (02.07.2022)

Wieder ein weiterer interessanter Teil dieses lebhaften Romans. Es wird nie langweilig denn man fiebert mit, ob sich deine Protagonistin oder ihr Partner wirklich einig sind oder dass doch noch etwas dazwischen kommt, das die Beiden trennt. Sehr einfühlsam und überzeugend geschrieben.

Gerald W. (29.06.2022)

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