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13 Seiten

Die Belfast Mission - Kapitel 13

Romane/Serien · Fantastisches
Kapitel 13 – Die Traumreise


United Europe, Jahr 2473

Eine der bedeutendsten und einflussreichsten Citys von United Europe war Nieuw Bruxelles. Diese kuppelförmige Konstruktion umfasste die gesamte Bodenfläche der einstigen belgischen Hauptstadt Brüssel, bis hin in die Ruinen von Antwerpen. Der glänzende Titankoloss ragt zwar beachtliche 390 Meter in die Höhe, dennoch zählt Nieuw Bruxelles zu den kleinen D-Modellen, dessen Einwohnerkapazität auf maximal 5,5 Millionen Menschen beschränkt ist. Nieuw Bruxelles konnte sich damit rühmen, das größte Wasserkraftwerk von United Europe zu besitzen. Die gigantischen Rohre der Wasserpumpen reichen bis auf den Grund der Nordsee und garantieren, dass dieses überaus wertvolle Element zu jeder Jahreszeit in den Wasserwerken vorrätig ist. Dort wird es von Verschmutzungen und Radioaktivität gereinigt, später gefiltert und in die Industriestadt Centrum geleitet. Vom Centrum aus wiederum wird das gereinigte Wasser bis in die entlegensten Citys exportiert. Überdies produziert Nieuw Bruxelles in den Wasserkraftwerken Elektrizität und speicherte die Energie in riesige Akkumulatoren, diese Stromversorgung wiederum über das Centrum in allen übrigen Citys nach Bedarf abgeleitet wird.
Jede City besitzt zwar ihre eigenen Müllkraftwerke, wobei deren Stromversorgung weitgehend garantiert wird, aber die Generatoren, welche unsichtbare magnetische Kraftfelder über alle Citys erzeugt, benötigt eine unvorstellbare Energie. Diese magnetischen Kraftfelder sind unabdingbar, um die gesamten Citys vor den gefährlichen Stürmen sowie Asteroiden und Meteoreinschlägen aus dem Weltall zu schützen.

City Nieuw Bruxelles verzeichnet offiziell 4,2 Millionen Einwohner, davon haben sogar 700.000 Menschen dort nur ihren Zweitwohnsitz angemeldet. Nieuw Bruxelles ist demnach unterbesetzt und somit die einzige City in United Europe, die den größten Lebensraum zu bieten hat, was selbstverständlich seinen Preis fordert.
Die Immobilien sowie die Lebensunterhaltungskosten sind für einen Normalbürger dort einfach unerschwinglich. In den Boutiquen kann man sowieso nur Designerklamotten von namentlichen Modezaren erwerben und in den Clubs tummeln sich ausschließlich Megastars aus allen Branchen. Selbst in einer einfachen Bar zahlt der Gast für ein einfaches Getränk gut und gerne meist das Dreifache, als im bereits überteuerten Centrum.
Nieuw Bruxelles gilt dennoch als das attraktivste interne Reiseziel und wer es sich`s leisten kann, verbringt dort seinen Urlaub. Immerhin wird in der kleinsten City einiges geboten und zudem besteht die realistische Hoffnung, einem berühmten Filmstar oder einer Rocklegende zu begegnen. Dort existieren zudem die meisten Naturparks, die sogar mit biologischem Gras und Bäume bepflanzt sind. Diese Parks dienen nicht nur zur Erholung der Urlauber, sondern auch für Lebensräume von zahmen Wildtieren, dass einst die europäischen Wälder bevölkert hatte und in der 12. Etage rauscht sogar in einem gigantischen Becken das Salzwasser der Nordsee, welches mechanisch betriebene Lamellen ständig in Bewegung halten. Diese Etage ist ein originaler Nachbau der ehemaligen Insel Sylt. Vom sandigen Ufer, wo die weißen Sanddünen wie kleine Hügel emporragen, blickt man auf ein künstlich erschaffenes Meer, das seine Wellen dem Strand sanft entgegen spült. Wenn man einen Akteur in die 12. Etage bringen würde, würde dieser zuerst keinen Unterschied zum originalen Strand von Sylt erkennen.
Nieuw Bruxelles gibt in vielen Hinsichten den aktuellen und zukünftigen Trend an, insbesondere beeinflusst die City das Mode- sowie Musikbusiness von United Europe. Diese Kuppelstadt ist sozusagen das Hollywood und Monaco des 25. Jahrhunderts zugleich. Dort leben die Schönen und Reichen, die erfolgreichsten Sportler, begabtesten Künstler, Musiklegenden und die berühmtesten Schauspieler. Die größten Events, wie beispielsweise das Fußballendspiel um den Europapokal, die Acadamy Awards oder die Formel 1 Meisterschaft, findet ausschließlich in Nieuw Bruxelles statt.
Wie in allen anderen Citys von United Europe galt auch in Nieuw Bruxelles die Pflicht, ausschließlich mit der europäischen Einheitssprache zu kommunizieren. Aber im eigenen Heim und unter Freunden bevorzugt das einheimische Völkchen die französische Sprache. Aber nicht jede Person ist dort ein Prominenter, dennoch vergleichsweise gegenüber anderen Citybewohnern äußerst wohlhabend. Trotzdem müssen auch diese Leute hart für ihr Einkommen arbeiten und haben es oftmals ebenso schwer, ihren Lebensstandard zu halten.

