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22 Seiten

OSMÖKOPer GESPRÄCHE 1.17

Amüsantes/Satirisches · Kurzgeschichten
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DISCLAIMER:

Der nachfolgende Dialog ist völlig frei
erfunden. Zufällige Übereinstimmungen mit der
Realität und/oder lebenden Personen,
Geschehnissen und Organisationen sind nicht
beabsichtigt und wären rein zufällig.
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PROLOG:

Manchmal geschehen seltsame Dinge.

Da ruft mich doch vor einiger Zeit mein Pontifex Dr. T. Abernakel an und kündigt mir den Besuch von zwei Direktkandidaten der OSMÖKOP (OSMOTISCHE ÖKOLOGISTEN PARTEI) an.

Man wäre am Bischofssitz zu der Ansicht gekommen, dass man sich mit diesen Newcomern der Party-....äh....Parteiszene besser frühzeitig "gut halten" sollte, da diese zurzeit die größte Chance hätten, bei der nächsten Bundestagswahl die meisten Stimmen abzuräumen.
Die zwei Kandidaten würden gerade eine Road tour durch ihr Wald- ...äh... bzw. Wahlgebiet machen und hätten bei Dr. T. Abernakel persönlich nachgefragt, ob sie gezielt Meinungs Multiplikatoren unserer Glaubensorganisation ansprechen könnten um diesen im persönlichen Gespräch ihre politischen Zielvorstellungen einmal vorstellen zu dürfen.
........Tja, und so ein Multiplikator, meinte mein Chef, wäre ich zum Beispiel, wenn ich auf der Kanzel stehe und meinen Schäfchen in der Messe die Leviten lese bzw. predige. Ich sollte, so führte er weiter aus, bei diesem Gespräch meine Zunge aber besser ausnahmsweise mal im Zaum halten und neunmalkluge Kommentierungen der Aussagen dieser Leute tunlichst unterlassen. Es stände eine politisch radikale Reformation in Kürze eventl. in unserem Lande an, bei der wir Klerikalen höllisch aufpassen müssen nicht wieder ins Visier von Reformatoren zu geraten. Mit dem Martin L. aus Eisleben hätten wir ja in der Vergangenheit schon genug Ärger in der spirituellen Sphäre bekommen. Dies müsse sich nun im weltlichen Bereich nicht noch einmal wiederholen.
Mir gefiel das damals gar nicht, weil ich schon immer der Meinung war, dass sich unsere Kirche nicht zu sehr in die weltliche Politik einmischen sollte. Denn dies birgt immer die Gefahr, dass sich die weltliche Macht (imperium) auch eines Tages in die Angelegenheiten der geistlichen Macht (sacerdotium) einmischt, was nicht in unserem Interesse sein kann. Hierzu sei auf den Investiturstreit 1076nC bis 1122nC verwiesen.
Zu leicht könnte zudem der Verdacht bei den Gläubigen aufkommen, dass man die eine Partei mehr favorisiert als die andere Partei. .........Es kann doch nicht sein, dass wir Glaubensbrüder Steigbügelhalter irgendwelcher weltlichen politischen Ideologien werden. ........Aber was sollte ich dagegen machen? Wenn es der Wahrheitsfindung dient, führe ich eben solche mir von oben herab verordnete Gespräche.


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Es genügt nicht nur die Bäume zu umarmen,
man muss diese auch düngen und wässern!
- dedicated Markus Thomas Theodor S. -
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Der Besuch der OSMÖKOP:

Es dauerte auch nur ein paar Tage bis es an der Tür meiner Pfarrwohnung ungeduldig klingelte.

Ich öffnete die Tür zunächst nur einen Spalt breit und lugte hinaus, ganz so wie es einem von Aktenzeichen-XY-ungelöst im Fernsehen ja immer empfohlen wird. Man konnte ja nie wissen, wer da gerade mal wieder Einlass begehrte. Diesbezüglich war ich auch zudem ein gebranntes Kind, da man mir vor einiger Zeit direkt an der Eingangstür die neueste kostenpflichtige Ausgabe des WATCHTOWER aufgeschwatzt hatte, obwohl ich diese Zeitung eigentlich gar nicht haben wollte. Aber die Leute im edlen Zwirn taten mir damals leid und so ließ ich mich zum Kauf leichtsinnig verführen.

Vor der Tür standen zwei Gestalten.
Eine Frau und ein Mann.
Beide mittleren Alters.
Beide ohne ALU-Hut.

Der Mann hatte schulterlanges Haar mit leichtem Seitenscheitel und einen Vollbart, der mich an unseren Weihnachtsmann erinnerte. Er machte von seinem Phänotyp her einen kernigen bäuerlich süddeutschen Bierzelt erfahrenen Eindruck, hatte eine Latzhose an und sah aus, als hätte er seinen Trecker soeben in der Nachbarstraße geparkt.
Die Frau sah ganz durchschnittlich aus und machte einen intelligenten Eindruck.

„Guten Tag Herr Pater Pauli", begrüßte diese mich lächelnd und streckte mir Ihre Hand zur Begrüßung entgegen. Ich öffnete die Eingangstür nun weit und schüttelte beiden die Hand, so wie es sich gehört.

„Wenn wir uns vorstellen dürfen, .......mein Parteikollege ist der Herr Hubertus Possenreiter und ich bin die Frau Gudrun Bärlauch von der OSMÖKOP. Wir kandidieren in diesem Wahlbezirk für die nächste Bundestagswahl und wollten uns einmal den Bürgern persönlich vorstellen. .......Vielleicht hat Ihnen Ihr Bischof ja unser Kommen schon angekündigt oder Sie haben uns sogar schon abends in den Talkshows gesehen?"

Hier fiel mir im Zuge der Begrüßung gleich spontan der Spruch „Nomen est omen" ein. Also der Vorname Hubertus bedeutete, aus dem althochdeutschen frei übersetzt ja so etwas wie „der, welcher durch seinen Verstand glänzt" und Gudrun stand für „die Bärenstarke" bzw. „die Kämpferin, die Zauberin". Ich war also gespannt, wie sich das Gespräch entwickeln würde.

Pauli: „Ja, irgendwas war da mal. .....So genau kann ich mich aber nicht mehr erinnern und Talkshows schaue ich mir nicht gerne an, da da immer die gleichen Leute als Gäste auftauchen, die immer gebetsmühlenartig das Gleiche reden, wie dieser Corona-Klabauterkrach oder wie der auch immer richtig heißt. ....Aber kommen Sie doch rein in meine Stube, dort können wir uns ungestört unterhalten."

Die beiden ließen sich nicht zweimal bitten und ich bat diese in meinem Wohnzimmer Platz zu nehmen.

Pauli (nachdem alle sich hingesetzt hatten): „Kann ich Ihnen einen Kaffee oder einen Tee anbieten?"

Hubertus Possenreiter (im folgenden mit dem Akronym HP bezeichnet): „Also ich würde einen Fair trade Kaffee nehmen, wenn der aus regionalem Anbau ist."

Gudrun Bärlauch (laut auflachend und im folgenden mit dem Akronym GB bezeichnet): „Aber Hubertus, wo soll es denn hier in dieser Gegend Kaffee aus regionalem Anbau geben? ........Ich würde gerne einen Fencheltee trinken, wenn Sie so etwas im Hause haben."

Pauli: „Habe ich, nur mit dem Kaffee aus regionalem Anbau kann ich nicht dienen und was bedeutet eigentlich Fair trade?"

