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Pater Pauli mysterious places 37

Aktuelles und Alltägliches · Kurzgeschichten
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Montenegro (Der Hit!)
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Hallo Glo­be­trot­ter!

Voller Optimismus rufe ich Euch zu:

„CORONA IST BALD GESCHICHTE! ES GEHT WIEDER LOS MIT DEM REISEN!“

Obwohl ich zugeben muss, das Optimismus immer auch ein Produkt mangelnder Informationen sein kann.
Man weiß es nicht immer.

Egal!

Heute stelle ich Euch mal kurz eine Gegend vor, die landschaftlich meiner Meinung nach einiges zu bieten hat.

Es ist Montenegro und Kroatien.

Also, am besten und Schönsten ist es meiner Meinung nach, wenn man sich Montenegro (Ziel Kotor) mit dem Schiff vom Adriatischen Meer her kommend über den Wasserweg nähert.

Der Einstieg in den Fjord liegt zwischen dem Fort Punta d'Ostro (Vitaljina Kroatien GPS Breite 42°23'33.67"N Länge 18°31'59.75"E) und dem gegenüberliegenden Fort Mamula Insel (Montenegro GPS Breite 42°23'43.78"N Länge 18°33'29.19"E).

Die durch die beiden Forts gebildete Fahrrinne ist für Schiffe ca. 2.000 Meter breit. Ca. 30 km geht es dann auf dem Seeweg weiter bis man Kotor erreicht hat. An der engsten Stelle -

(ungefähr bei Crkva Gospe od An?ela 1585g einer katholischen Kirche - Jadranska magistrala Lepetane- Montenegro GPS Breite 42°28'38.45"N und Länge 18°41'25.66"E)

- rücken die gegenüberliegenden Ufer dem Schiff so nahe, dass der Kapitän Steuerbord (rechts) und Backbord (links) nur je ca. 150 Meter zum Rangieren hat.

In der Regel lässt man die beiden traumhaften Inselchen Gospa od Škrpijela und Sveti Juraj links liegen und fährt nach einem 90 Grad Rechtsschwenk des Ruders weiter in Richtung Kotor.
Die kleinen bebauten Inseln Gospa od Škrpijela (GPS Breite 42°29'12.36"N Länge 18°41'19.20"E) und IM-Sveti Dordje bzw. Sveti Juraj (GPS Breite 42°29'7.89"N Länge 18°41'26.22"E) liegen im Fjord nur ca. 100 Meter Luftlinie voneinander entfernt, sodass es theoretisch ein Leichtes wäre von der einen zur anderen herüberzuschwimmen.
Von diesen Inselchen fährt man dann noch einen ca. 10 km langen Seeweg zum malerisch historischen Städtchen Kotor in Montenegro (GPS Breite 42°25'29.00"N Länge 18°46'15.45"E).

Kotor ist eine mittelalterlich befestigte Hafenstadt an der Adriaküste von Montenegro mit ca. 23.000 Einwohnern, wenn man die nähere Umgebung mit reinrechnet. Dazu kommen noch einmal touristisch saisonbedingt unzählige Touristen hinzu.

Seit 1979 gehört Kotor zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Die Bucht in der Kotor liegt, ist von einer teilweise fast Kilometer hohen Gebirgsketten umgeben. Ich musste damals eine recht steile Serpentinenstraße Richtung 110 Grad den Berg hochfahren um überhaupt weiter in das Landesinnere gelangen zu können.
Die mittelalterliche Altstadt von Kotor ist sehenswert und sehr verwinkelt. Es gibt eine Menge Gastronomie für die Touristen, welche immer häufiger in Gestalt der ess- und vergnügungssüchtigen Vollpensions-Kreuzfahrer die Stadt von ihren Schiffen aus stürmen.