Nieuw Bruxelles, 22. Etage. Zwei Tage vor Ikes Mission …

Kurz nachdem der Hauptcomputer die Energieversorgung des Apartments auf den Tagesmodus umgestellt hatte, eilte Mara aus dem Schlafzimmer heraus. Ihr stockte kurz der Atem als sie auf die Uhr blickte. Es war bereits kurz nach acht Uhr.
„Merde, so spät schon …“, nuschelte sie gähnend, sagte aber sogleich: „An“, woraufhin der gekachelte Boden des langen weißsterilen Korridors aufleuchtete und sich zugleich erwärmte. Mara verhüllte ihren schlanken, nackten Körper mit einem hauchdünnen, fast durchsichtigen Bademantel und schlenderte barfüßig zum vorgewärmten Badezimmer. Am Korridorende tapste der kleine Haushaltsroboter Timothy die Stufen hinauf und kam ihr entgegen.
„Bonjour, Mademoiselle Marlene. Ich hoffe Sie hatten eine angenehme Nachtruhe“, sprach eine männliche Computerstimme.
„Timothy, sei eine artige Drohne, fahr meine Computer hoch und bereite mein Frühstück zu.“
Einen Roboter oder Computer als eine Drohne zu bezeichnen, war üblich. Gerne wurde auch ein Cyborg oder ein Androide als eine Drohne betitelt, dies jedoch als eine Beleidigung aufzufassen war.
Mara hüstelte, blieb daraufhin stehen, rieb sich ihre Nase und blickte den Roboter entsetzt an.
„Wechsle aber zuvor die CO2 Filter aus. Sofort! In meiner Nase kribbelt es nämlich schon!“
Timothy neigte seinen ovalen Kopf surrend zur Seite. Die großen Augen blinkten synchronisch auf sobald der kleine Roboter sprach.
„Aber Mademoiselle Marlene, ich muss Sie darauf hinweisen, dass das komplette Klimasystem erst gestern Abend von mir gewartet wurde. Seien Sie also unbesorgt, Mademoiselle. Die Kohlendioxidfilter befinden sich in einem exzellenten Zustand.“
„Marlene? Mademoiselle (Fräulein)?“, kicherte sie. „Oh Jean, du Scheusal! Du weißt genau, wie sehr ich diesen Namen nicht ausstehen kann. Timo, ich befehle dir hiermit, den Name Marlene augenblicklich aus deinen Sprachprogramm zu löschen. Ersetze deine Anrede mit Madame Mara. Ist mir egal, wie du das bewerkstelligst!“
Der Roboter schüttelte surrend mit dem Kopf und drehte in Windeseile seine Zangenhände um die eigene Achse. Ihm stand sichtlich ein bevorstehender Kurzschluss im ovalen Gesicht geschrieben.
„Verzeihen Sie mir, Mademoiselle Marlene, aber so einfach geht das nicht. Mir ist es zwar unmöglich, menschliche Gefühle nachzuempfinden, aber ich glaube die Bezeichnung, dass es mir peinlich ist, weil ich Ihren Befehl unmöglich umsetzen kann, wäre jetzt angebracht. Sie müssten sich in mein Betriebssystem einloggen, auf das DOS zugreifen und eigentlich nur mein Sprachprogramm neu konfigurieren, falls Ihnen meine programmierte Anrede missfällt. Dies klingt möglicherweise etwas kompliziert für Sie, und das ist es auch, wenn ich mir diese Bemerkung erlauben darf. Überdies benötigen Sie ein Passwort, muss ich darauf hinweisen, bevor Sie sich unnötige Mühe machen. Mein Vorschlag wäre also, und ich behaupte sogar, dass dies die einzige Option ist, dass Sie Monsieur Jean anfragen und ihn freundlichst um dieses unumgängliche Passwort bitten. Ich bin davon überzeugt, Mademoiselle Marlene, Monsieur Jean wird ihnen unverzüglich beiseite stehen. Sie sind doch so ein sympathisches, menschliches Lebewesen.“ Timothys Kopf neigte sich surrend seitlich und die Leuchtdioden, die seinen Mund darstellten, blinkten fröhlich auf.
„Aha, so ist das also. Nun, Jean wird mir das Passwort nicht einfach ohne weiteres verraten, aber sei dir gewiss, du wirst mich bald wieder ausschließlich Madame Mara nennen. Sobald ich nämlich meinen liebenswerten Mann mit Sexentzug drohe, wird er dich schon freiwillig auseinander schrauben. Verlass dich drauf“, grinste sie dem Haushaltsroboter zu und klimperte dabei auffällig mit ihren Augenlidern.
„Sexentzug?“, erklang es ungläubig aus Timothys Lautsprecher, wobei er seinen klobigen ovalen Kopf schüttelte, wild mit den Augen blinkte und seine LED-Leuchten zugleich missmutig gestimmt anzeigte.
„Sexentzug. Das wäre aber ein törichter Schachzug, liebe Mademoiselle Marlene. So wie es meine akustischen Sensoren ständig vernehmen, empfinden Sie ebenfalls eine große Freude am Beischlaf. Sie würden sich, wie die menschlichen Lebewesen es gerne ausdrücken, ins eigene Fleisch schneiden. Ich empfehle Ihnen daher eine alternative Taktik, die Ihnen und dem Monsieur …“
„Behalte deine neunmalklugen Ratschläge für dich, du indiskrete Blechbüchse!“, unterbrach ihn Mara mit einem spitzen Unterton. „Erzähl du mir nichts von weiblichen Taktiken. Beschränke dich allein auf deine Aufgaben. Also, wechsle augenblicklich die CO2 Filter aus und weck die Schlafmütze endlich auf!“
„Die Schlafmütze aufwecken?“, hakte der kleine Roboter verdutzt nach. „Definieren Sie bitte, was genau Sie damit auszudrücken versuchen, Madmoiselle Marlene. Eine Schlafmütze besteht aus einer leblosen Materie und kann daher nicht geweckt werden. Eine Schlafmütze oder Zipfelmütze, eher bekannt als Nachtmütze, ist eine warme Kopfbedeckung und …“
„Halt endlich die Klappe und weck gefälligst Jean auf!“, schnauzte Mara ungeduldig.
„Die Klappe halten? Ah ja, jetzt verstehe ich, Mademoiselle Marlene. Sie wünschen keine weitere Konversation mehr. Stattdessen werde ich Monsieur Jean aufwecken. Mademoiselle Marlene, ich bin von Monsieur Jean darauf programmiert worden, Ihnen jeden Morgen mitzuteilen, dass Sie wiedermal wundervoll aussehen“, sagte die Roboterstimme.
„Nur noch ein einziges Wort und ich zieh dir den Stecker. Und zwar ein für alle Mal!“, drohte Mara und ging ins Badezimmer. Der Haushaltsroboter blickte ihr kommentarlos hinterher.