HP: „Da läuft alles eben gerechter ab, als bisher. Die Kaffee-Produzenten in den Entwicklungsländern erhalten Mindestpreise und deren Arbeiter somit verlässlicher höhere Löhne etc. pp. ."

Pauli: „Und das funktioniert?"

GB: „Zumindest ist das die Zielvorstellung. Das muss natürlich regelmäßig vor Ort überprüft werden."

Pauli: „Und wer macht das? Ich meine diese Ergebnisprüfung? Überprüft einer auch regelmäßig die Prüfer?"

Herr Possenreiter und Frau Bärlauch sahen sich gegenseitig an und man konnte in ihren Gesichtern ablesen, dass diese dies selbst so genau nicht wussten. .....Es war wohl besser das Thema zwecks deren Gesichtswahrung zu wechseln. ...Ich verschwand damals kurz in der Küche und machte mit der Mikrowelle zwei Tassen Wasser heiß. In die eine Tasse kam ein handelsüblicher Pyramiden-Teebeutel und in die andere etwas Instant-Kaffee-Pulver, welches ich gut verrührte. Dann stellte ich alles auf eine kleines frommes Serviertablett mit Puttenaufdruck, trug es ins Wohnzimmer und verteilte die Getränke an die durstigen Seelen.

GB (am Tee kurz nippend): „Danke für den Tee Herr Pauli. .....Sie wissen aber schon, dass Pyramiden-Teebeutel nicht unproblematisch sind? ......Mit diesen Nylon-beuteln gerät oft Mikroplastik ins Getränk."

Nur um das mal anzumerken liebe Leser. Ich weiß nicht, wie Sie das sehen, aber mir geht Besuch schon nach wenigen Minuten ordentlich auf den Geist, wenn dieser, kaum das er meine Behausung betreten hat zu nörgeln und kritisieren anfängt. Besonders gerne habe ich mentale Plagegeister, die mir gleich nach der Begrüßung erklären, was in meinem Haushalt nicht nachhaltig ist und was nicht CO2 neutral.

Pauli (in scheinbar interessierten Tonfall): „Ach! Tatsächlich?"

HP: „Ja, das ist vielen nicht bekannt. Aber auch das werden wir ändern. Die fliegen dann in ganz Deutschland ruckzuck aus dem Handel raus."

Pauli: „Aber die Produzenten erhalten doch sicherlich vorher eine Umrüstzeit für ihre Produktionslinien, oder nicht?"

HP: „An sich nicht. ...Denen ist das Problem seit Jahren bekannt und wenn einer von denen es bis heute nicht kapiert hat, hat der eben Pech gehabt."

GB: „Herr Pauli, eine nationale Umorientierung auf ökologisch biologische Vertretbarkeit von Produkten und Verpackungen wird natürlich auch immer wieder gewisse Opfer fordern, .........da kann man nicht immer in einer starken Reformationsphase Rücksicht darauf nehmen."

Pauli: „Sie wollen sagen, wo gehobelt wird, da fallen Späne?"

HP und GB (fast gleichzeitig): „Ja genau!"

Pauli: „Frau Bärlauch, Ihr Hinweis auf die Belastung unserer Umwelt mit Mikroplastik kann ich voll nachvollziehen. Auch ich finde es ekelig, wenn ich einen Fisch essen will und dabei gleichzeitig Gefahr laufe auch diesen Mikro-Kunststoffmist mit runterzuschlucken. Trotzdem erscheint es mir seltsam, dass ich einige Ihrer bekennenden Gesinnungsfreunde beim letzten Pfarrfest dabei beobachten konnte, wie diese sich eine Zigarettenkippe nach der anderen in den Mund schoben. ..... Einer von denen hat sich in der Vergangenheit mal bei einer Podiumsdiskussion lautstark öffentlich über die Gefahren und Folgen der sogenannten „friedlichen Nutzung der Atomenergie“ geäußert, vor allem über deren Krebsgefahr, während er beim Schwadronieren gleichzeitig heftig an seiner filterlosen Zigarette gesaugt hat. .....Man kann in der Fachliteratur nachlesen, dass Raucher, welche bis zu 40 Zigaretten am Tag konsumieren, gleichzeitig dadurch das radioaktive Polonium 210 in einer solchen Menge im Laufe eines Jahres im Körper aufnehmen, dass diese Dosis ca. 250 Röntgenaufnahmen entspricht. ......Auf der After-Show-Party hat der dann mächtig Gas gegeben und den geistigen Getränken ordentlich Leber zermürbend zugesprochen. Nachdem der dann spät abends so richtig knülle war, hat er sich noch als Frauenversteher geoutet. Es war unerträglich, was der da im Suff zusammen gelabert hat. ......Also, der wirkte auf mich damals nicht sehr überzeugend."

GB: „Herr Pauli, ich verstehe Ihre Bedenken, aber wir wissen beide, dass es immer solche und andere Menschen gibt. Wir können als Parteiführung denen das Rauchen und Saufen in einem demokratischen Staat nicht verbieten."

Pauli (mit gerunzelter Stirn): „Und was war mit diesem Veggieday, den wir zukünftig einhalten sollten? Und die Eigenheime, auf die sollten wir doch auch zukünftig verzichten. .....Also, so ganz ist Ihre Partei einem staatlichen Dirigismus anscheinend ja doch nicht abgeneigt."

HP (im beschwichtigendem Tonfall): „Da wird viel über uns erzählt, wenn der Tag lang ist. ......Zurzeit sind bereits rund um die Uhr ganze Horden von "lupenreinen Demokraten" im Ausland damit beschäftigt uns digital über das Internet das Leben bzw. unsere Kandidatur so schwer wie möglich zu machen, was uns nebenbei deutlich zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. .....Vieles wird durch das durch unsere politische Forderungen aufgeschreckte politische Establishment und der mit diesen verbundenen Medien Propagandisten boshaft aus dem Zusammenhang gerissen und in den Medien falsch wiedergegeben. Ich sage laut und deutlich dazu nur eins: Fake News! Fake News! Fake News! ....Herr Pauli, wir wollen es doch mal klar ausdrücken. ....Seit wir so gut in den Wählerumfragen dastehen, geht den etablierten Parteien der Ar... auf Grundeis. Jahrzehnte lang haben die sich einen feuchten Kehricht um die Umwelt gekümmert und nun haben die den Salat. Deren Wahlprognosen sinken während unsere steigen. Kein Wunder, dass die jetzt wie ein ertrinkender Nichtschwimmer in Todesangst im Wasser wild um sich schlagen."

Pauli (das Thema wechselnd): „Mal kurz was anderes gefragt. ….Ähhh..... Ich finde es wichtig, wenn man auch persönliches vom Kandidaten erfährt. .......Was ist eigentlich Ihr Lieblingslied Herr Possenreiter?“

HP (mit plötzlich hell strahlenden Augen) :„ "Ma mama weer all crazee now“ und gleich danach kommt "Highway to hell“ und der "Anton aus Tirol“."

Pauli (trocken) :"Ich glaube das passt."

GB: „Karl der Käfer" find ich schön. .....Immer wenn ich das Lied höre bekomme ich eine Gänsehaut."

Pauli: „Karl der Käfer? Soso!? Ist das der, der nie gefragt wurde?"

GB: „Korrekt! Und was hören Sie so Herr Pauli?"

Pauli: „Am liebsten gefallen mir die Gregorianischen Choräle der Segensburger Domspatzen. Die haben kürzlich eine neue CD rausgebracht. Wenn die richtig loslegen, dann glühen die Orgelpfeifen!"

