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Illusion

Nachdenkliches · Poetisches
Illusion

Ich ging an deiner Hand
Vertrauend Den Wegen
Dachte ich du wärst ein Segen
Und dass du mich leitest
Auf deinen Wegen
Durch den Garten Eden
Wo Gerechtigkeit und Freiheit
Den Ewigen Flüssen gleich
Bewässern Gottes eigenes Land
So ging ich an deiner Hand

Bewundernd die mächtigen Pflanzen
Hielt ich sie für göttliches Gewächs und
Kopulierenden Schlangen gleich
Tanzten ihre Arme
Den Stamm entlang bis in die Krone
Und bissen und saugten sich im Geäst
Schamlos im Holze fest
Ich wollt´ s ja nicht sehen und wandelte
unter all diesen herrlichen Bäumen
Wie in den wildesten Träumen

Doch eingehüllt im saftigen Grün
rottet nur erstickender Tod
Ist Raub, ist Mord, ist Armut, bitterste Not
Dein glitzernd, edles und schönes Kleid
Passt dir nicht mehr, ist viel zu weit
Ist doch bloß Diebesgut und noch dazu
in deinem frechen Übermut
begehst du schändlich Hehlerei
mit anderer Seelen Schmerz und Leid


Du erzählst es jedem, dass du deine Pracht
ganz aus dir selbst geschaffen hast
Durch harte Arbeit, stillem Fron
Dem Wirte stets ergeben und ...
Nur ja kein Ton!
Wie Du ihn getötet und bestohlen hast
Sein Wesen, Streben
Seinen Lebenssaft
Wie er dir ganz vertraut´
Bis du ihn
Schlussendlich ausgesaugt


Wie er dir einst bot seinen Stamm,
Griffst du auch nach meiner Hand
Erzähltest viel von dir
Von deinem heil´gen Land
Es sei da und es sei dort,
Nur nicht hier an diesem Ort
Wie immer glaubt` ich jedes Wort und
Wenn ich nur von deiner Weisheit kaufte und
Mit dir ginge, brav an deiner Hand
Ich dich gewiss erkannt´
Du Gottes eigenes Land


Heißt´s nicht man soll die Hand abhacken
die verführt?
Doch womit sollt ich dich dann packen?
Beim Scheitan
Woher das nur immer rührt
Dass du uns hast so oft verführt
Ergriffen mit deiner Hand
Und allen frech erzählt
Du wärst wahrhaftig
Gottes eigenes Land!
 
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