Nachdem Mara geduscht hatte, setzte sie sich nackt vor dem großen Spiegel und betrachtete zufrieden und leicht schmunzelnd ihren marklosen schlanken Körper, während sie mit der Hand über ihren kurz rasierten Hinterkopf strich. Lange pechschwarze Haarsträhnen lagen klatschend in ihrem Gesicht. Während sie sich mit einem seidenen Handtuch die restlichen Wasserperlen von ihrer Haut abstrich, drehte sie ihren Kopf seitlich, blickte schräg zum Spiegel und betrachtete ihre wohlgeformte, etwas längliche Nase wiedermal skeptisch. Früher als Kind hatte Mara ihre Nase nie sonderlich gemocht und schwor sich, sobald sie alt genug wäre, dagegen etwas zu unternehmen. Aber seitdem Maras Freundinnen sie um ihre Nase sogar beneideten und voreilig kundgaben, dass sie demnächst einen Kosmetiker aufsuchen und sich ihre Nasen genauso formen lassen würden, beantragte Mara sogleich beim Staatsgericht eine einstweilige Verfügung und ließ sich ihre eigene Nase urheberrechtlich schützen. Dies kostete sie zwar ein halbes Vermögen – weitaus mehr als ein chirurgischer Eingriff –, weshalb ihr sparsamer Ehemann nur verständnislos mit dem Kopf geschüttelt hatte, aber Mara war eine ausgesprochene Schönheit, die nach ihrer Tätigkeit als Akademikerin zudem in der Freizeit nebenbei modelte. Außerdem war sie sehr eitel und würde es niemals dulden, dass andere Frauen ihre Nase oder ein anderes Körperteil von ihr, kopieren lassen würden.