HP (irgendwie mit spöttischem Unterton): „Ach? Wirklich? ....Hätte ich gar nicht gedacht, ....echt jetzt?! ...Das die so los fetzen. ....Wahnsinn!“

Irgendwie hatte ich in diesem Moment den Eindruck, dass der Possenreiter mich bei diesem Thema nicht ganz „für voll“ nahm.

Pauli (wieder das Thema wechselnd): „Herr Possenreiter, da ist noch was, was mir bei der OSMÖKOP aufgefallen ist. In den Medien sprechen Sie immer davon, dass Sie durch rigorose Maßnahmen und Gesetze die Erderwärmung verhindern möchten. Das hört sich für mich als dummer Wähler so an, als hätte unser Klima irgendwo auf der Erde einen großen Thermostaten stehen, an dem man nur drehen muss, um die richtige Temperatur serviert zu bekommen. Wie sehen Sie das?"

HP (kurz auflachend): "Das geht so einfach leider natürlich nicht. Wenn das so wäre hätten wir weniger Probleme. Wir müssen die CO2-Emissionen so schnell wie möglich weltweit reduzieren. Dazu müssen wir an unzähligen Schrauben unserer Produktionsprozesse und klimaschädlichen Verhaltensweisen gleichzeitig drehen."

Pauli: „Ähäh..., dass funktioniert aber doch nur dann, wenn es überhaupt dafür nicht schon viel zu spät ist, wenn Staaten wie China, Russland, Indien, USA, Indonesien, Pakistan, Brasilien, Nigeria, Bangladesch und Mexiko ebenso verfahren. .....Allein Mexiko! Sind Sie da schon mal gewesen? Ich habe damals dort fast mein Leben verloren und glaube nicht, dass die Geld für Umweltschutz übrig haben.
*** (Anmerkung der Redaktion: Siehe Story "Arriba compañeros") ***
Am ehesten kann ich mir das noch bei China vorstellen. Da wird einfach von der Staatspartei ein Gesetz erlassen und wer sich nicht innerhalb von 48 Stunden daran hält wird mit einer drastischen Kürzung seines sozialen SCORE-Wertes bestraft, .........wenn er Glück hat und nur dies mit ihm geschieht.

HP: "Das ist uns natürlich bekannt, Herr Pauli und deswegen wollen wir ja die Forschungsträger in unserem Land hoch subventionieren, welche nach vermarktbaren technischen Lösungen forschen und klimaneutrale Produkte und Technologien erfinden, die dann am internationalen Markt reißenden Absatz finden. Sobald die anderen Länder bzw. Marktteilnehmer sehen, dass man mit solchen Technologien Profit machen kann, werden diese sich darauf stürzen und eine Lawine wird in Gang kommen."

Pauli: „Ihr Wort in Gottes Ohr, Herr Possenreiter! ......Aber eins stört mich an dieser ganzen Klimadiskussion gewaltig. Ich habe den Eindruck, dass die Klimaschützer immer nur ein zeitliches Intervall betrachten, welches von Anfang der Industrialisierung bis in unsrige heutige Zeit reicht. Die Millionen, wenn nicht Milliarden Erdjahre davor fallen irgendwie weg. Ich habe den Eindruck, dass dies in der ökologischen Diskussion gerne verschwiegen wird, da es die sicherlich schädlichen menschlichen Klimaaktivitäten unpädagogisch relativieren bzw. verharmlosen könnte, ganz nach der Devise:

"Die Wahrheit ist nicht immer revolutionär!"

Schon Millionen Jahre bevor der erste Mensch auf dieser Erde zum ersten Mal klimaschädlich tätig wurde, gab es schon regelmäßige tropische Zeiten und auch Eiszeiten. Wenn der Mensch glaubt, dass er natürliche Klimaschwankungen der Erde grundsätzlich geplant langfristig steuern oder verhindern kann, dann gibt er sich im gewissen Rahmen auch einem kleinen Größenwahn hin. So ist der fromme Wunsch, den weltweiten Temperaturanstieg auf maximal 2 Grad Celsius durch internationale Verträge begrenzen zu wollen, nichts anderes als medienwirksamer Populismus, eben, wie schon erwähnt, weil man das Klima nicht mittels eines Thermostaten auf die gewünschten Temperaturen bringen kann und fromme Wünsche und Absichtserklärungen genauso wenig bringen wie konkrete Maßnahmen, wenn natürliche Ereignisse eintreten, welche die vorgenannten menschlichen Aktivitäten zu einer Handlungsbagatelle verblassen lassen. Ich möchte mal gerne wissen, wie Sie den Einschlag eines Kilometer großen Asteroiden, den Ausbruch von Supervulkanen, die bis heute noch unerforschten direkten und indirekten Auswirkungen eines kosmischen Gamma-Ray-Burst, Unregelmäßigkeiten der Erdumlaufbahn um die Sonne, Präzession, Kontinentaldrift, oder gewaltige Sonneneruptionen verhindern wollen. Die enorme natürliche Treibhauswirkung durch CH4 Methan darf dabei nicht übersehen werden. In den Weltmeeren lagern ungeheure Mengen an Methaneis / Methanhydrat, deren Methan eine weitaus größere schädliche Wirkung auf das Erdklima haben kann als CO2, wenn es durch natürliche Naturereignisse (z.B. Erdbeben / Abrutschen der Kontinentalabhänge / Ausbruch von unterseeischen Schlammvulkanen) ausgast und in die Erdatmosphäre gelangt. Auf solche Ereignisse hat der Mensch wenig Einfluss. Allein der Ausstoß der irdischen unterseeischen Schlammvulkane, soll pro Jahr ca. 30 Megatonnen Methan betragen!"

HP: "Und was schlagen Sie uns vor Herr Pauli? Sollen wir angesichts dieser Bedrohungslage unsere Aktivitäten aufgeben, weil ja alles so sinnlos ist?"

Pauli: „Nein, natürlich nicht! Aber man sollte vielleicht einen erheblichen Teil der Gelder, welche weltweit zur Verhinderung des weltweiten Klimawandels investiert werden, der vielleicht ohnehin unaufhaltbar kommt, besser dazu zu verwenden, Menschen durch direkte Maßnahmen zu schützen, wie z.B. Bau von neuen stärkeren und höheren Deichen, Änderung der Bauvorschriften zum Zwecke des Hochwasser- und Sturmschutzes. Warum darf in bereits bekannten oder zukünftigen Überschwemmungszonen überhaupt noch gesiedelt werden? In Meeres-ufernahen und Flussufer nahen Gebieten sollte gar nicht mehr groß gesiedelt werden dürfen. Überlegenswert wären Bauvorschriften, die fordern, dass überschwemmungsgefährdete Erdgeschosse eines Wohnhauses (bei Neubauten) grundsätzlich immer eine Garage sein müssten. Wenn die Garage voll Wasser läuft, dann ist das nicht so schlimm, als wenn der Wohnzimmerschrank wegschwimmt. Es gibt bereits Häuser, welche mit dem steigenden Wasserspiegel, durch ihre flexible Schiffskörper ähnliche Bauweise, nach oben ausweichen können, ohne beschädigt zu werden. Die Umsiedlung von Bevölkerungsgruppen aus Gebieten (z.B. Inseln), welche in naher Zukunft unvermeidbar im Meer versinken werden (z.B. Malediven) sollte nicht zu lange aufgeschoben werden. Weiterhin wäre eine konsequente Ausweitung und Durchführung von behördlichen Wiederaufbaubeschränkungen bei z.B. Flussufer nahen Siedlung überlegenswert. .....Und noch Eins: Es gibt Untersuchungen die besagen, dass weltweite Aufforstungsprogramme für Bäume über 200 Gigatonnen CO2 binden könnten. Wenn man mit den Stromproduzenten z.B. bei gewissen Forstgebieten vereinbart hätte, dass die z. B. 500 Hektar für den Braunkohlentagebau frei verwenden bzw. abholzen können, wenn diese vertraglich verpflichtend 1000 Hektar Wald woanders auf ihre Kosten wieder zeitgleich aufforsten, wäre damit allen nicht mehr gedient?"

