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Andacht Nr. 134 Habe den Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen ...

Nachdenkliches · Kurzgeschichten
Andacht Nr. 134

Habe den Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen ...

Gab ´s schon lange vor Kant .... gähn ...

Ihr Lieben


Besitzt ihr zufällig eine Bibel mit den Apokryphen, dann lade ich euch ein das Kapitel „Weisheit“ aufzuschlagen und bei Kapitel 17 – Vers 10 – 13 zu lesen oder wahlweise hier:

10 Denn die Bosheit, die von Natur aus feige ist, bezeugt selbst, dass sie verdammt ist.
11 und vom Gewissen bedrückt, nimmt sie immer das Schlimmste an.
12. Denn Furcht ist nichts anderes, als dass einer nicht wagt, sich von seinem Verstand helfen zu lassen.
13. Wenn aber die Hoffnung im Herzen zu schwach ist, hält man die Ratlosigkeit für schlimmer als die eigentliche Ursache oder Plage.

Dieser Text bezieht sich zwar auf die Ägypter zur Zeit des Auszugs des Volkes der Hebräer, er ist jedoch zeitlos gültig, wobei die Verse 10 und 11 auf diejenigen zutrifft, denen zu Recht das Gewissen bis zum Hals schlägt – während die Verse 12 und 13 an die Kraft erinnert, die Gott dem Menschen mit ins irdische Leben gab – die er während seines Lebens hoffentlich frühzeitig auszubilden im Stande ist.

Im Leben geht´s nicht ohne Schwierigkeiten ab. Manchmal bringen wir uns selbst in unglückliche Situationen, manchmal trifft´s uns „einfach so“. Wir begegnen Menschen die uns Dinge einreden, die wenig bis nichts mit der Wahrheit zu tun haben. Je begnadeter einer reden kann und sich noch dazu aufplustert, umso mehr lassen sich die Unsicheren, die Suchenden beeindrucken. In meinem Fall, sprich meinem Leben kostete mich das schlappe 22.000 Euro, die ich an einen genialen Betrüger verlor. Ich kann noch nicht mal Gott dafür die Schuld geben, weil dieser mich nun wirklich mehr als nur warnte – er zwang mich buchstäblich die Augen aufzumachen ... half nix, ich rannte diesem Schwätzer buchstäblich in dessen Falle ...
Gerade in diesem „Buch der Weisheit“ ist es auch interessant zu lesen, wie Gott durch den Schreiber dem Menschen erklären lässt, wie das Elend mit der Götzenanbeterei begann – Kapitel 14, ab Vers 13 ...
Uns begegnen hier auch Aussagen, die „verdächtig“ an die alten Geschichten aus der Zeit des Mose erinnern und nun eher im Kleid von Lebensweisheiten beschrieben werden.

Gottes Anliegen an den Menschen war und ist, außer dem Folgen der Gebote – zum Schutz der eigenen Seele -, die ständige Aufforderung: „Fürchte dich nicht!“

Ach, wenn ´s nur so einfach wär ... Wenn man sich im Schlammassel sitzen sieht, baut sich die „Drohung“, der „Vorwurf“ unbarmherzig um einen herum auf und wird zum Riesen, zum Monster. Erhält man eine entsprechende Diagnose und muss sich in Behandlung begeben, ist die Angst vor Schmerzen, vor dem Eingriff oft größer als die eigentliche Operation und nachfolgende Behandlung.

Auf die unangenehmen Dinge gleich zugehen und sie mit Vernunft gezielt"abarbeiten" ist eine Art, die "Riesen", die "Goliaths" in die Schranken zu weisen.
Bei der Geschichte von David gegen Goliath kommt das sehr schön zum Ausdruck: "... EILTE DAVID ..." David zögerte nicht, überlegte nicht hin und her, er eilte und handelte.
Es ist auch beschrieben wie sich dieser Goliath aufblies, auch wie wenig geistlichen Rückhalt der Hirtenjunge David von den Seinen erhielt. Auch eine Erfahrung die viele Menschen machen, wenn sie sich an etwas neues heranwagen.
Spott und Häme kommen leider oft erst mal aus dem eigenen Freundeskreis ... Lest ruhig mal das ganze Kapitel, hier nur das wichtigste.
1. Samuel 17

48 Da sich nun der Philister aufmachte und daher ging und nahte sich zu David, eilte David und lief auf das Heer zu, dem Philister entgegen. 49 Und David tat seine Hand in die Tasche und nahm einen Stein daraus und schleuderte und traf den Philister an seine Stirn, dass der Stein in seine Stirn fuhr und er zur Erde fiel auf sein Angesicht. 50 Also überwand David den Philister mit der Schleuder und mit dem Stein und schlug ihn und tötete ihn. Und da David kein Schwert in seiner Hand hatte, 51 lief er und trat zu dem Philister und nahm sein Schwert und zog' s aus der Scheide und tötete ihn und hieb ihm den Kopf damit ab. Da aber die Philister sahen, dass ihr Stärkster tot war, flohen sie.

„Angst ist ein schlechter Ratgeber“, heißt es nicht ohne Grund. Nun, manchmal ist eine gesunde Portion Angst nützlich – man sollte sich in einem Safaripark mit frei herum laufenden Raubkatzen durchaus von seiner Angst WARNEN lassen und den Sicherheitsbestimmungen folgen.
Angst ist jedoch unangebracht wenn man neue Dinge anfängt, in eine andere Umgebung zieht, neue Leute kennen lernt. Mein geliebter Herman Hesse schrieb: Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne ... und so sollte man das Neue, das sich vor einem öffnende auch ansehen, empfangen und angehen. Wie hält man noch diese angst machenden „Riesen“ im Zaum? Indem man sich vor dem Beginn mit der Vernunft, der Betrachtung und der Sachlichkeit an einen Tisch setzt und sich der Tatsache bewusst wird, dass man die Anfangsschwierigkeiten zu 99,98% überlebt. Dieses, die Rückverbindung zu Gott und das tiefe Vertrauen in den Vater im Himmel sollten reichen, diese „Monster“ auf Abstand zu halten.

Ich wünsche euch Allen Gottes Schutz, Segen und guten Mut bei euren Plänen.
 
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