Die Siebenundzwanzigjährige bekleidete sich mit einem hellgrauen Stretch-Overall, dieser ihre schlanke Figur und ihre proportionalen Brüste betonte. Und obwohl Mara bereits einsachtzig groß war, schlüpfte sie trotzdem in weiße Stiefel mit auffällig klobigen Absätzen und zog die goldenen Laschen zu. Es fehlte nur noch der silberne Gürtel, dann war sie als Akademikerin perfekt bekleidet.
„Steh jetzt endlich auf, du Schlafmütze! Die ersten Schüler treffen bald ein!“, rief Mara beim Vorbeigehen ins geöffnete Schlafzimmer hinein.
Graziös schlenderte sie den langen beleuchteten Korridor entlang, wuschelte durch ihr feuchtes, kurzes Haar und stieg drei Stufen zum geräumigen Wohnraum hinauf, woraufhin die verdunkelten Ladenfenster das Illusionspanorama einer aufgehenden Sonne über den rauschenden Niagarafällen projizierte. Eine beleuchtete Wasserfontäne schoss aus einem Springbrunnen, der mitten im Wohnbereich erbaut wurde. Das verdunkelte Ladenfenster daneben – ebenfalls ein riesiger Monitor – schaltete unzählige Nachrichten-Chanels gleichzeitig frei. Ein dezentes Summen des Energiegenerators war im Apartment zu hören.

Der Haushaltsroboter hielt ein silbernes Tablett mit seinen zangenförmigen Händen fest und tapste auf Mara zu, die bereits gemütlich in einem Ledersessel vor ihren fünf Computern saß. Mara atmete derweil vorsichtshalber durch ein mobilen Sauerstoffwandler. Sie fürchtete nichts mehr, als an Lungen-CM zu erkranken und reagierte diesbezüglich oftmals zu überzogen, wie es Jean gerne ausdrückte.
Zum Frühstück gab es, wie jeden Morgen, zwei Tabletten, die sie mit einem grünlich sprudelnden Getränk, einer Brause, das dem Geschmack einer Kiwi ähnelte und augenblicklich belebend wirkte, herunterspülte.
„E-Mails!“, befahl Mara, woraufhin eine beinahe nicht endende Liste verschlüsselter Zahlencodes über dem Bildschirm flimmerte. Mara beugte sich zum Monitor vor und beobachtete dabei konzentriert lediglich die vier letzten Endzahlen der einundzwanzigstelligen Zahlencodes.
„Stopp! Nachricht 3309 abspielen“, sprach sie in den Computer, als sie fündig wurde.
Der Zahlencode mit der Endziffer 3309 war eine Chatanfrage von ihrer Freundin Desireè, die sich zurzeit in ihrem Büro in der Time Travel Agentur aufhielt. Die anderen Zahlencodes waren gewöhnliche Werbeangebote, Videobotschaften oder Emailanfragen, bezüglich des Lernstoffes und Gebührenkosten ihrer Privatschule. Mara klatschte ihre Hände kurz wie ein aufgeregtes Kind zusammen. Die Zeit für eine kleine morgendliche Plauderei ließ sie sich niemals entgehen, denn schließlich gab es immer viel zu erzählen.
Plötzlich schepperte es. Der Roboter Timothy A-250 stolperte samt dem Tablett die Treppe hinauf, kullerte die Stufen wieder hinunter und blieb wie ein Maikäfer auf dem Rücken liegen. Er bewegte seine Beine und seine Zangenhände schnappten in die Luft. Timothy A-250 zählte augenblicklich eine komplizierte Fehlermeldung auf. Mara lugte kurz verstohlen zur Seite, widmete sich aber sogleich wieder ihrem Computer zu. Jeden Augenblick würde das Gesicht ihrer Freundin auf dem Bildschirm erscheinen. Das Problem mit dem Haushaltsroboter war für sie momentan nichtig. Das war Jeans Problem.
„Ach, Timothy 0815 …“, seufzte sie entnervt. „Was bist du wieder so trottelig. Jean!“, rief sie. „Die dumme Drohne ist schon wieder hingefallen. Geh und helfe ihm wieder auf. Mir ist das Ding zu schwer. Wir sollten uns nach einem anderen Modell umschauen. Ich will die neue A-350er haben, die sind wenigstens nicht so dämlich und wesentlich leichter zu heben. Oder wir schaffen uns am besten einen Androiden an. Aber wenn, dann nur einen männlichen Androide! Keine Frau!“, betonte Mara ausdrücklich.
„Aber Chérie, ich bitte dich. Wir können uns doch nicht ständig nach einem neuen Haushaltsroboter umsehen, nur weil du immer auf den neusten Stand sein willst. Es sind wahrscheinlich nur ein paar Sensoren in seinem rechten Auge defekt, mehr nicht“, antwortete Jean aus dem Schlafzimmer. „Und von den Androiden sollten wir vorerst die Finger lassen. Die sind noch viel zu teuer und zudem ist ihre Technik noch nicht hundertprozentig ausgereift!“, rief er aus dem Schlafzimmer heraus. Dann rauschte die Duschbrause.