Die Kapellen und Kirchen weisen auf eine stark religiöse serbisch-orthodoxe und katholische Geschichte der Stadt hin.
Sehenswert ist in Kotor u.a. die romanische Sankt-Tryphon-Kathedrale (GPS Breite 42°25'27.21"N Länge 18°46'16.67"E), das Schifffahrtsmuseum (mit einer Ausstellung zur Seefahrtsgeschichte, mit Gemälden und Schiffsmodellen (GPS Breite 42°25'30.37" N Länge 18°46'16.99"E) und die Festung Fort St. Giovani (Castle Of San Giovanni; GPS 42.423612, 18.771943). Eine Festung aus dem 6ten Jahrhundert nC. welche sich eng an das Gebirge schmiegt und auf steilen bergaufwärts führenden Wanderwegen erkundet werden kann. Ich bin da mal selbst hoch gestiefelt und kann jedem nur raten dies nicht an einem Tag zu machen, an dem die Sonne vom Himmel knallt, denn viel Schatten ist beim ca. 60 minütigem teilweise beschwerlichen Aufstieg nicht zu finden. Weiterhin sollte man das besser auch nicht machen, wenn es geregnet hat, da der Fußweg recht rutschig ist. Für Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen und auch Bewegungseinschränkungen ist der Aufstieg nicht geeignet.
Ich war schon lange nicht mehr dort, habe aber – völlig unverbindlich – gehört, dass zwischen 7 Uhr und 20 Uhr der Eintritt/Aufstieg mittlerweile schon 8 Euro je Person kosten soll. Na ja, dafür hat man dann auch einen fast malerischen Ausblick auf die Altstadt und die Bucht von Kotor.

Nach dem Wiener Kongress (18.09.1814 bis 09.06.1815) wurde Kotor an das österreichische Reich gegeben. Irgendwann nach dem Ersten Weltkrieg verzogen sich die Österreicher und die Festung wurde unbemannt. Im Zweiten Weltkrieg erfolgte eine Besetzung Kotors durch die Achsenmächte (Deutschland, Japan, Italien), was deren Gegner, die Alliierten, (Frankreich. Großbritannien, USA, Sowjetunion) gar nicht gefiel. Im September 1943 wurde die Stadt durch deutsche Truppen besetzt und am 21.11.1944 von diesen wieder befreit.
Kotor wurde in seiner Geschichte immer wieder von schweren Erdbeben heimgesucht (z.B. 1563nC, 1667nC und am 15. 04.1979).

Fazit:
Ich bin normalerweise vorsichtig bevor ich etwas empfehle, da jeder andere Schwerpunkte im Urlaub hat und das, was dem Einen besonders gefällt, der Andere regelmäßig absolut grässlich findet. Dieser Seeweg und die gesamte Umgebung von Kotor ist meiner Meinung nach aber u.a. allein schon landschaftlich so außergewöhnlich auf unserer Erde, dass ich an dieser Stelle ausnahmsweise einmal eine ausdrückliche Besuchsempfehlung ausspreche.
Leider, das sage ich mit voller Selbstkritik, ist der Massentourismus hier natürlich genauso wie in Dubrovnik -

(unglaublich, welche internationalen Touristen-Massen sich dort in Kroatien Dubrovnik tummeln! GPS Breite 42°38'52.78"N Länge 18° 5'35.32"E und ca. 60 km Luftlinie von Kotor entfernt)

- ein Ärgernis.
Aber, wie gesagt, man ist ja selber Tourist und somit selber an diesem Touristen-Wahnsinn beteiligt bzw. Schuld. Leider muss man sich wohl mit dem Massentourismus abfinden, weil man sonst Städte wie z.B. Venedig nicht zu Gesicht bekommt. Bei Venedig ist der Tourismus so abgedreht, dass man dort das Gefühl hat, die riesigen Kreuzfahrtschiffe würden den Pfahlbauhäusern der Bewohner fast über deren Anlegesteg fahren. Keine Übertreibung! Wer das vor Ort nicht einmal selbst erlebt hat, wird es nicht glauben… ...Also irgendwo ist Schluss! Das geht wirklich nicht!
 
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