HP: „Herr Pauli! Ich verspreche Ihnen, wir werden auch darüber nachdenken. Aber erst einmal müssen wir nun gewählt werden. Dann sehen wir weiter."

Pauli (scheinheilig sich dumm stellend): „Aber nebenbei mal angefragt Herr Possenreiter, bezüglich des Aufforstungsprogramme für Bäume, ......wie viel ist überhaupt eine Gigatonne?"

HP (selbstsicher): „Na mehr als 1000 kg auf jeden Fall! ......Was meinst Du dazu Gudrun?"

GB: „Also Hubertus geh mal mindestens vom zehnfachen einer Tonne aus."

HP (mit überraschtem Gesichtseindruck) :„Echt jetzt Gudrun? So viel? Wahnsinn!"

Pauli (innerlich sprachlos, bei soviel Sachverstand. Erneut das Thema wechselnd): „Herr Possenreiter, ........mich würde mal interessieren warum ich Sie wählen soll. .....Was unterscheidet sie von den anderen Parteien? .....Wofür stehen Sie? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?"

HP (schnell, wie aus der Pistole geschossen): „Wir fordern die Energierevolution und die Klimaneutralität. Wir steigen völlig aus der Atomkraft und den fossilen Energien aus. Benzin, Kerosin, Öl, Steinkohle, Braunkohle und Gas werden wir ersetzen durch den Umstieg auf erneuerbare Energien. 1.000.000 neue Solardächer werden wir in den ersten vier Jahren nach unserer Regierungsübernahme den Bürgern verordnen .....äh... anbieten. ......Jährlich werden wir bis zu 6 Gigawatt mehr Strom aus der Windenergie schöpfen. Beim Windausbau werden wir natürlich den Konflikt mit dem Natur- und Artenschutz reduzieren. Unsere staatlichen Anteile an vier Übertragungsnetzbetreiber*innen in Deutschland werden wir erhöhen und diese in eine Bundesnetzgesellschaft in der treusorgenden Hand des Bundes transferieren.“

Pauli: „Also sozialisieren?"

HP: „Nein, nicht verstaatlichen,.....äh.. nur mehr Einfluss wollen wir haben!"

Pauli: „Äh, ja....so kann man das natürlich auch bezeichnen. Aber was mir dabei zu denken gibt. Bisher war es doch immer so, dass überall dort, wo der Staat sich in der Vergangenheit in solche Dinge zu sehr eingemischt hat hinterher nur Chaos rauskam....., oder nicht?“

HP: „Das wird nicht geschehen, wenn wir erst das Wirtschafts- bzw. Finanzministerium besetzt haben."

Pauli (mit leicht erschreckter Stimme): „Ähhhh, .....Sie wollen wirklich das Finanzministerium in einer Koalition beanspruchen? Wobei ich mal von der Notwendigkeit einer Koalition ausgehe. ......Wie sieht es denn da mit der wirtschaftswissenschaftlichen Expertise in Ihrer Partei aus?"

HP: „Da haben wir kein Problem mit. Ich zum Beispiel habe in den letzten Jahren jeden "Tag der offenen Tür" dazu genutzt vielen Gewerbe- und Industriebetrieben unseres Landes einen Besuch abzustatten. ....Sie glauben gar nicht, was man an den dortigen Bier- und Bratwurstständen so alles erfährt."

Pauli (mit ironischem Unterton): „Das kann ich mir bildlich vorstellen! Da wird schnell aus der Bilanz eine Bierlanz."

HP: „Viele Kommunen sind schwer verschuldet habe ich kürzlich gelesen. Auch dagegen werden wir was machen."

Pauli (scheinbar interessiert): „Wie hoch ist denn die Verschuldung von Berlin zum Beispiel mit Stand 2021?"

HP (im selbstsicheren Tonfall): "Ja so ein paar hundert Tausend Euro werden es schon sein, vielleicht geht's sogar in den einstelligen Millionenbereich, ......so richtig erzählt das ja einem keiner. Allein schon deswegen ist es wichtig, dass wir nach der gewonnenen Wahl einen großen Kassensturz machen."

Pauli (ironisch/sarkastisch): „Donnerwetter! So kann man sich irren. Berlin hat vielleicht nur ein paar Millionen Euro Schulden angehäuft, sagen Sie. Und ich dachte schon, es wären über 50 Milliarden Euro. Gut das es Leute wie Sie gibt, .......welche sich so gut auskennen und den Durchblick haben."

HP: „Na ja, woher sollen Sie das auch wissen Herr Pauli? Wir sitzen halt näher dran an der Materie."

Pauli: „Dann kennen Sie sicherlich auch den aktuellen Schuldenstand von ganz Deutschland. Wie hoch ist der eigentlich?"

HP: „Also, da gehen wir tatsächlich von einigen Milliarden Euro aus."

Pauli: „Ich habe da mal was von ca. 2 Billionen Euro gehört, kann das sein? Das ist doch bestimmt mal wieder übertrieben."

HP (laut auflachend): „Neeee! Wer erzählt denn so einen Quatsch? …. Hahaha! ... Gudrun, hast Du das gerade auch gehört? ….Wenn das so wäre, dann könnten wir das ja nie wieder abtragen. Also, sein Sie ganz beruhigt Herr Pauli, für die von uns in unserem Wahlprogramm geforderten Erhöhungen der Transferleistungen, Infrastruktur-Investitionen, wirtschaftliche Umstrukturierungskosten, Anschubfinanzierungen, energiepolitischen Großinvestitionen und allgemeinen anderen Subventionen ist noch genug Spielraum vorhanden. Gerade in der heutigen Niedrigzinsphase sind auch Neuverschuldungen des Staates eigentlich kein Thema mehr."

Pauli: „Und die Artikel 109 ff des Grundgesetzes? Was ist damit? Was ist mit der gesetzlichen Schuldenbremse?“

HP: „Die fliegen aus dem Grundgesetz ruckzuck raus, wenn es mit denen Probleme gibt. Da kennen wir nix!“

Pauli (scheinheilig): „Jetzt fällt mir aber ein Stein vom Herz. Da bin ich aber froh, dass Sie diese Thematik so gut im Griff haben. ......Aber, wo Sie sich so gut auskennen, was ist eigentlich das nominale Bruttoinlandsprodukt oder das Bruttosozialprodukt? Davon liest man immer so häufig."

HP (mit anscheinend scharf nachdenkend stark gekräuselter Stirn): „.....Ähäh....das Brutto was??"

Pauli (mit der Hand beschwichtigend abwinkend) „Ach, lassen wir das. Ist auch nicht so wichtig! ......Ich habe schon verstanden, solche Schweinereien kommen Ihnen nicht ins Haus. .....Hauptsache ist ja, dass Sie sich als vielleicht zukünftiger Finanzminister auf das Wesentliche konzentrieren und wir uns nach der Wahl alle noch ganz doll lieb haben. ........Und ein wichtiger Punkt, so habe ich es mir sagen lassen, wäre die Gegenfinanzierung. .....Also kurzum die Klärung der Frage, wo die Kohle herkommt, welche man später verfeuern will."