Die TTA Angestellte Desireè und Mara arbeiteten insgeheim zusammen. Die Freundin versorgte Mara Corbusier stets mit Zeitreiseangebote, woraufhin Desireè eine Provision kassierte.
Mara und ihr Ehemann Jean Corbusier, die kürzlich erst geheiratet hatten, betrieben in Nieuw Bruxelles seit 3 Jahren eine kleine Privatschule, in der hauptsächlich das 17. bis 21. Jahrhundert und die späte Mittelalterepoche unterrichtet wurde. Eine Privatschule ermöglichte es einem Normalbürger, Lizenzen für eine Zeitreise zu erwerben und nach erfolgreich absolvierter Prüfung war das Akademikerpaar zudem amtlich befugt, die dementsprechende Lizenz auszuhändigen. Nebenbei bat ihr sprachbegabter Ehegatte Jean auch acht verschiedene Sprach- und Verhaltenskurse an. Seitdem aber staatliche Schulketten gegründet wurden, die hauptsächlich im Centrum kursierten und mit Dumpingpreisen die Masse regelrecht köderten, waren kleinere Privatschulen gezwungen, ihren Unterricht originell und vor allem informativ wie möglich zu gestalten. Die staatlichen Schulen zogen ihr Lehrprogramm konsequent nüchtern durch und bezogen ihren Lernstoff ausschließlich aus den Computern, die mit dem Archiv verknüpft waren. Diese Möglichkeiten standen den Privatschulen nicht zur Verfügung und damit diese überhaupt konkurrenzfähig bleiben konnten, waren die Akademiker gezwungen, sich ständig auf Zeitreisen zu begeben, um eindrucksvolles Filmmaterial sowie außergewöhnliche Interviews mit Hauptakteuren zu beschaffen.
Unter einem Interview mit einem Hauptakteur war zu verstehen, dass der dazu befugte Akademiker einen geschichtlich berühmten Menschen kontaktierte und diesen geschickt in eine Konversation verwickelte, während das Gespräch heimlich aufgezeichnet wurde. Auf diese Weise erfuhr man etwas mehr über den persönlichen Charakter von Albert Einstein, Pharao Ramses der Große, Julius Cäsar, Christoph Columbus oder irgendeine andere geschichtliche Persönlichkeit. Einem gewöhnlichen Zeitreisenden war es dagegen strikt untersagt, sich einen Hauptakteur nur anzunähern, geschweige denn, diesen zu kontaktieren. Ein Hauptakteur durfte keinesfalls irgendwie beeinflusst werden, damit die Weltgeschichte nicht verändert wird.
Der Unterricht des Akademikerpaares konzentrierte sich hauptsächlich auf die jüngere Generation, wobei erwähnt werden sollte, dass das Mindestalter für eine Zeitreise mittlerweile auf das dreißigste Lebensjahr aufgestockt wurde. Für einen jüngeren TTA-Kunden bedeutete dies: Nur in Begleitung eines Vormundes mit dementsprechender Lizenz.

Mara und Jean unterrichteten in zwei verschiedenen Hörsälen, die sich ein Stockwerk unter ihrem privaten Apartment befanden. Etliche Utensilien, hauptsächlich elektrische Haushaltsgeräte aus dem 20. Jahrhundert, wie beispielsweise ein Toaster, Trockner, Bügeleisen oder eine Bohrmaschine gehörten zu ihrem Lehrunterricht dazu, was eigentlich für eine Schule unüblich war und man solche Gegenstände ausschließlich nur anhand des erworbenen Filmmaterials den Schülern zeigte. Denn Utensilien aus der vergangenen Welt konnte man eigentlich nur im Museum bestaunen, aber in der Privatschule von Mara und Jean konnte man jeden Gegenstand in die Hand nehmen und diesen sogar austesten.
Diese originelle Idee stammte von Jean und obwohl er stets auf Sparsamkeit bedacht war, versprach er sich von den kostspieligen Investitionen dieser vergangenen Gerätschaften, die er auf gewissen Internetbörsen ersteigert hatte, eine hohe Anmeldungsquote. Jean Corbusier war stets daran interessiert, Sammlerstücke aus der vergangenen Welt zu erwerben, um die Artefakte im Unterricht zu veranschaulichen.
Aber tief in ihm schlummerte immer noch das Kind und er konnte manches Mal einfach nicht widerstehen, wenn ihm eine elektrische Eisenbahn oder eine Atari-Konsole für einen beachtlichen Betrag angeboten wurde. In seinem Hörsaal stand sogar ein hellblauer VW Käfer, Baujahr 1972, diesen ihn Vincenzo Falcone für sage und schreibe 9 Millionen Euro besorgt hatte. Ein Schnäppchen, meinte Jean damals, wogegen Mara, nachdem er den Kaufvertrag unterzeichnet hatte, verständnislos mit dem Kopf geschüttelt hatte. „Dafür darf ich aber auch meine Nase gerichtlich schützten lassen, egal wie viel es kostet“, hatte Mara damals gefordert. Daraufhin hatte Jean kopfschüttelnd seine Augen verdreht, aber musste zerknirscht zustimmen.
Mara und Jean präsentierten ihren Lehrstoff stets lebhaft, es wurde im Unterricht viel gelacht und das Akademikerpaar konnte ihren Schülern originale Artefakte zum Angreifen anbieten. Zudem schrieben beide ihre Angebote zu fairen Konditionen aus, was sich ebenfalls herumgesprochen hatte und außerdem machte es rasch die Runde, dass eine der schönsten Frauen von United Europe unterrichtete, was dazu führte, dass sich sogar Leute – überwiegend männliche Personen – aus den abgelegenen Citys bei ihnen für eine Lizenzerwerbung anmeldeten.

