geboren 1963 in Mainz, Studium der Malerei an der Freien Akademie der Künste Rhein-Neckar in Mannheim.
Lebt als Kunstmaler in Gailingen am Hochrhein und betreibt gemeinsam mit der Malerin / Bildhauerin Monique Chevremont die Galerie "Les Auréades. In diesem Rahmen findet auch das "Café Philo" statt, eine regelmäßige Veranstaltung, in der Fragen des Daseins gemeinsam erörtert werden.
Sehr gut. Aber natürlich gefällt mir dieser Text von dir auch deswegen ganz besonders gut, weil er meiner ganz persönlichen Meinung entspricht. Rein stilistisch bist du immer hervorragend, und bringst auch mich oft zum Lachen, doch ich kann nicht immer begeistert kommentieren, wenn ich ganz anderer Ansicht bin.
Ein interessanter Beitrag über unser heutiges
Seelen-FKK-Verhalten, was längst als normal
gilt. Genauso gilt es als normal, sich divers zu
betiteln. Aber darüber mag ich gar nicht mehr
reden ...
Toll finde ich, dass du die Kurzgeschichte von
Kurt Kusenberg: “Die gläserne Stadt” knapp und
verständlich zusammenfasst. Ich habe mal
recherchiert, weil ich diese KG unbedingt lesen
wollte. Online leider nicht möglich. Der Autor ist
bereits 1983 verstorben aber hatte diese Story
schon 1954 geschrieben! Seine Science-Fiction-
Version von damals war also nicht utopisch,
sondern gruselig real. Das finde ich an H.G.Wells
und Jules Verne ebenso bewundernswert, weil
ihre fiktiven Geschichten nicht nur reine
Fantasien waren, sondern sie hatten die Gabe,
all das in ferner Zukunft für möglich zu halten.
Übrigens: Alexa als Quasseldose zu bezeichnen
ist genial.
Künstliche Intelligenz, schon alleine diese
Begrifflichkeit hat etwas Bedrohliches, finde ich.
Denn Intelligenz sollte eigentlich eine
Eigenschaft von Lebewesen sein. Man verbindet
damit automatisch ein Gegenüber, mit dem man
interagieren kann; das man beeinflussen kann
und das wiederum einen selbst beeinflusst, und
zwar in einer Weise, dass man gegenseitig an
dieser Interaktion wachsen kann; sich
letztendlich auch weiterentwickelt.
Eine künstliche Intelligenz simuliert diesen
Prozess nur. Dies muss nicht unbedingt
schädlich sein, kann es aber. Und zwar in dem
Maße, wie diese Interaktion zu einer
Weiterentwicklung führt, oder eben nicht. Auch,
welchen objektiven Wert sie für unseren
weiteren Werdegang hat.
Dass die Interaktion mit einer KI einen
therapeutischen Nutzen für uns haben kann,
dies ist gesichert. Vielleicht deshalb, weil es eine
Maschine ist, die einem scheinbar zuhört; die
einem scheinbar Aufmerksamkeit schenkt.
Schon alleine das Simulieren dessen hat
offensichtlich auf die Seele eines Menschen
einen heilenden Effekt. Deshalb kann diese
Technologie zumindest in diesem Rahmen
durchaus nützlich sein. In anderen Kontexten
kann aber sicherlich auch eine Gefahr bestehen,
insbesondere wenn dadurch eine normale
Interaktion mit einem menschlichen Gegenüber
verlernt wird; weil es nicht mehr unbedingt
nötig ist; weil diese Art von Interaktion viel
leichter und mit erheblich weniger Mühe zu
haben ist.
Somit kann man meiner Ansicht nach nicht
pauschal sagen, dass diese Technologie nur
schädlich ist. Ich bin aber davon überzeugt, dass
die Nutzung eingeschränkt werden muss. In
welchen Bereichen und in welchem Maße bleibt
aber z.Z. noch abzusehen.
Dein Text hat mir sehr gut gefallen. Er regt mal
wieder zum Nachdenken an.
Der Text gefällt mir sehr gut. Der Zweifel, ob die
wahrgenommene Realität echt ist, wurde in der
Philosophie schon seit jeher durchgekaut, allen voran
durch das Hölengleichnis bei Platon über Descartes mit
der Subjenkt - Objekttrennung als Ergebnis bis hin zur
popkulturellen Auseinandersetzung, vor allem seit den
Matrix-Filmen. Es gibt keinen Ausweg aus diesem
skeptischen Szenario und die Frage an sich bleibt eine rein
akademische. Eine andere Frage ist die nach den
Machtverhältnissen und vor allem nach der
Machtverteilung innerhalb einer Gesellschaft. Diese
Aspekte werden durch die neuen digitalen Technologien
tatsächlich in erheblicher Weise neu ausgehandelt und
müssen auf allen Ebenen der Gesellschaft, vor allem auch
wissenschaftlich, analysiert und dann, falls nötig,
politisch korrigiert werden. Ein toller Text, der zum
Nachdenken anregt.
Köstlich, deine scharfzüngige Art, die Dinge gleich beim Haarschopf zu packen und durchzuschütteln. Ich musste oft laut auflachen. So treffend hast du alles auf diesen wenigen Seiten beschrieben. Wenngleich ich teilweise anderer Meinung bin als du, so ist dir dieser satirisch verfasste Text ausgesprochen gut gelungen.