HP: „Das mit der Gegenfinanzierung haben wir auf dem Schirm. Unsere 50.000.000.000 Euro im Jahr, die wir für klimaneutrale Infrastruktur-Investitionen ausgeben werden, holen wir uns über die Tonne CO2 für 60 Euro, über eine Vermögenssteuer, über weitaus höhere Spitzensteuersätze und mit der Abschaffung der derzeitigen lächerlichen Abgeltung von Kapitalerträgen wieder rein. ...Mal sehen, vielleicht nehmen wir auch 150 Euro für die CO2-Tonne. Nach oben gibt es an sich da keine Grenze. Der Klimawandel muss gestoppt werden. Koste es was es wolle!"

Pauli (voller versteckter Ironie und Sarkasmus): „Wow! Da wollen wir nur nicht hoffen, dass kurz nach ihrer Wahl die Reichen ihre Besitztümer prophylaktisch sofort LKW-Weise ins Ausland schleppen. Die Armen trifft das ja nicht, bei denen explodieren dann eben mal die Aufwendungen für Benzin- und Diesel, aber die Verbrennungsmotoren sollen ja sowieso vom Markt verschwinden. Zum Glück schluckt mein 2CV, also meine schwarze Dienst-Ente, nur 7 Liter auf 100 km."

HP: „Kapitalflucht hat bei uns keine Chance! Wer was bei Seite schaffen will wird ein hohes Risiko eingehen müssen. Notfalls machen wir die Grenzen dicht. Wir werden die Polizei und die Finanzbehörden entsprechend ausrüsten. Die Steuerfahndung wird von uns personell aufgestockt. ....Aber zurückkommend auf Ihren 2CV. ...Das ist ja Wahnsinn! Bei einer Motorleistung von nur ca. 30 PS schluckt der sieben Liter. ...Nee, also das geht gar nicht mehr in Zukunft. ....Wenn wir erst einmal das Sagen haben, wird der Spritpreis notfalls verdoppelt. Preislich gibt es hier nach oben keine Grenze. ...... Wie sieht es denn mit einem Elektroneuwagen aus Herr Pauli? Wäre das nichts für Sie?"

Pauli: „Also, ich habe mal mit einer Wahlkampf-Dame vor einiger Zeit am Wahlstand Ihrer OSMÖKOP in unserer Fußgängerzone gesprochen, die mir damals freundlicherweise 2 Kunststoffkugelschreiber geschenkt hat und die hat mir stolz erzählt, dass sie einen uralten VW-Bulli mit 2 Vergasern und historischem Kennzeichen fährt, welcher in der Stadt nur 15 Liter Sprit verbraucht. ...Soviel nur zum Verbrauch meiner Ente. ....Einen Elektro-PKW kann ich mir trotz der derzeitigen staatlichen Zuschüsse nicht leisten und außerdem habe ich keine Lust Teile meiner Dienst- und Freizeit im Winter auf der Autobahn-Standspur oder Stunden vor einer lahmen Stromzapfsäule zu verbringen. Warten Sie mal ab, wie lustig das wird, wenn wir eine Woche lang Außentemperaturen unter 10 Grad minus haben. Es kann sein, dass sich danach viele E-Wagen-Besitzer die Erderwärmung geradezu herbeisehnen. ...Aber noch eins. Kein Witz jetzt! Vor einem halben Jahr habe ich mal in einem riesigen Einkaufszentrum im Ruhrgebiet mit einem Autohändler gesprochen, der dort seine E-KFZ ausstellte. Ich habe den damals gefragt, ob er auch selber einen E-PKW als Privatfahrzeug hätte. Der hat mir dann im Vertrauen gesagt, dass er noch 10 Jahre abwarten würde, bis diese Technologie ausgereift wäre und er zurzeit nur einen Dienstwagen als E-KFZ zugelassen hätte. Bei diesem hätte er im Kofferraum stets ein Notstromaggregat mit 10 Liter Benzin dabei, da man ja nie wisse, wo man mal überraschend mit der Karre mal wieder stehen bliebe. ........ Äh...., noch eins Herr Possenreiter. ...Bevor ich es vergesse. .....Welche berufliche Qualifikation bringen Sie eigentlich in das von Ihnen angesteuerte Amt mit?"

HP: „Also, ich habe viel Biologie studiert."

Pauli: „Ja dann wären Sie doch besser der nächste designierte Landwirtschaftsminister.? ........Sie kennen sich doch dann super mit dem Calvin-Benson-Zyklus, der Fotosynthese, dem Adenosintriphosphat und der Desoxyribonukleinsäure aus."

HP: „Da haben wir in der OSMÖKOP auch schon drüber diskutiert. Wir sind dann zum Ergebnis gekommen, dass man das Landwirtschaftsministerium auch problemlos mit dem Finanzministerium zusammenlegen kann zu einem neuen Superministerium für Landwirtschaft und sonstige Finanzen. ....Mhm....Herr Pauli, kennen Sie eigentlich den Unterschied zwischen Bärlauch, Maiglöckchen und Herbstzeitlose, die als Pflanzen fast gleich aussehen? ....Nein? ... Der Unterschied ist: Nur Bärlauch ist ungiftig! Und deshalb sollte man Sie wählen! .......Hahaha!"

Ich gebe zu, dass ich bei diesen Worten zur Zusammenlegung von Ministerien in diesem Moment sofort vom blanken Entsetzen erfüllt wurde.

Pauli: „Eins muss man Ihnen lassen. Selbstbewusst und ehrgeizig sind Sie auf jeden Fall. Vielleicht könnte man ja auch noch das Verteidigungsministerium gleich mit reinpacken? ......Das dürfte doch kein Problem sein, schließlich hat das letzthin eine gemanagt die noch 7 Kinder parallel dazu großgezogen hat. .....Das muss man sich mal vorstellen. ......Andere sind noch nicht einmal berufstätig und fühlen sich schon mit einem Kind völlig überfordert, weil das permanent beim Pay-TV sehen stört. ........Aber Frau Bärlauch, jetzt hatte ich Sie fast hier vergessen. Was qualifiziert Sie zu einem Spitzenamt in unserem Land? Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?"