Endlich kam eine Verbindung zustande und Mara blickte auf das fröhliche Gesicht von Desireè.
„Mara Maus, endlich bist du aufgewacht. Hattest du etwa vor, den ganzen Tag zu schlafen?“
„Nein, natürlich nicht. Jean und ich waren gestern im Plasma“, gähnte sie, „im Centrums größte Diskothek, und es wurde wiedermal etwas spät. Davon muss ich dir unbedingt erzählen. Sag, du hast ja eine neue Frisur, wie schick“, bemerkte sie und hielt sich sogleich wieder den Sauerstoffwandler auf ihren Mund und Nase.
„Was ist denn bei euch los? Habt ihr etwa eure Sauerstoffrechnung nicht beglichen?“, scherzte ihre Freundin.
„Das ist gar nicht witzig, Desireè! Jean hat wiedermal diese billigen CO2 Filter aus irgendeinem Baumarkt besorgt. Die taugen einfach nix. Ich will nur die aus der Albert Heijn Drogerie, diese kosten zwar das Doppelte, dafür ist es aber Qualität. Das habe ich ihm schon zig Mal gesagt!“, motzte sie.
„Ja, ja“, unterbrach Desireè aufgeregt. „Erzähl mir später davon. Ich habe eine äußerst wichtige Neuigkeit für euch zwei Lieben. Hör zu! Endlich ist es uns gelungen, in unserem Zeitreiseprogramm die Jungfernfahrt der Titanic anzubieten. Stell dir das mal vor, diese Zeitreise ist vergleichbar, wie damals die Marslandung. Noch nie zuvor hat jemand diese Zeitreise …“
„Tatsächlich? Die Titanic wurde endlich freigegeben? Das ist ja phänomenal!“, rief Mara euphorisch dazwischen. „Da muss ich mit. Sag mir sofort den Link. Ich muss augenblicklich buchen!“
„Sachte, sachte“, versuchte Desireè ihre überfreudige Freundin zu beruhigen. „Klick einfach die Webseite der TTA an. Seit heute Morgen stehen zwei Tickets zur Verfügung, wie gesagt, lediglich nur zwei Tickets, die ausschließlich Akademiker mit dementsprechenden Lizenzen erwerben dürfen.“
„Echt? Wusste ich gar nicht“, erwiderte Mara.
„Bist du blind oder nicht mehr auf dem Laufenden?“, fragte Desireè schnippisch. „Im nationalen Internet und sogar vor unserem Gebäude zeigen sie Werbefilme für die Titanic Jungfernfahrt pausenlos. Wie konntest du bloß dieses Angebot übersehen? Ist dir eigentlich klar, dass wir bereits seit heute Morgen über tausend Bewerbungen erhalten haben? Nun wird praktisch ausgelost, welche Akademiker zuerst diese Zeitreise angehen dürfen.“
Doch plötzlich schien sich Mara anders zu entscheiden.
„Ach, weißt du, wir sind grad ziemlich im Stress. Zurzeit läuft unsere Schule ausgezeichnet. Jean und ich, wir bereiten täglich unseren Unterricht für den nächsten Tag vor und die Wochenenden verbringen wir meistens im Vincenzo`s. Dann kapseln wir uns ab, lassen die anderen Freaks feiern und surfen ausschließlich nur im Archiv herum, um Filmmaterial herunterzuladen. Deshalb entgehen uns manchmal die aktuellen Nachrichten des Internets. Außerdem öffne ich nicht jede Email und einige unsere Schüler stehen kurz vor ihrer Lizenzprüfung. Genauso wie Jean. Er bereitet sich grad für seine eigene Lehrerlizenzprüfung vor und eigentlich haben wir im Moment gar keine Zeit dafür, uns auf Zeitreisen zu begeben. Und, und, und. Ich würde ja schon gerne, aber wir müssen nicht unbedingt die Ersten sein. Trotzdem danke ich dir für diesen Tipp.“

