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Pater Pauli mysterious places 45

Aktuelles und Alltägliches · Kurzgeschichten
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BRÜGGE
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Liebe CORONA gestresste Mitbürger*innen,

laut einigen TV-Epidemiologen steht der Untergang der menschlichen Zivilisation zum wiederholten Male vor unseren Haustüren.
Nun ist man zweimal geimpft worden und doch ist es mal wieder „5 Minuten vor 12“.
Aber, Spaß beiseite, wir sollten hier nichts verharmlosen oder bagatellisieren! Es ist keine Zeit für dumme Witze!

Damit wir alle, vor der vielleicht dennoch drohenden Apokalypse, noch etwas von unserer Welt sehen, will ich Euch heute mal kurz die belgische Stadt Brügge (GPS Breite 51°12'31.03"N Länge 3°13'28.10"E) vorstellen. Vorausgeschickt sei hier der Hinweis, dass man zurzeit auch dort ohne Gesichtsmaske nicht immer weit kommt. Einige Laden- und Restaurantbesitzer legen genauen Wert auf den Impfnachweis, andere scheint dies nicht „die Bohne zu interessieren“. Die diesbezüglichen dortigen CORONA-Verhaltensweisen erscheinen zurzeit manchmal als etwas chaotisch. Vielleicht sind diese aber auch super genial und man ist nur selbst zu dumm diese richtig zu erkennen bzw. zu analysieren.
Brügge ist eine Kurzreise von Deutschland aus sicherlich wert und irgendwann wird dieser Corona-Wahnsinn ja mal auch wieder vorbei sein, sodass man schon heute dieses Städtchen auf die individuelle Liste der zukünftigen lohnenswerten Reiseziele setzten kann.

Es gibt viele Städte auf unser Erde, bei denen man sich fragt, ob man diese unbedingt gesehen haben sollte. Die belgische Stadt Brügge (Hauptstadt der Provinz Westflandern) gehört m.M. nach dazu, da diese sicherlich zu den schönsten historischen Städten Europas gehört. Dies gilt aber nicht für deren Ortsteil Zeebrugge (GPS Breite 51°19'31.46"N Länge 3°12'7.48"E) an der belgischen Küste. Den Besuch dort kann man sich meiner Meinung nach getrost sparen.

Die Geschichte der Stadt Brügge reicht mindestens bis in das 9. Jahrhundert nC zurück, also bis zur Zeit der Wikinger, welche diese Stadt gegründet haben sollen. Bekannt ist diese Stadt u.a. nicht nur durch ihre fast einmalige Architektonik, sondern auch durch ihr heute oft nerviges lautes und rutschiges Kopfsteinpflaster, durch die vielen Touristen-Fiaker welche durch die Innenstadt galoppieren, als wäre der Swarte Pyt bzw Père Fouettard persönlich hinter ihnen her und durch die geheimnisvollen Wasserkanäle, welche diese Stadt durchziehen.

Brügge gehörte vor Jahrhunderten sicherlich zu den reichsten Städten der Welt.
Dies kann man heute noch sehen, wenn man an den unzähligen gut restaurierten bzw. erhaltenen Häuserfassaden entlang schlendert. Die Gebäude sind keine architektonischen Durchschnitts-Bauwerke, sondern mit viel Geld und Kunstfertigkeit in einer historischen Zeit geschaffen, in der auf den meisten anderen Gebieten dieser Erde bitterarme Not der Menschen vorherrschte. Das anscheinend unumstößliche Gesetz von mindestens 2000 Jahren mehr oder weniger dortiger freier Marktwirtschaft, dass nur dann jemand reich werden kann, wenn andere dafür ärmer werden, scheint sich hier architektonisch manifestiert zu haben.
Sieht man sich z.B. die Kirchengebäude von innen und außen an, kann man schnell feststellen, dass in Brügge, in den letzten Jahrhunderten, offensichtlich kein großer Geldmangel herrschte. Man verdiente dort viel Geld und wollte seinen Reichtum dort auch allen mittels prunkvoller Gebäude zeigen.

Brügge beherrscht eine Mischung aus Kunst, Kultur und Kulinarik. Wer Süßigkeiten liebt und nicht Diabetiker ist, findet hier sein Einkaufsparadies. Das scheinen viele Menschen erkannt zu haben und dementsprechend ist es in den Gassen der Stadt immer recht voll von Touristen aus aller Welt.

Das kosmopolitische Brügge hat zurzeit ca. 119.000 Einwohnern und erstreckt sich über eine Fläche von ca. 138 qkm. Ca. 8.000 Studenten verjüngen den Altersdurchschnitt der Stadtbevölkerung.
Wer geselliges Beisammensein in romantischer Grachten Atmosphäre sucht, ist hier im UNESCO-Weltkulturerbe genau richtig. Besonders in den Abendstunden entfaltet diese Stadt mit ihren mittelalterlichen Straßenzügen einen romantischen Charme, wenn man einmal von den enormen Touristenmassen absieht, welche sich hier regelmäßig durch die Gassen schieben.

Brügge steht für Schokolade!

Es gibt unzählige kleine Verkaufsläden, welche sich dort auf diese Leckereien in allen möglichen Formen präsentiert spezialisiert haben. Daneben gibt es natürlich auch noch das übliche Angebot an Waffeln, Bier, Wein und Pommes Frites. Auch gehobene Gastronomie ist dort zu finden, wobei darauf hingewiesen werden sollte, dass man in Belgien genauso wie in Holland immer mindestens einen Abend vorher einen Tisch im gewünschten Restaurant reservieren lassen sollte um zu vermeiden an der Eingangstür später abgewiesen zu werden. Besonders im dortigen beliebten MOZART Restaurant (Spare-Ribs "all you can eat") könnte es schnell mit der Platzvergabe knapp werden.
Neben dionysischen und lukullischen Genüssen wird dort aber auch viel Kultur und Kunst angeboten. Museen sind reichlich vorhanden. Sogar ein skurril makabres mittelalterliches Foltermuseum (TORTURE MUSEUM BRUGGE) ist vorhanden.
Für Autofahrer ist die vielfach verkehrsberuhigte Stadt schon allein wegen der Parkplatzproblematik ein Greul. Man sollte in kleinste Lücken gut einparken können und die vielen Parkautomaten reichlich und ausreichend mit Parkgeld füttern, um ärgerliche Knöllchen zu vermeiden, die hier reichlich und schnell verteilt werden. 25 Euro je Tag für einen Parkplatz in einer Hoteltiefgarage zahlen zu müssen ist keine Seltenheit. In den Randgebieten von Brügge werden auch kostenlose Dauerparkflächen angeboten, welche einen kostenlosen Bus-Shuttle Service in die Stadt hinein anbieten. Teilweise liegen diese jedoch in Menschen ärmeren Stadtbereichen, sodass man immer damit rechnen muss, dass der eigene PKW dort in der Nacht aufgebrochen wird. Insgesamt ist in Brügge ein ausreichendes Netz des ÖPNV vorhanden.

Fazit Pater Pauli: Sehr sehenswert!
 
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