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** Now! How we make our country more expensive! **
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GB (mit schon fast verklärtem Gesichtsausdruck, als befände sie sich in der Vorstufe einer religiösen Ekstase und ohne Atemholen, fast ohne Punkt und Komma): „Ich traue mir viel zu!. ....Genauso wie ich unseren Bürgern*innen viel zumute ....äh....ich meine natürlich zutraue. .....Deutschland kann so viel mehr. Die nächste Dekade nach meiner bzw. unserer Wahl wird ein Jahrzehnt des mutigen Produzierens, Modernisierens und des Realisierens werden. ......Ich sage nur eins: "Deutschland alles ist drin!" .........Unser Bundestagswahlprogramm ist praktisch eine Vitaminspritze für Deutschland. Ich bzw. wir werden einen Aufschwung generieren, welcher über das rein ökonomische weit hinausgeht. Eine Hausse wird von uns erschaffen, die die gesamtgesellschaftliche Vita in einer wundervollen osmotischen Stärke, Tiefe und Vielfalt erfasst. ........ Bildung, Kultur, Arbeit, Digitalisierung, Spitzenforschung und auch die Wissenschaft werden nicht zu kurz kommen. ...Die wirtschaftliche Leistung der Kultur- und Kreativwirtschaft in unserem Lande ist ein weit unterschätzter Branchenbereich. Bevor es mit Corona losging erzielten ca. 1.200.000 Kreative und Kulturproduzenten allein im Jahr 2019 einen Umsatz von fast 180.000.000.000 Euro. ..........Hartz-IV-Sanktionen werden abgeschafft und Mietobergrenzen landesweit flächendeckend eingeführt. Den Mindestlohn werden wir auf mindestens 12 Euro erhöhen. Innerdeutsche Kurzstreckenflüge machen wir obsolet. Das sinnlos in der Luft Herumgegurke hört mir endgültig auf. Das machen wir richtig teuer! Ausgleichen werden wir das durch preiswertere Fahrten mit der Bahn. ......Die Zerstörung unserer wunderschönen Bergalmen durch Après-Ski-Sauf-Tourismus werden wir stoppen. Es hat sich diesbezüglich endgültig aus gewedelt. ........Das durchschnittliche Kreuzfahrtschiff produziert am Tag soviel CO2 wie ca. 80.000 PKW. Fährt frech fast mitten durch Venedig, verdreckt die Luft im Geirangerfjord und provoziert die Anwohner durch freches Betätigen des Schiffshorns zu nächtlicher Stunde. Auch das hört uns zukünftig auf. ......Alle Arbeitgeber*innen müssen künftig allen ihren Mitarbeiter*innen eine betriebliche Altersvorsorge anbieten. ....In Teilbereichen der Wissenschaft werden wir jedoch Abstriche machen und Korrekturen vornehmen müssen. .....Finanzierung von größenwahnsinnigen Marsflügen und oder Mondlandungen sind mit uns nicht zu machen. ........Jedes zukünftige Engagement in der Raumfahrt muss daraufhin überprüft werden, ob es auch umweltverträglich ist. Beim Start des Spaceshuttles wurden zum Beispiel je Start bis zum Jahr 2011 ca. 230.000 kg Salzsäure in die Erdatmosphäre abgegeben. Ca. 33 % des Raketentreibstoffs wurde allein dafür verbraucht, die Rakete in eine Höhe von 12.000 Metern auf eine Fluggeschwindigkeit von dann nur 1.600 km/h zu bringen. Die Haupttriebwerke eines Spaceshuttle verbrannten bei jedem Flug in Richtung Weltraum ca. 2.000.000 Liter Sauerstoff. Tja, und der fehlt uns dann zum Atmen auf der Erde. ......Der Zündungs-Lärm der ersten Raketenstufe der Saturn-V-Rakete betrug ca. 204 Dezibel. Das muss man sich mal akustisch bildlich vorstellen. Die Vögel, das Kleinwild und die Insekten im Umkreis von Kilometern um die Startrampe herum waren dadurch Monate danach noch traumatisiert. Die mit dem giftigen Hydrazin betriebenen russischen PROTON Raketen zwangen die Menschen an den Startrampen immer wieder dazu, bei jedem Start sicherheitshalber Gasmasken zu tragen. Sie setzten jede Menge Ammoniak frei. Treibstoffe in Raketenboostern liegen in fester Form als Ammoniumperchlorat vor. Bei der Verbrennung dieses Treibstoffs z. B. in der irdischen Stratosphäre entstehen u. a. Chlorwasserstoffe, welche u. a. auch die Ozonschicht der Erde schädigen. .......Die Kernfusionsforschung muss noch einmal genau auf den Prüfstand. ....Kunst und Kultur wird kraft unseres fast dämonischen Engagements wie ein Phönix aus der Asche mit unserer Hilfe zu den Gefilden des Olymp empor katapultiert werden. Wildfremde Menschen werden wir zusammenbringen damit diese sich erfüllt von ökologisch reinem Spirit fraternisieren. Dafür verbürgen wir uns mit unserem Namen.
In unserem Land geht so viel. Und damit es geht, benötigen wir neue Antworten. Dafür trete ich an!"

Pauli (mit gerunzelter Stirn): „Soso Frau Bärlauch, da haben Sie sich ja was Ordentliches vorgenommen. Das ist ja geradezu ein Füllhorn des Glücks, was da über uns Bürger ausgeschüttet werden soll. .....Wenn ich das von Ihnen über innerdeutsche Kurzstreckenflüge eben gehörte aber näher durchdenke, kommt mir unweigerlich der Gedanke, ob durch die von Ihnen geplante diesbezügliche Verteuerung unserer Mobilitäts-Auswahlmöglichkeiten nicht eine Zwei-Klassen-Gesellschaft geschaffen wird, wo die reichen Bürger sich den innerdeutschen Kurzstreckenflug zukünftig leisten können, der Normalbürger aber nicht. Wobei ich aber zugebe, dass es schon eine Zwei-Klassen-Gesellschaft gibt, da wir ja schon Politiker haben, welche sich den Luxus eines Privatflugzeugs leisten können, während andere auf den Felgen kauen, schwarz mit der Straßenbahn fahren und permanent befürchten müssen vom Fahrkartenkontrolleur erwischt zu werden. .......Über den Zwang zur betrieblichen Altersversorgung werden sich die Meister*innen der 3 Personen Friseurbetriebe, Klempnerbetriebe mit Meister, drei Gesellen plus zwei Lehrlinge und Kioskbesitzer mit 2 Hilfskräften ja bestimmt freuen. ....Wer soll das eigentlich alles zahlen? ...Und wenn dann noch der höhere Mindestlohn dazu kommt...... Mannomann!..... Das wird spannend! .....Bezüglich der von Ihnen eben angesprochenen Kulturförderung kommt bei mir die Frage auf, ob bei Ihnen der diesbezügliche betriebswirtschaftliche Umsatz immer gleich dem Gewinn ist? Muss nicht erst Geld verdient werden, damit man sich Kunst und Kultur leisten kann? Auf den Beruf des Gauklers kann man verzichten, obwohl ich zugebe, dass für manchen Politstrategen auch die Toilettenfrau am Hauptbahnhof systemrelevant ist. Auf den Beruf z. B. des Arztes, Bauern oder Bekleidungsproduzenten kann man wohl eher nicht verzichten. ........Und bei der Grundlagenforschung bzw. z.B. durch die Kernfusionsforschung, also nicht zu verwechseln mit der bisherigen Kernfissionstechnik, würden sich doch ganz neue Möglichkeiten zur CO2 Reduktion ergeben. Auch die radioaktive Belastung und Endlagerfrage würde bei Fusionskraftwerken in einem anderen Licht erscheinen. Die Stromversorgung könnte revolutioniert werden, wenn das Sonnenfeuer in den Plasma-Reaktoren erst einmal durchgehend brennt. ......Müssen wir da als Europäer nicht schleunigst sehen, dass wir uns auf dem Mond, wie unsere asiatischen Nachbarn, schon einmal die Claims für den Helium III Abbau abstecken? Ich habe mal gelesen, dass 40.000 kg Helium III in einem Kernfusionsreaktor eingebracht ausreichen, um den Energiebedarf der Vereinigten Staaten von Amerika ein Jahr lang zu decken. ......Die Frage ist doch, ob wir es uns als Menschheit überhaupt leisten können aus Raumfahrtforschung auszusteigen? ......Wo wären wir heute ohne GPS und ohne unsere Wettersatelliten? Was machen wir, wenn sich ein Kilometer dicker Asteroid auf Kollisionskurs mit der Erde befindet und wir keine leistungsfähigen Trägersysteme entwickelt haben um die verdammten Atomraketen, welche dann zum ersten Mal einen Sinn erfüllen würden, ins Weltall transportieren zu können, um wenigstens zu versuchen diesen zu zerstören oder von der Erde abzulenken? Ich habe gelesen, dass es Wissenschaftler gibt, welche davon ausgehen, dass unsere weltweiten Ökosysteme nach einem größeren Asteroiden-Impakt bis zu 500.000 Jahre benötigen um sich davon wieder zu erholen. Und das so ein Kilometer dicker Brocken uns eines Tages bedrohen wird ist 100%tig sicher, unsicher ist nur, ob das morgen schon geschieht oder erst in 100.000 Jahren.Sehen wir uns nur den Chicxulub Krater im Golf von Mexiko an."