Mara atmete schwermütig auf. Die Titanic war schon immer ihre Traumreise gewesen, doch musste sie sich eingestehen, dass diese Zeitreise momentan zu viel Stress abverlangt. Da nun die Titanic fest im Reiseprogramm der Time Travel Agentur eingeplant wurde, könnten sie ihren Traum auch nächstes Jahr realisieren, meinte sie.
„Bist du denn irre, Schatz?“, antwortete daraufhin Desireè durch den Monitor. „Das war doch immer dein absoluter Traum gewesen! Übermorgen geht es schon los. Ihr könntet die ersten Zeitzeugen sein, die die Titanic bis zum Untergang begleiten und was dies für eure Schule bedeutet, brauch ich dir ja wohl nicht zu erklären. Für die erste Zeitreise werden ausschließlich Akademiker berücksichtigt, die eine Lizenz für das Zwanzigste und ich betone, zusätzlich für das Neunzehnte Jahrhundert vorweisen können. Ich habe sehr gute Beziehungen in der Reiseabteilung und werde sie bitten, eure Bewerbung zu bevorzugen. Also Maus, beeile dich und buche sofort. Schick mir augenblicklich eure Bewerbungen zu!“
„Mmm. Vielleicht hast du recht. Aber ich frage mich, wieso wird diese seltene 19er Lizenz abverlangt? Ich meine … Stört mich zwar wenig, denn Jean hat sie absolviert, aber ...“
„Das sind neue Bestimmungen der TTA, Mäuschen. Ihr werdet Akteure antreffen die mit euch möglicherweise eine Konversation abhalten werden, über Ereignisse, die zwanzig Jahre oder gar länger zurückliegen und dies wäre der Bereich des Neunzehnten Jahrhunderts. Deswegen. Wie dumm würde man denn dastehen, wenn ihr bei einer regen Debatte über Politik oder einem älteren Theaterstück nicht mitreden könntet? Also, ich mogle eure Bewerbung nach vorne. Aber du musst diese Zeitreise sofort buchen! Bussi. “
„Ich danke dir, Süße“, verabschiedete sich Mara. „Bussi.“
Mara handelte kurzentschlossen, ohne dabei ihren Ehemann zu informieren. Sie hielt ihr Auge vor einem Scanner und buchte eine Zeitreise, die ein wahres Vermögen kostete. Zwar stand es noch nicht hundertprozentig fest, dass die Akademiker Corbusier für diese erstmalige Zeitreise auserwählt werden, trotzdem wurde von ihrem Bankkonto sogleich 48 Millionen Euro abgebucht. Mara biss sich leicht auf ihre Unterlippe: „Jetzt sind wir vorerst pleite. Das muss ich Jean irgendwie schonend verklickern.“

Eigentlich waren für dieses Jahr weitere Zeitreisen für das Ehepaar Corbusier geplant. Für die neue Unterrichtssaison benötigten sie unbedingt mehr Filmmaterial aus dem vierzehnten Jahrhundert und zudem, weil sie gläubige Christen waren, wollten beide über Ostern ein Abstecher in das Jahr 32 n.Chr. unternehmen, weil sie die Bergpredigt von Jesus von Nazareth miterleben wollten. Doch nun waren ihre Ersparnisse mit der Reisebuchung für die Titanic völlig erschöpft und Mara überlegte krampfhaft, wie sie dies Jean am einfühlsamsten mitteilen sollte. Grad auf diese Mittelalterreise hatte er sich so sehr gefreut. Eine Zeitreise in das 14. Jahrhundert war sogar unabdinglich für seine bevorstehende Prüfung. Drei geschlagene Jahre verbrachte Jean damit, sich nach getaner Arbeit selbst für diese Prüfung vorzubereiten, damit sie auch befugt waren, diese Zeitepoche zu unterrichten und die dementsprechenden Lizenzen auszuhändigen.

Mara betätigte zögernd eine App auf dem Monitor und aktivierte somit eine holographische Verbindung in das Badezimmer. Jean stand in der Duschkabine und normalerweise mochte er es gar nicht, wenn Mara ihn ausgerechnet in diesem Augenblick wieder unbedingt etwas mitteilen wollte.
„Du, Jean … Ich habe soeben gebucht. Wir reisen übermorgen nach 1912 und fahren mit der Titanic“, lächelte ihr holographisch projiziertes Gesicht bezaubernd entgegen, welches oberhalb der Duschbrause schwebte. Einen Augenblick schaute Jean verdutzt in ihr holografisches Gesicht. Sie klimperte wiedermal mit ihren langen Wimpern und lächelte dabei bezaubernd.
„Tatsächlich, Chérie? Wirklich … Die Titanic?“, fragte er ungläubig. Sie nickte. Daraufhin ballte er seine Fäuste, beugte sich langsam nach unten, atmete tief ein und schrie im nächsten Augenblick seine Freude heraus. Wasserstrahlen strömten über seinen nackten Rücken.
„Das ist ja … Waaahn-sinn!“
Er strich sich seine schulterlangen, nassen blonden Haare zurück. Freudenschreie schrillten durch das Apartment, während er in der Duschkabine freudig tanzte.
Sofort trocknete er sich ab und erschien strahlend lächelnd im Wohnzimmer. Mara streckte ihre Arme zum Tanzen aus und lächelte.
„Moment mal! Wir sollten lieber den Walzer perfekt beherrschen, wenn wir unter den Prominenten von 1912 mitmischen wollen“, schlug Mara vor.
Daraufhin hoben beide leicht ihre Köpfe und tanzten elegant im Walzerschritt durch das geräumige Wohnzimmer, um den Springbrunnen herum.
„Jetzt wird unser Traumreise tatsächlich Wirklichkeit. Stell dir einmal vor, wir werden unseren Schülern Holografien von der echten Titanic vorstellen können und sogar eines von dem katastrophalen Eisberg. Außerdem könnten wir eine präzise Studie von Verhaltensweisen der Akteure präsentieren und endgültig aufklären, weshalb ein Schiff dieser Größe einen riesigen Eisberg bei optimalen Wetterverhältnissen trotzdem nicht rechtzeitig erkannt hatte. Abgesehen davon werden wir uns ein wenig in Southampton 1912 umschauen und shoppen gehen, im berühmten South Western Hotel nächtigen und vier Tage lang eine traumhafte Schiffsreise über den Nordatlantik erleben.“
Aus Maras Mund brach ein freudiges Lachen heraus.
„Glaube mir, wenn wir so etwas vorweisen können und mit diesem Zeitgeschehen werben, dann werden sogar Leute aus dem Allemande-Sektor unsere Schule besuchen. Wir werden sehr schnell, sehr viel Geld verdienen und könnten dann bereits eher, als wir es geplant hatten, in das Zwanzigste Jahrhundert auswandern. In die Fünfziger zu Elvis Presley vielleicht? In die Siebziger, wie geplant, oder doch eher in die Neunziger?“
„Die Sechziger“, schlug Jean begeistert vor. „Die Sechziger in die Vereinigten Staaten. Dann können wir wahrhaftig beim Start der Apollo11 Saturn Rakete in Florida dabei sein. Und zuhause schauen wir uns gemeinsam live die Mondlandung im Fernseher an, essen Popcorn und hören dabei The Doors und The Beatles. Was meinst du dazu, Chérie?“
„Mondlandung …“, rümpfte Mara ihre hübsche Nase. „Wie langweilig. Ich bevorzuge eher die 90er. Da gibt es wenigstens schon Computer und das Handy. Ach, Jean“, seufzte sie, „wenn ich mich doch bloß entscheiden könnte.“

Die Zeit drängte, denn mittlerweile saßen die ersten Schüler unten im Hörsaal. Während Jean rasch in seinen hellgrauen Overall schlüpfte, der ebenfalls figurbetont geschnitten war und seinen schlaksigen Körper zur Geltung brachte, beichtete ihm Mara den hohen Preis, welchen sie für ihre Traumreise löhnen mussten. Satte 48 Millionen Euro. Jeans freudige Stimmung schlug daraufhin um. Geschockt ließ er sich rücklinks auf die Couch fallen.
„Was? Bist du denn wahnsinnig, Chérie? Du willst mir allen Ernstes erklären, wir unternehmen eine Schiffsreise für sage und schreibe achtundvierzig Millionen Euro? Dafür hätten wir mindestens vier Zeitreisen unternehmen können!“
„Na ja, es stimmt schon. Aber wir reisen schließlich mit der Titanic, und zwar Erste Klasse. Zusätzlich nächtigen wir im South Western Hotel und besitzen ein üppiges Bankkonto. Mon trésor (Mein Schatz), vergiss das nicht. Außerdem werden wir die Ersten sein und könnten mit unseren Interviews und Filmmaterial werben. Wir werden bestimmt massenweise Neuanmeldungen verbuchen, somit würden wir die 48 Millionen ganz schnell wieder einspielen und letztendlich einen Megagewinn erzielen!“
Jean blickte schräg zu ihr rüber. Vielleicht hatte sie recht. In die Vergangenheit zu investieren, hatte bislang immer ihre Zukunft gesichert. Außerdem musste er sich eingestehen, dass er sich mindestens genauso auf die Titanic freute, wie sie.
Mara betätigte einen Schalter; eine Schranktür öffnete sich und sie kramte darin herum, holte eine rot gelockte Langhaarperücke heraus und stülpte sich das Haarimitat über ihren Kopf. Dann schleuderte sie Jean einen Bowler zu.
„Pardon, Monsieur. Wie sehe ich mit roten Locken aus? Wir werden als französisches Ehepaar auftreten, die mit der Titanic nach Amerika reisen. Was meinst du dazu?“
Mara drehte sich einmal im Kreis herum. Jean zog seinen Melonenhut tief in das Gesicht.
„Bezaubernd, Madame Corbusier. Du hast mich wiedermal überzeugt. Also gut. Lass uns meinetwegen übermorgen im South Western Hotel einchecken. Danach werden wir mit der Titanic fahren.“
 
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