GB: „Grundsätzlich will ich für die Zukunft nichts ausschließen! ....Herr Pauli, wir leben nicht hinter dem Mond und das Tunguska-Ereignis vom 30.06.1908 ist uns genauso wie der Meteor von Tscheljabinsk vom 15.02.2013 bekannt. ......Aber wir müssen genau überprüfen und nachrechnen, welche Risiken mit Techniken verbunden sind. ......Das ist ungeheuer viel Geld, was für diese Forschung schon verbraten wurde und an dieser Stelle möchte ich noch einmal lieber Herr Pauli Ihren Weltraum Enthusiasmus dämpfen, indem ich beispielhaft auch auf die Gefahren von Weltraumunfällen durch Raumfahrt hinweise. 1978 verlor die UDSSR die Kontrolle über den Satelliten Kosmos 954. Dieser verstreute seine Einzelteile (u. a. radioaktive Teile) über ein 127.000 qkm Gebiet Kanadas. ....Und dann noch die Delta-II-Raketen Unfälle. 1997 stürzte ein 250 kg Treibstofftank in Texas vom Himmel. 2001 krachte ein schweres Raketenteil in Saudi Arabien vom Himmel. Im April 2014 schlug ein Meter großes Trümmerstück einer Rakete in der Nähe eines nordbrasilianischen Dorfes ein. Zum Glück wurde niemand verletzt. Januar 2016 bohrten sich Reste eines Raketentanks in Nordost-Vietnam in den dortigen Boden......... Dies kann man nicht einfach alles unter den Tisch kehren. ....Die bemannte Raumfahrt in ihrer derzeitigen Form empfinden wir als hoffnungslose Sackgasse. Wenn überhaupt Raumfahrt, dann in Zukunft nur mit unbemannten Missionen! Es gibt viele Stimmen in unserer Partei, die der grundsätzlichen Meinung sind, dass Raumfahrt, ein Geldvernichtungs-Fass ohne Boden mit zu geringem wissenschaftlichen Output ist."

HP (über beide Pausbacken grinsend und sich vorlaut ins Gespräch einmischend): „Das mit den Raketen in den Weltraum ballern sollte Ihnen Herr Pauli ja sowieso stinken. Die schießen dem lieben Gott damit ja Löcher in den Himmel. Nachher fällt der noch runter. ......Hahaha!!"

Liebe Leser*innen, selten hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt einen einfältigeren Witz gehört. Ich entschied mich aber dazu, diesen missglückten Joke geflissentlich zu überhören.

Pauli (den Redefluss unterbrechend): „Wow! Respekt Frau Bärlauch! Es ist schon beeindruckend wie Sie, aber auch viele Ihrer Parteifreunde*innen, solche Fakten geradezu lässig, auf Abruf, aus dem Ärmel schütteln. Sind das eigentlich alles Ihre eigenen akribischen persönlichen Erkenntnisse aus Ihren jahrelangen Überlegungen und Nachforschungen, oder haben Sie diese irgendwo abgeschrieben ......äh.... Entschuldigung .... nun habe ich mich falsch ausgedrückt .....ich meine natürlich kopiert bzw. ....ähäh ......stammen diese vielleicht aus anderen Informationsquellen? ..........Man muss ja heute vorsichtig sein. ......Ich bitte um Verständnis. .......Da tauchen im Bundestag plötzlich lauter Politiker mit "Dr."-Titeln auf, deren Dissertationen einer genaueren Überprüfung nicht lange Stand halten .........und man hört auch immer wieder von den literarischen Meisterwerken dieser Politiker, bei denen man auch nicht näher überprüfen darf, woher bzw. von wem die Formulierungen und Zitate wirklich stammen. .........Es ist schon witzig, manche von unseren Volksvertretern sind vielleicht gerade mal knapp über vierzig Jahre alt und schreiben schon ihre tiefsinnigen Memoiren angefüllt mit den Lebensweisheiten einer hundertjährigen Person. ......Na ja, vielleicht haben diese ja einen bereits uralten Ghostwriter damit beauftragt? .....Aber egal, .....um auf das eben von Ihnen Gesagte zurückzukommen ...ähäh .........Ihr Kompagnon Herr Possenreiter hat eben doch mehr oder weniger erklärt, dass Geld an sich zurzeit keine große Rolle spielt....... Sind Sie da anderer Meinung?"

GB (im nachdenklichen Tonfall): „Ja das mit dem Geld ist so eine Sache. .....mhm.... Grundsätzlich kann man ja, wenn mal nicht mehr genug Geld in den Staatskassen ist, neues Geld drucken. .......Unter ökologischen Gesichtspunkten wären neue Geldscheine mit höheren Wertaufdruck zu begrüßen, da viele kleine Scheine natürlich unsere Ressourcen stärker belasten. ...Wir müssen natürlich beim Gelddrucken schnell entscheiden, da das Papier für die Geldscheine ja auch immer teurer wird. ....Die Einführung einer digitalen Währung würden wir begrüßen. Wir wünschen deswegen, dass die Europäische Zentralbank den digitalen Euro auf den Markt bringt."

Pauli (mit gespielter ironisch/sarkastisch/zynischer Begeisterung): „Da ist was Wahres dran! 1923 in der Weimarer Republik hat man das ja auch schon so gemacht und was ist geschehen? ….Wir leben alle noch. ....Und die Lohnsteigerungen waren damals enorm. Wäschekörbeweise hat man sein Gehalt damals nach Hause geschleppt. ....Und ich will Ihnen ein Geheimnis verraten. Ich bin ein Fan der Digitalwährung. Unserem Bischof Dr. T. Abernakel habe ich schon die Einführung eines ALTARCOIN vorgeschlagen."
*** (Anmerkung der Redaktion: Siehe Story "DAS CHRISTKIND WÜRDE ALTARCOINS KAUFEN") ***

HP (sichtlich begeistert mit verträumten Gesichtsausdruck): „Wenn man sich das mal genau überlegt, ergeben sich durch den Gelddruck ungeahnte Möglichkeiten. Man muss einfach nur einen großen Geldschein mit einem Wertaufdruck in Höhe von zum Beispiel 1.000.000.000 Euro einmal ausdrucken, schiebt diesen den Gläubigern des Staates über den Tisch und schwups, schon ist der Staat fast schuldenfrei."

An dieser Stelle lief es mir eiskalt den Rücken runter, da ich das Gefühl hatte, Possenreiter glaubte wirklich, was er da vorschlug.

Pauli (ironisch/sarkastisch): „Respekt! Herr Possenreiter, Sie haben wirklich gute Ideen. An Ihrer Stelle würde ich das gleich morgen in Ihrer Fraktion besprechen. Es würde mich nicht wundern, wenn Ihre Schuldentilgungsstrategie dort begeisterte Zustimmung findet. ......Sie müssten aber noch irgendwie die nationalen und Europäischen Zentralbanken davon überzeugen. ........Aber, wenn die Ärger machen, könnt Ihr die ja einfach abschaffen! ....Eine weitere Möglichkeit bestände darin, dass Sie mal Ihren Öko-G.-Clooney daraufhin ansprechen würden, ob der Ihnen nicht Partei-konforme Goldesel züchten kann. Der soll sich doch von seiner Herkunft und Grundorientierung her mit Hühnern, Schweinen und Kühe melken besser auskennen als zum Beispiel mit dem Völkerrecht. Die könnten Ihnen dann jederzeit die gewünschte Menge von Golddukaten schei...... äh...produzieren!"

HP: „Herr Pauli, Sie haben gute Einfälle. Vielleicht fällt Ihnen ja auch noch was zur Lösung der allgemeinen Rentenfinanzierungsfragen ein. Die Bevölkerung wird immer älter und immer weniger Berufstätige müssen für immer mehr Rentner aufkommen. ...Wenn wir hier den Wählern eine Lösung anbieten könnten, würden wir uns von den anderen Parteien positiv abheben und noch mehr Wahlberechtigte würden uns ihre Stimme geben.“

An dieser Stelle wurde es mir damals langsam wirklich zu dumm. Da besuchen welche, die damit antreten Lösungen zu haben, einen Bürger und fragen diesen, ob er nicht eine Idee hat, damit diese sich profilieren können. ....Bei so etwas, der Herr möge mir verzeihen, greife ich immer auf ein substanzloses Brainstorming zurück, was nicht anderes bedeutet, als das ich den Leuten genau das erzähle, was mir spontan gerade zu dem Thema einfällt, egal ob es sinnvoll und substanzvoll ist oder auch nicht. Es ist mir doch egal, ob sich jemand mit solchen Ratschlägen später in der Öffentlichkeit blamiert oder nicht. Soll er doch gefälligst selbst nachdenken.

Pauli (den Kopf in den Nacken legend und anscheinend scharf nachdenkend): „Ich würde hier meine CUM CUM RENTIX PAULIX STRATEGIE 2021 empfehlen. Und die sieht wie folgt aus:
Wenn wir mal von ca. 6.000.000.000.000 Euro Gesamtumsatz bei allen Geldtransaktionen sämtlicher Marktteilnehmer zusammen insgesamt im Jahr in Deutschland ausgehen, dann entfallen vielleicht darauf 6.000.000.000 Einzelbuchungen, welche eine jeweils vorhandene Nachkommastelle im Bereich von 1 bis 10 Cent haben. Wenn ihr hierzu ein Steuergesetz zur Finanzierung der Rentenlücken verabschiedet, dass sämtliche Umsatzbeträge von Einzelbuchungen aller Wirtschaftsteilnehmer die kleiner als 10 Cent sind, auf den nächst höheren vollen 10-Centbetrag aufrundet, also auf 0,20 Euro... 0,30 Euro.. 0,40 Euro etc., und die Differenz zum korrekten niedrigeren Nach Komma-Rechnungsbetrag im Laufe eines Geschäftsjahres akkumuliert und dann am Ende des Bilanzjahres vom jeweiligen Umsatz-Nachweispflichtigen ans Finanzamt überweisen lasst, wäre es doch gelacht, wenn wir das Rentenloch nicht etwas besser gestopft bekommen. Also, eine Rechnung über z. B. real 10,72 Euro wird auf 10,80 Euro zwangsweise aufgerundet und 0,08 Euro gehen an das Finanzamt. Die Einzelabrechnungen werden in den elektronischen Kassen bei jedem Buchungsvorgang aufaddiert und erst am Ende des Jahres, bei der betriebswirtschaftlichen Endabrechnung ermittelt und an das Orts-zuständige Finanzamt mit einer Buchungsnote abgeführt.“

HP (mit offenem Mund und strahlenden Augen): „Das ist genial Herr Pauli. Und noch genialer ist, dass das der einzelne Konsument nur als Bagatell-Belastung ansieht und nicht groß Theater deswegen macht. ......Aber ich habe auch noch eine gute Idee! .....Man könnte auch die Preise für Alkohol und Tabak mit 500 Prozent mehr Steuern belegen und die zusätzlichen Steuereinnahmen dann an die Rentenkasse abführen. Schließlich sind das alles ungesunde Dinge.“

Pauli: „Hä?..... Also, wenn Ihr die Rentenkassen skrupellos entlasten wollt, dann müsst Ihr den legalen Drogenkonsum von Alkohol und Tabak wohl eher billiger machen, Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen für ältere Bürger erschweren, ordentlich für die Ausübung von gefährlichen Extremsportarten werben, jede zweite Klinik dicht machen, 50 Prozent der Polizei- und Feuerwachen in Deutschland schließen und das früheste mögliche Renteneintrittsalter auf 75 Jahre anheben. ........Weiterhin führen diesbezüglich einsame höhere Preise in einem einzelnen EU-Land sofort zur Steigerung des Schmuggeltourismus."

HP (sichtlich beeindruckt): „Stimmt auch wieder! Da habe ich gar nicht dran gedacht. .....Was Sie so alles über das Rentenwesen wissen ....einfach unglaublich!"

Pauli (unsichtbar innerlich ungläubig den Kopf schüttelnd): „Deswegen heißt es ja auch in meiner Gemeinde:

Vergesst den Spott und dumm Gekicher!
Der Pauli macht die Renten sicher!“

HP (anerkennend nickend): „Herr Pauli, Sie sind ein richtiger Fuchs. Wollen Sie nicht bei uns mitarbeiten?"

Pauli: "Danke für das Angebot. Aber ich fühle mich so einer Aufgabe intellektuell nicht gewachsen. ........Herr Possenreiter, an sich drückt mich jetzt nur noch die letzte Frage, ob es ökologisch aus Ihrer Sicht verantwortbar ist, wenn wir die nächste Arche mit Schwerölmotoren betreiben, da ich, wenn Sie Bedenken äußern würden, mit den Ingenieuren aus Papenburg noch einmal reden muss, aber aus Zeitgründen stelle ich diese Frage mal zurück. ....Da fällt mir aber noch ein Wahl-Slogan ein, welchen ich Ihnen vorschlagen könnte und der lautet:

"WIR SIND GRÜN!
WIR SIND JUNG!
HEIDE DIEDEL DIEDEL DUMM!"

........Boah!! ....Das war jetzt eine Menge, was wir besprochen haben. Das muss ich erst einmal alles geistig verarbeiten. ...Frau Bärlauch und Herr Possenreiter ich danke Ihnen für das Gespräch und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag."

Mit selten glücklichem Gesichtsausdruck verließen Bärlauch und Possenreiter danach meine Kemenate. ....Nachdem ich diese mit Handschlag verabschiedet hatte, lief ich im Sauseschritt zu meinem Telefon und rief meinen alten Studien-Freund Cornelius Zaster an. Dieser kannte sich im Bereich Cayman Islands Offshore Banking bezüglich Fremdwährungskonten gut aus und hatte mir mal gesagt, dass er kurzfristig jederzeit auch für mich dort ein privates Nummernkonto eröffnen könnte.
 
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Kommentare  

Zum Schlapplachen. Allein die Namen, ich bin begeistert.

Einen Ökopunkt auch von mir.


Harald Schmiede (12.05.2021)

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